Aluminium – Allgegenwärtiges Leichtmetall

Aluminium begleitet unseren Alltag überall. Dabei ist das Metall noch gar nicht so lange bekannt: In industriellem Maßstab wird es erst seit etwas mehr als 120 Jahren produziert. Aluminiumlegierungen sind fest wie Stahl, haben aber nur ein Drittel seiner Dichte, wiegen also erheblich weniger. Aluminium wird aufgrund seiner hohen thermischen und elektrischen Leitfähigkeit zu Kabeln, Wärmetauschern und anderen elektronischen Komponenten verarbeitet. Weitere bekannte Produkte sind Aluminiumfolien, Rohre, Behälter und Gebrauchsgegenstände. Heute ist Aluminium gleich nach Stahl der zweitwichtigste Metall-Werkstoff und spielt sowohl als Rohmaterial als auch in Form verschiedenster Guss- und Knet-Legierungen auch im Konstruktions-, Fahrzeug- und Schiffsbau eine bedeutende Rolle; bei letzterem kommt dem Aluminium seine Korrosionsbeständigkeit in Salzwasser zugute.

Steckbrief Aluminium

Name Aluminium
Symbol und Ordnungszahl Al (nach lateinisch alumen, „Alaun“), 13
Mineralklasse Metalle
Aggregatszustand fest
Farbe silbrig
Besondere Eigenschaften häufigstes Material in der Erdkruste

Seit wann ist Aluminium bekannt?

Nachdem bereits im späten 18. Jahrhundert Chemiker darüber spekulierten, ob es sich bei der „Alaunerde“, die der Chemiker Andreas Sigismund Marggraf aus einer Alaunlösung gewonnen hatte, womöglich um ein noch unbekanntes Metalloxid handeln könne, gelang 1825 Hans Christian Ørsted erstmals der Nachweis von Aluminium. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts erforschten unabhängig voneinander verschiedene Chemiker Methoden zur Optimierung der notwendigen Reduktionsverfahren, sodass zum Ende des Jahrhunderts die wirtschaftliche Produktion des Leichtmetalls möglich war. Zwischenzeitlich übertraf der Aluminiumpreis episodenweise den Goldpreis. Heute wird Aluminium in einem breiten Spektrum von Anwendungsfeldern genutzt.

Wie wird Aluminium gewonnen?

Aluminium ist in der Natur nur in sehr wenigen Fällen gediegen, in der Regel nur in Verbindung mit anderen Stoffen zu finden. Seltener kommt Aluminium in Korund vor; Ausgangsmaterial für die Aluminiumproduktion ist üblicherweise das Mineral Bauxit, das einen Aluminiumoxidgehalt von etwa 60% aufweist. Aus dem Aluminiumoxid wird per Schmelzflussanalyse reines Aluminium in verschiedenen Qualitäten gewonnen. Das erfordert einen verhältnismäßig hohen Energiebedarf: Etwa ein Viertel der Produktionskosten von Aluminium machen die Energiekosten aus. Aluminium muss nicht zwingend über den Bergbau erschlossen werden: weltweit wird der Aluminiumbedarf zu etwa 40% derzeit bereits aus Recycling-Kreisläufen zurückgewonnen.

Wo wird Aluminium gefördert?

Auch bei der Aluminiumproduktion ist China heute weltweit führend, hat selbst aber auch einen enormen Bedarf an dem Metall. Russland, Kanada, Australien und die USA sind weitere, wirtschaftlich relevante Fördernationen. Grundsätzlich sind die Aluminiumvorkommen über den ganzen Globus verbreitet, werden in anderen Ländern aber in deutlich geringeren Mengen ausgebeutet.

Investieren in Aluminium?

Sie möchten Geld in Aluminium investieren? Dann lesen Sie hier, welche Möglichkeiten sich beim Handel mit Aluminium Aktien an der Börse bieten. Es gibt viele spannende Optionen für Papierwerte mit dem Industriemetall Aluminium:

  • Unternehmensaktien von Aluminium Produzenten
  • Unternehmensaktien von Aluminium Förderunternehmen
  • Zertifikate auf den Aluminium Preis
  • Aluminium ETF und ETC

Auch die Preisentwicklung bei Aluminium richtet sich nach dem Tageskurs n den Rohstoffbörsen, Angebot und Nachfrage. Wo der Aluminium Preis derzeit rangiert und ob die Gelegenheit, Aluminium Aktien zu kaufen oder abzustoßen gerade günstig ist, sehen Sie am aktuellen Aluminium Preis Chart.

Wissenswertes zum Handel mit Aluminium

Aluminium wird in Tonnen-Einheiten gehandelt; der Aluminium Preis an den Rohstoffbörsen mit USD pro Tonne beziffert. Die relevanten Börsen für den Handel mit Aluminium sind die London Metal Exchange und der New York Mercantile Exchange (COMEX).