Kobalt – Kobolderz für Energiespeicher

Die ursprüngliche Verwendung von Kobalt war profan: Es wurde in der Glas- und Keramikherstellung genutzt, um die Handwerksstücke intensiv blau zu färben – das sogenannte „Kobaltblau“. Die modernen Anwendungsfelder für Kobalt sind wesentlich abwechslungsreicher: Als Bestandteil für Legierungen in der Stahlverarbeitung, als Katalysator, für magnetische Datenträger und in Batterien hat Kobalt sich in weiten Feldern des Alltags als Wertstoff etabliert. Besonders wichtig wird voraussichtlich künftig seine Verwendung in Akkumulatoren werden.

Minenprofile zum Thema Kobalt

Steckbrief Kobalt

Name Kobalt
Symbol und Ordnungszahl Co (lateinisch cobaltum, „Kobold“), 27
Mineralklasse Übergangsmetalle
Aggregatszustand fest
Farbe metallisch blaugrau
Besondere Eigenschaften Atommasse größer als die vom im Periodensystem benachbartem Element Nickel

Seit wann ist Kobalt bekannt?

Kobalt-Erze sind bereits seit langer Zeit in metallurgischer Verwendung: Sie wurden in der Vergangenheit primär zum Färben von Glas oder Keramik verwendet. Im Mittelalter war man allerdings der Ansicht, dass es sich bei diesen Mineralien um Silber- oder Kupfererze handelte, die sich aufgrund des boshaften Wirkens der Kobolde nicht zur Gewinnung der edleren Metalle bearbeiten ließen. Der Chemiker Georg Brandt entdeckte Kobalt 1735 als eigenständiges Element und benannte es, ganz im Sinne der Bergmannslegende, nach dem frechen Berggeist.

Wie wird Kobalt gewonnen?

In gediegener Form kommt Kobalt äußerst selten vor: In Meteoriten zum Beispiel und mutmaßlich im Erdkern. In der Natur taucht es meist in Gesellschaft von Nickel, Kupfer, Silber, Eisen oder Uran auf. Die wirtschaftlich wichtigsten Kobalterze sind Cobaltit, Linneit, Siegenit, Erythrin, Asbolan, Skutterudit und Heterogenit, wobei der Kobalt-Reingehalt dieser Erze jeweils nur gering ist. Je nach Ausgangserz wir Kobalt in der Regel durch Röstung und Verschlackung gewonnen, die Trennung von anderen Metallen erfolgt dann durch Auslaugung und Einsatz von Säuren. Als Spurenelement im Erdboden kommt Kobalt weit verbreitet vor.

Wo wird Kobalt gefördert?

Kobalt wird stets als Beiprodukt anderer Bergbaugüter, beispielsweise Kupfer, gewonnen. Die wichtigen Kobaltvorkommen der Erde befinden sich im Kongo, mit gewaltigem Vorsprung vor Nationen wie China, Kanada oder Russland. Experten vermuten außerdem große Kobaltreserven unter dem Grund der Ozeane.

Investieren in Kobalt?

Um in das Investment in Kobalt einzusteigen, müssen Sie an der Börse auf Wertpapiere zugreifen: Als cleverer Trader können Sie mit Kobalt-Papierwerten attraktive Gewinne erzielen. Sie haben die Wahl:

  • Unternehmensaktien von Kobalt Produzenten
  • Unternehmensaktien von Kobalt Förderbetrieben
  • Zertifikate auf den Kobalt-Preis

Auch im Handel mit Kobalt wird der Preis von Angebot und Nachfrage reguliert. Ob der Moment, Kobalt zu kaufen gerade günstig ist oder ob Sie Kobalt Aktien besser abstoßen sollten, erfahren Sie anhand des aktuellen Kobalt Chart.

Wissenswertes zum Handel mit Kobalt

Kobalt wird Experten zufolge in seiner Form als Kobaltoxid vor allem als Material für Lithium-Ionen-Akkumulatoren eine Steigerung der Nachfrage erfahren. Aufgrund der politisch instabilen Situation im Hauptförderland ist Kobalt dennoch als „kritisches Metall“ klassifiziert. Aus diesem Grund wird auch intensiv an alternativen Technologien geforscht, wodurch die Nachfrage an Kobalt reduziert werden könnte.