Für Australian Vanadium Ltd. (ASX: AVL, ISIN: AU000000AVL6; WKN: A2ABRH) hat sich das „Nachbohren“ gelohnt: Bei der Untersuchung der Vanadiumvorkommen nahe der westaustralischen Stadt Meekatharra haben sich exzeptionelle neue Erkenntnisse herauskristallisiert. Der Vanadium-Explorer aus Perth hatte schon im Februar gemeldet, dass man im  Zuge von Bohrungen in den südlichen Streichenerweiterungen des gleichnamigen Projekts auf hochgradige bodennahe Mineralisierungen gestoßen sei, die zu einem Update der Ressourcen führen. Wie der neueste Stand aussieht ist, teilte Australian Vanadium am Mittwoch mit.

Die Aktualisierung auf Grundlage von Tiefen- und Zwischenbohrungen sowie Messungen der magnetischen Suszeptibilität haben bemerkenswerte Ergebnisse ans Licht gebracht. Den neuen Zahlen nach ist die Gesamtressource des Projektes um 9,5 Prozent auf 208,2 Millionen Tonnen zu 0,74 Prozent Vanadiumpentoxid gestiegen. Die darin enthaltene hochgradige Ressource hat sich dabei obendrein verdoppelt.

Erfreuliche News für die Investoren

Bei Gesprächen mit potentiellen Geldgebern für das Projekt steht deren der Wunsch nach einer risikofreien und großen Ressourcenbasis im Vordergrund. Wie Australian Vanadium-Geschäftsführer Vincent Algar erklärt, bringen die neuen Werte jetzt zusätzliche Anreize für Investoren. Weiterhin bringt die Ressourcenaktualisierung Vorteile für die Planung der Mine und größere Flexibilität für den Zeitplan. Das ist relevant, damit die Zufuhr- und Konzentratspezifikationen für die Verarbeitung optimiert und hochreine Vanadium-Produkte gewonnen werden können.

Die Zahlen im Detail

Die aktualisierte Mineralressource befindet sich in einem massiven hochgradigen Magnetithorizont und darüber liegenden, niedergradigen disseminierten Magnetithorizonten. Diese Magnetitzonen stehen im Mittelpunkt der aktuellen Wirtschaftsstudien. Die angezeigte Ressource der ausgeprägten hochgradigen Zone stieg der Aktualisierung nach um 115 Prozent auf 25,1 Millionen zu 1,10 Vanadiumpentoxid.

Die gesamte angezeigte, gemessene und abgeleitete Ressource erhöhte sich um 9,5 Prozent auf 208,2 Millionen Tonnen zu 0,74 Prozent Vanadiumpentoxid. Diese Zahl setzt sich aus 10,1 Millionen gemessener Tonnen zu 1,14 Prozent Vanadiumpentoxid, angegebenen 69,6 Millionen zu 0,72 Prozent und abgeleiteten 128,5 Millionen zu 0,73 Prozent zusammen.

Der aktualisierte hochwertige Anteil liegt bei nunmehr 87,9 Millionen Tonnen bei 1,06 Prozent Vanadiumpentoxid, bestehend aus gemessenen 10,1 Millionen Tonnen zu 1,14 Prozent, angezeigten 25,1 Millionen Tonnen bei 1,10 Prozent und abgeleiteten 52,7 Millionen Tonnen zu 1,04 Prozent Vanadiumpentoxid.

Der Anstieg der angezeigten Tonnage in der hochgradigen Kategorie stammt größtenteils aus den südlichen Streichenblöcken 50 und 60. Die Bohrlöcher, aus denen die Proben stammen, wurden im Dezember 2019 gebohrt und die Ergebnisse im Januar 2020 gemeldet. Der erfolgreiche Übertrag von 13 Millionen Tonnen vorhandener hochwertiger Mineralressourcen von der abgeleiteten in die angezeigte Kategorie unterstützt die laufenden Optimierungsstudien zur potenziellen Verlängerung der Lebensdauer der Mine über die in der Machbarkeitsstudie genannte Laufzeit von 17 Jahren.

