Wolfram – Hitzeresistent und vielseitig

Im deutschsprachigen Raum redet man von Wolfsdreck, anderenorts ist die Rede von Tungsten, was auf Schwedisch etwa „schwerer Stein“ bedeutet. Die Rede ist von Wolfram, einem sogenannten „kritischen Metall“, das aufgrund seiner Materialeigenschaften zum Beispiel in Form von Glühfäden als Element in Leuchtstoffkörpern dient. Es wird zudem für extrem harten Werkzeugstahl und als Legierungsbestandteil für technische Komponenten genutzt, die höchsten Beanspruchungen ausgesetzt sind. Seine chemischen Eigenschaften, der extrem hohe Schmelzpunkt und seine Widerstandsfähigkeit machen es allerdings sehr schwierig, Wolfram zu produzieren. Auch seine Verarbeitung ist relativ aufwändig. So kann Wolfram nur mit Laser- oder Elektronenstrahl verschweißt werden. Ein weiteres überraschendes Einsatzfeld für Wolfram liegt dort, wo mit einer gewissen Wucht Geschwindigkeit und Gewicht koordiniert werden muss: Panzerbrechende Munition, aber Gewichtselemente für den Segel- oder Motorsport werden aus Wolfram gefertigt.

Steckbrief Wolfram

Name Wolfram oder Tungsten
Symbol und Ordnungszahl W (mittelhochdeutsch wolf ram, „Wolfsdreck“), 74
Mineralklasse Übergangsmetall
Aggregatszustand fest, spröde
Farbe grauweiß glänzend
Besondere Eigenschaften höchster Schmelz- und Siedepunkt aller Metalle

Seit wann ist Wolfram bekannt?

Die ersten Hinweise auf Wolfram wurden Mitte des siebzehnten Jahrhunderst dokumentiert: Als Beimengung in gewissen Zinnerzen erschwerte das Vorkommen von Wolfram mit seinem hohen Schmelzpunkt die Gewinnung des begehrten Basismetalls. In reiner Form wurde Wolfram erstmals 1783 erzeugt.

Wie wird Wolfram gewonnen?

Wolfram ist bisher noch nicht in chemisch reiner, gediegener Form entdeckt worden und muss mit komplizierten Prozessen aus Stoffverbindungen abgeschieden werden. Wichtige Erze, die Wolfram enthalten, sind Wolframit und Scheelit. Stolzit und Tuneptit sind weitere Minerale, in denen Wolfram vorkommt. Zur Gewinnung von Wolfram wir das Erz mittels Flotation angereichert, calziniert und danach mit Natronlauge oder Natronkarbonat versetzt. Nach mehreren Arbeits- und chemischen Umfällungsprozessen, zu denen unter anderem ein Flüssig-Flüssig-Extraktionsverfahren und eine Aufdampfung gehört, entsteht schließlich Wolframpulver, das unter hohen Temperaturen zu Barren verschmolzen werden kann. Der gesamte Herstellungsprozess ist hochkomplex und technisch aufwändig.

Wo wird Wolfram gefördert?

Der weltweit größte Förderung von Wolfram findet in der Volksrepublik China statt. Weitere größere Vorkommen finden sich in Peru, Bolivien, Russland und Kanada, aber auch Österreich verfügt über nennenswerte Reserven an Wolfram.

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Auch beim Handel mit Wolfram schwanken die Marktpreise in Abhängigkeit von der Marktsituation: Angebot und Nachfrage bestimmen den Wolfram Kurs. Ob es an der Zeit für den Kauf oder Abstoß von Wolfram Werten ist, sehen Sie am aktuellen Wolfram Preis Chart.

Wissenswertes zum Handel mit Wolfram

Das Gewicht von Wolfram wird in Kilogramm angegeben und an den Rohstoffbörsen in USD pro Kilo beziffert.