Palladium – Der Exot unter den Edelmetallen

Palladium ist, in Bezug auf seine Entdeckung, noch ein sehr junges Metall: Erst seit etwas mehr als zweihundert Jahren ist das chemisch eng mit Platin verwandte Material bekannt. Auch die Materialeigenschaften von Palladium ähneln denen von Platin; Experten gehen davon aus, dass im Fall einer Platinverknappung Palladium als Ersatzmetall in vielen Anwendungsbereichen zum Tragen kommen wird. Wichtiges Einsatzgebiet für Palladium ist neben dem medizinischen Umfeld die Verwendung in Katalysatoren. Als Schmuckmetall wird Palladium hingegen nur vereinzelt verwendet, zum Beispiel für Armbanduhren oder in Weißgoldlegierungen. Eine zukunftsträchtige Eigenschaft ist seine Reaktivität mit Wasserstoff, die Palladium als Speichermaterial für Wasserstoff-Automobile interessant macht.

Steckbrief Palladium

Name Palladium
Symbol Pd (benannt nach dem Asteroiden Pallas)
Ordnungszahl und Serie 46, Übergangsmetalle
Aggregatszustand fest
Farbe Weißsilbern, metallisch
Besondere Eigenschaften Kann ein Vielfaches seines eigenen Volumens an Wasserstoff aufnehmen

Seit wann ist Palladium bekannt?

Palladium wurde im Jahr 1803 vom britischen Arzt und Chemiker William Hyde Wollaston entdeckt, der mit Proben von Platinerz aus Südamerika experimentierte. Es ist damit das jüngste der vier wichtigen Edelmetalle.

Wie wird Palladium gewonnen?

Palladium in reiner Form oder als Legierung wurde in früheren Zeiten vorwiegend in Flusssedimenten gefunden, beispielsweise im Ural, Australien, Nord- und Südamerika und Äthiopien; heute ist die Gewinnung als Nebenprodukt aus der Nickel- und Kupfergewinnung relevant. Im natürlichen Zustand kommt Palladium quasi immer in Kombination mit Platin vor, allerdings in geringerer Konzentration und nur selten in gediegener Form. Zunehmend wichtig wird hinaus das Recycling von Palladium aus ausgedienten Abgaskatalysatoren. Unter Einsatz von Di-n-hexylsulfid lässt sich Palladium leicht von anderen Metallen abscheiden.

Wo wird Palladium gefördert?

Wichtige Produzenten sind Länder wie Russland und Südafrika, in geringerem Maße auch den USA und Kanada. Die größten Reserven an Palladium hält Südafrika.

Investieren in Palladium?

Investitionen in Palladium – warum nicht? Wie bei den drei anderen Edelmetallen Gold, Silber und Platin können Sie sowohl mit physisch existierendem Palladium als auch Papierwerten Ihr Geld anlegen. Der Vorteil an handfestem Edelmetall ist auch bei Palladium die krisenfeste Wertbeständigkeit, während geschicktes Handeln an der Börse Gewinnaussichten verspricht. Wählen Sie aus:

  • Physikalisches Palladium: Anlagemünzen wie der Palladium Maple Leaf sind beliebte Objekte, um in Palladium zu investieren. In Europa wird physisches Platin in London und Zürich gehandelt; zugelassen sind Barren und Münzen von Affinerien und Münzprägeanstalten, die bestimmte Kriterien erfüllen. Auf den An- und Verkauf von Palladiumbarren oder Münzen fallen in Deutschland Umsatzsteuern an.
  • Aktien, Fonds und andere Wertpapiere: Das Portfolio an entsprechenden Papierwerten ist bei Palladium weniger umfangreich als bei anderen Edelmetallen; der Palladium-Markt ist einfach zu klein. Aber es gibt Produkte wie Zertifikate auf den Palladiumpreis, Aktien von Palladium-Produzenten und Palladium ETFs und ETCs, mit denen Sie durch kluges Handeln Ihre Investition vermehren können.

Der Palladium Preis pro Unze steht in Relation mit den aktuellen Börsenkursen. Wie hoch derzeit der Preis von Palladium ist, können Sie am offiziellen Palladium Chart ablesen.

Wissenswertes zum Palladiumkauf

Das Währungskürzel XPD steht an den internationalen Finanzmärkten für den Preis einer Feinunze Palladium in USD. Der Palladiumpreis gilt als sehr volatil, da das aufgrund der Seltenheit des Metalls geringe Angebot und die schwankende Nachfrage vor allem seitens der Industrie den Wert des Metalls stark beeinflusst, wobei es zu heftigen Preissprüngen kommen kann.