Zum Vergleich: Die ältere Schätzung

Ende November 2018 waren die Mineralressourcen von Australian Vanadium noch auf 183,6 Millionen Tonnen zu 0,76 Prozent Vanadiumpentoxid aktualisiert worden (damals: 10,2 Millionen Tonnen zu 1,11 Prozent Vanadiumpentoxid gemessen, 40,7 Millionen Tonnen zu 0,66 Prozent abgleitet und 132,7 Millionen Tonnen zu 0,77 Prozent abgeleitet).

Attraktivität des Projektes wächst

Australian Vanadium besitzt eines der hochwertigsten Vanadium-Projekte, die aktuell weltweit entwickelt werden. Das Gebiet in Western Australia erstreckt sich über eine Fläche von 260 Quadratkilometern. Bis zum Firmensitz in Perth sind es 740 Kilometer.

Die Erhöhung der Tonnagen sowohl bei den angezeigten als auch bei den gesamten Ressourcen erhöht die globale Bedeutung des Projekts, das mit denen von Largo Resources (Brasilien) und Bushveld Minerals (Südafrika) vergleichbar ist.

Das Australian Vanadium-Projekt ist somit eine ideale Investitionsmöglichkeit für potenzielle Investoren und Joint-Venture-Partner, die auf der Suche nach einer risikofreien und potenten Ressourcenbasis sind. Der Aktienkurs von Australian Vanadium stabil. Die Wertpapiere wurden am Mittwoch zu 1,2 Cent pro Stück gehandelt.

Technische Details: Aktualisierte Erkenntnisse durch Bohrungen

Reverse Circulation-Bohrungen, die bereits 2018 abgeschlossen wurden, sind in das aktualisierte geologische Modell für diese Mineralressource eingeflossen. Sechs dieser Löcher wurden in zwei Abschnitten des neu benannten Verwerfungsblocks 40 gebohrt, um Fülllinien mit 140 Metern Abstand zu erreichen. Der erste Absatz in der Mitte des untersuchten Areals spiegelte die erwarteten Ergebnisse für den Standort und die Essenz der hoch- und niedergradigen Bereiche wieder.

Im Oktober 2019 wurden dreizehn weitere RC-Löcher auf 1.225 Metern in den (ebenfalls neu nummerierten) Verwerfungsblöcken 20 und 30 gebohrt. Die Löcher füllten den Bereich um die Verwerfung auf, der die beiden Zonen trennt. Die Bohrungen bestätigten die ungestörte Fortsetzung des Blocks 20 bis zur Hauptverwerfungszone.

Bei den zielgerichteten Bohrungen handelt es sich um Auffüll-Bohrungen zwischen den bereits bekannten Bohrungen sowie Löcher in größeren Tiefen. In ihrer Teufe bleibt die Lagerstätte weiterhin offen. Damit besteht die Möglichkeit, in der Zukunft abgeleitete Ressourcen entlang der 11,5 Kilometer langen Streichen in gemessene und angezeigte Mengen umzuwandeln.

Quelle: Australian Vanadium Ltd.

Magnetismus für Exploration und Produktion

Auch die Physik spielte eine wichtige Rolle, nicht nur für das Ressourcenupdate. Eine detaillierte Analyse der magnetischen Suszeptibilität (Fachterminus: Magsus) der Mineralisierungen gibt Hinweise für eine optimierte Rückgewinnung des Vanadiums. Da das Element im Magnetit eingelagert ist, ist die magnetische Trennung einer der Hautprozesse bei der Anlagenkonstruktion zur Aufbereitung des Erzes.

Elementar ist weiterhin die Abschätzung der Oxidationszone durch Magsus-Messungen.  Diese korrelieren stark mit den durch das Magnetometer Satmagan gewonnenen Daten sowie räumlich mit dem 3D-Modell der magnetischen Inversion, das aus der luftgestützten Vermessung des Gebietes gewonnen wurde. Die Datenbank mit den historischen Messungen wird derzeit aktualisiert.

Schüttdichte: Alles wie gehabt

Beim Ressourcenupdate waren keine wesentlichen Änderungen an den Regressionen erforderlich, die für die Schüttdichte im Mineralressourcen-Update vom November 2018 verwendet wurden.

Technische Details und geologische Voraussetzungen zum Ressourcenupdate können in der aktuellen Pressemitteilung nachgelesen werden. Auch eine neue Unternehmenspräsentation ist seit heute verfügbar.