Kohle – Schwarzes Urzeit-Gold

Kohle ist der wohl älteste von Menschen genutzte fossile Energieträger: Es handelt sich um Sedimentgestein, das hauptsächlich aus dem Element Kohlenstoff besteht und über Jahrmillionen aus prähistorischen Pflanzenresten entstand. Diese Pflanzen wuchsen im Karbon (lateinisch. carbo = Kohle) und Tertiär; aus letzterem entstand die näher an der Erdoberfläche liegende Braunkohle, die im Tagebau gefördert wird. Kohle ist einerseits weltweit ein wichtiges Mittel zur Energieerzeugung, zum Beispiel in Kohlekraftwerken und zur Verhüttung von Metallen in Hochöfen. Daneben wird es aber auch zur Herstellung von Graphit und Kohlenwasserstoff benötigt. In Deutschland wird das Material Kohle in elf verschiedene Klassifikationen unterteilt, von der Vorstufe Torf bis hin zum Anthrazit.

Steckbrief Kohle

Name Kohle
Chemische Zusammensetzung kristalliner Kohlenstoff, organisches Material, Mineralien (z.B. Schwefel), Wasser
Aggregatszustand fest
Farbe Schwarz-grau
Besondere Eigenschaften ergiebiger Energieträger auf organischer Basis

Seit wann ist Kohle bekannt?

Wann die Menschen die Kohle entdeckt haben, lässt sich nicht feststellen. Möglicherweise waren es Zufallsfunde oberflächennaher Kohlebrocken, deren Wert als „brennender Stein“ bereits von Steinzeitmenschen erkannt wurde. Archäologische Hinweise auf einen Abbau von Kohle im Tagebau (in sehr kleinem Maßstab) verweisen ins China des vierten Jahrtausends vor Christus. Mit der industriellen Revolution im Europa des 18. Jahrhunderts und dem steigenden Kohlebedarf erlebte der systematische Kohlebergbau unter Tage seine Blütezeit.

Wie wird Kohle gefördert?

Durch ihre Entstehungsgeschichte bedingt, kommt Kohle im Erdboden schichtweise vor: Das urzeitliche Pflanzenmaterial wurde im Laufe der Zeit immer wieder von Sedimentschichten bedeckt, wo es unter dem entstehenden Druck verkohlte. Je älter die organische Materialschicht, desto besser ihre Qualität und desto tiefer ihre Lage unter der Erdoberfläche. Bei der Kohleförderung unterscheidet man grundlegend zwei Methoden:

  • Beim Untertagebau wird in Bergwerken aus manchmal kilometertiefen Schichten, den sogenannten Flözen abgebaut: Durch einen meist über einen Förderturm vertikalen Schacht wird Zugang zu den Kohleadern hergestellt und von dort aus in horizontaler Richtung gegraben.
  • Beim Tagebau wird die oberflächennahe Braunkohle mit großen Baggern abgetragen, wobei riesige Areale aufgebrochen werden. Ist ein solches Kohlerevier ausgebeutet, muss es mit umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen restauriert werden.

Wo wird Kohle gefördert?

Die weltweit die Produktion anführenden Nationen sind bei der Steinkohle die Volksrepublik China, die USA, Indien und Australien; bei der Braunkohleförderung liegt Deutschland vorn, gefolgt von China, den USA und Russland.

Investieren in Kohle?

Sie interessieren sich für Investitionen in Kohle? Dann haben Sie die Möglichkeit, über den Wertpapierhandel in der Branche mitzumischen. Möglichkeiten für Sie als Trader sind der Erwerb von

  • Kohle- ETFs
  • Aktien von Kohle fördernden Bergbauberieben
  • Fonds
  • Kohle-Futures

Der Wert von Kohle-Aktien schwankt mit den Börsen-Kursen. Wie hoch der Preis von Kohle ist und wie sich das auf Ihr Kohle Investment auswirkt, können Sie am offiziellen Chart ablesen. Link?

Wissenswertes zum Handel mit Kohle

Der Kohlepreis am Weltmarkt unterliegt – nicht zuletzt durch den marktbeherrschenden Einfluss chinesischer Produzenten – starken Volatilitäten. Er ist stark konjunkturabhängig und wird in Zeiten der Energiewende und des Kohleausstiegs auch durch politische Diskussionen beeinflusst. Auch Umweltverordnungen haben weltweit potentiell unmittelbaren Einfluss auf die Förderung von Kohle.