Vanadium – Karriere als Batteriemetall

Als Spurenelement ist es weit verbreitet: Vanadium hat für viele Organismen wichtige biologische Bedeutung für Stoffwechselprozesse. So benötigen Pflanzen es für die Photosynthese, Bakterien dient es zur Stickstofffixierung. Doch auch seine Verwendung als Industriemetall ist vielfältig: Vanadium wird primär in der Stahlherstellung eingesetzt, zum Beispiel bei der Produktion hochwertiger Werkzeuge oder Karosserien. Dabei dient das Vanadium dazu, besonders beanspruchbare Metalllegierungen zu erzeugen. Vanadiumoxid ist außerdem ein wichtiger Katalysator bei der Herstellung von Schwefelsäure – und ein modernes Batteriemetall mit vielversprechenden Perspektiven.

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Steckbrief Vanadium

Name Vanadium
Symbol und Ordnungszahl V (nach Vanadis, ein Beiname der Göttin Freya), 23
Mineralklasse Übergangsmetalle
Aggregatszustand fest
Farbe grau-metallisch, bläulicher Schimmer
Besondere Eigenschaften in reinem Zustand sehr weich

Seit wann ist Vanadium bekannt?

Vanadium wurde erstmals im Jahr 1801 von dem spanischen Mineralogen Andrés Manuel del Río beschrieben; die wissenschaftliche Welt zweifelte damals jedoch aufgrund großer Ähnlichkeit zu Chromverbindungen an, es mit einem neuen Element zu tun zu haben. Gut dreißig Jahre später wurde Vanadium erneut „entdeckt“, diesmal von Nils Gabriel Sefström. Bemerkenswert: Del Rio untersuchte Gestein aus Mexiko, Sefström solches aus Schweden – Vanadium ließ sich also auf verschiedenen Kontinenten verorten. Die weitere Nutzbarmachung von Vanadium ging Schritt für Schritt voran: 1867 konnte erstmals metallisches Vanadium isoliert werden, ab 1903 wurden vanadiumhaltiger Stahl hergestellt, 1925 konnte das erste annähernd reine Vanadium erzeugt werden.

Wie wird Vanadium gewonnen?

Vanadium ist ein häufig zu findendes Element, das allerdings stets nur gebunden mit anderen Elementen vorkommt. Wichtige Vanadium-Mineralien sind Vanadinit, Descloizit und Cartonit; außerdem kommt Vanadium in verschiedenen Eisenerzen vor, jeweils in stark schwankender Konzentration. Auch in Erdöl ist Vanadium enthalten: Als Spurenelement reichert es sich aus den prähistorischen Organismen an, aus denen das Erdöl entstand. Aus diesen Ausgangsstoffen muss Vanadiumoxid gewonnen werden: Durch Sauerstoffzufuhr lässt sich bei der Eisengewinnung das Vanadiumoxid in die Schlacke übertragen. Im nächsten Schritt lässt sich das Oxid reduzieren und reinigen, indem die Schlacke unter Zugabe von Salzen geröstet wird und im nächsten Schritt mit anderen Metallen wie Aluminium weiter reduziert werden. Bei der Gewinnung von Vanadium aus Erdöl kommt eine Emulsion zum Einsatz. Das weitaus meiste Vanadium wird allerdings nicht in reinem Zustand, sondern als sogenanntes Ferrovanadium verwendet,

Wo wird Vanadium gefördert?

Südafrika, China und Russland sind global die wichtigsten Nationen mit wirtschaftlich bedeutender Vanadiumförderung.

Investieren in Vanadium?

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Die Kursentwicklung für den Vanadium Preis korreliert stets mit Angebot und Nachfrage auf dem Weltmarkt. Informieren Sie sich, ob es sich lohnt, Vanadium Werte zu kaufen oder Vanadium zu verkaufen. Beachten Sie den aktuellen Vanadium Preis Chart .

Wissenswertes zum Handel mit Vanadium

Vanadium erlebt derzeit neue Popularität: Als Komponente in Vanadium-Redox-Akkumulatoren wird es zum hochinteressanten Material für neue Generationen von Batterien für Elektrofahrzeuge.