Molybdän – Allrounder unter den Industriemetallen

Besonders während der Kriegsjahre im 20. Jahrhundert war die Nachfrage an Molybdän groß, da es in Form von Legierungen Geschützrohre verbesserte. Heute wird Molybdän aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit gegen nichtoxidierende Säuren in zivilem Kontext bei der Herstellung von Edelstahl und Nickelwerkstoffen eingesetzt. Es erhöht die Festigkeit, Verwitterungs- und Hitzebeständigkeit von anderen Metallen und ist daher aus der modernen Industrie kaum mehr wegzudenken: Molybdänhaltige Metalle oder Katalysatoranwendungen ermöglichen die Durchführung bestimmter metallurgietechnischer Verfahren, in Luft- und Raumfahrt, elektronischen Bauteilen und – in Folienform – als Gasabdichtung ist Molybdän ein wichtiges Werkmaterial. Als Spurenelement ist Molybdän vor allem für das Gedeihen von Pflanzen essentiell und daher wesentlicher Inhaltsstoff von Düngemitteln.

Steckbrief Molybdän

Name Molybdän
Symbol und Ordnungszahl Mo (nach altgriechisch molybdos, „Blei“), 42
Mineralklasse Übergangsmetalle
Aggregatszustand fest, unter Sauerstoffeinwirkung spröde
Farbe grau-metallisch
Besondere Eigenschaften in reinem Zustand plastisch verformbar

Seit wann ist Molybdän bekannt?

Bergleute, die beim Erzabbau auf Molybdänglanz – die übliche natürliche Vorkommensvarietät – stießen, erkannten lange Zeit nicht, mit was für einem Element sie es zu tun hatten: Da das Material Bleiglanz beziehungsweise Graphit sehr ähnlich sieht, wurde damit gleichgesetzt. Erst 1778 konnte Carl Wilhelm Scheele bei wissenschaftlichen Experimenten Molybdäntrioxid gewinnen; wenige Jahre später gelang Peter Jacob Hjelm dessen Reduktion zu reinem metallischen Molybdän.

Wie wird Molybdän gewonnen?

In gediegener Form ist Molybdän ausgesprochen selten und konnte erst ganz vereinzelt nachgewiesen werden. Natürlicherweise kommt Molybdän in Form von Molybdänglanz, Gelbbleiglanz und auch in Powellit vor; Molybdän fällt aber als Molybdänit auch als Koppelprodukt in der Kupfererzzeugung ab und kann weiter verhüttet werden. Der Anteil des Koppelprodukts in der weltweiten Molybdänproduktion ist im Vergleich zur Gewinnung aus Erz wesentlich höher. Als wichtigste Arbeitsschritte sind die Calcinierung des Ausgangsmaterials und die Gewinnung von Molybdäntrioxid, das anschließend durch Reduktion mit Wasserstoff zu Molybdänpulver transformiert wird. Auch aus Schrott kann Molybdän recycelt werden. Das Besondere: da Molybdän keine Verluste durch Oxidation erleidet kann es praktisch ohne Schwund rückgewonnen werden.

Wo wird Molybdän gefördert?

Weltweit bedeutende Produzenten von Molybdän sind die Volksrepublik China, die USA, Chile und Peru. In Europa wurde bis in die 1970er-Jahre in Norwegen Molybdän abgebaut.

Investieren in Molybdän?

Sie interessieren sich für ein Investment in Molybdän? Informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten, die der Wertpapierhandel Ihnen bei Geschäften mit Molybdän bietet. Es gibt einige attraktive Optionen und Papierwerte rund um das Industriemetall Molybdän:

  • Unternehmensaktien von Molybdän Produzenten
  • Unternehmensaktien von Molybdän Förderunternehmen

Auch bei Molybdän schwanken die Tageskurse ja nach Angebot und Nachfrage auf dem Weltmarkt. Um zu entscheiden, ob Sie Molybdän Werte halten oder abstoßen sollten und wo der Molybdän Rohstoffpreis aktuell liegt, beachten Sie den Molybdän Preis Chart..

Wissenswertes zum Handel mit Molybdän

Molybdän wird an den Rohstoffbörsen als Molybdän-Oxid-Pulver gehandelt, also als Vorstufe des Metalls. Der Preis wird in USD pro Pound (entspricht in etwa 0,45 Kilogramm).