Auch angesichts der COVID-19-Krise hat Australian Vanadium Ltd (ASX: AVL, ISIN: AU000000AVL6; WKN: A2ABRH) sein gleichnamiges Flaggschiffprojekt erfolgreich vorangetrieben. Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, ist eine weitere Hürde auf dem Weg zur Aufnahme der Produktion genommen: Der angestrebte Minenpachtvertrag wurde amtlich bewilligt. Zugleich tut sich ein zusätzliches Mittel zur Finanzierung des Betriebes auf: die Vermarktung eines Nebenproduktes aus der Vanadium-Gewinnung.

In den letzten Wochen war etwas ruhiger geworden um Australian Vanadium. Nun meldet sich der Rohstoff-Explorer aus Perth mit erfreulichen Neuigkeiten für seine Investoren zurück.

Minenlizenzvertrag bewilligt

In einer aktuellen Meldung gab das Unternehmen bekannt, dass der erwartete Minenpachtvertrag (amtlich: M51/ 878) durch das australische Ministerium für Bergbau, Branchenregulierung und Sicherheit offiziell genehmigt wurde. Die anfängliche Laufzeit dieses Vertrages beträgt 21 Jahre, mit Beginn am 28. August 2020. Damit erreicht Australian Vanadium eine entscheidende Etappe in der Entwicklung seines gleichnamigen Projekts bei Meekatharra in Western Australia.

Das Projekt besteht aus insgesamt elf Liegenschaften mit einer Gesamtfläche von 760 Quadratkilometern und wird zu 100 Prozent von Australian Vanadium gehalten. Die neue Lizenz deckt approximativ 70 Prozent der deklarierten Mineralressourcen auf einem zusammenhängenden Gebiet ab. Der Rest der abgeleiteten Ressource befindet sich auf dem Areal des angrenzenden Minenpachtvertrags (51/890), der ebenfalls komplett von Australian Vanadium gehalten wird.

Noch mehr Sicherheit für Investments

Australian Vanadium-Geschäftsführer Vincent Algar erklärte, das es sich bei der Gewährung der Lizenz um einen bedeutsamen Zwischenschritt handle, der Investoren und Finanziers in Australien und weltweit Sicherheit böte. Die Gewährung dieses Pachtvertrages, zusammen mit den vorliegenden technischen Studien, bildet eine solide Basis für den Abschluss der noch ausstehenden Projektgenehmigungen für die endgültige Aufnahme des Bergbaubetriebes.

Calcin als Bonus-Einnahmequelle

Der Pachtvertrag ist nicht die einzige Neuigkeit: In einem Interview mit dem britischen Finanzmedienportal Proactive sagte Algar, dass bei Pilotversuchen am Vanadium-Rückgewinnungs-Flussdiagramm im Projekt ein potenzielles hochwertiges Eisen-Titan-Nebenprodukt identifiziert worden sei: eisenreiches Calcin.

Was für die Vanadium-Gewinnung ein Restprodukt darstellt, ist für andere Branchen ein nützliches Material. Relevant sind kalzinierte Produkte zum Beispiel für die metallverarbeitende oder die Bauindustrie. Um die Kommerzialisierung systematisch anzugehen, werden nun repräsentative Proben für die Vermarktung und weitere Charakterisierung sowie für metallurgische Testarbeiten untersucht.

Die Vermarktung des Nebenproduktes wäre für die Anleger ein weiterer Bonus auf den ohnehin äußerst lukrativen Aussichten, die Australian Vanadium zu bieten hat. Für das Unternehmen würden die Einnahmen zusätzlich einen Beitrag zur Senkung der operativen Kosten leisten. Das ist ein wichtiger Punkt, denn eine preisgünstige Produktion ist insbesondere  für Junioren auf dem volatilen Vanadiummarkt ein wichtiger Faktor.

Der Status bei Coates

Algar äußerte sich außerdem in Hinblick auf ein weiteres Unternehmen von Australian Vanadium, das sogenannte „Coates“-Projekt bei Wundowie nahe Perth. Anfang dieses Jahres waren Australian Vanadium die Bohrlizenzen zur weiteren Exploration des Gebiets erteilt worden. Neben Vanadium sind dort Mineralisierungen von Titan, Eisen und Aluminium nachgewiesen.

Außerdem wurde nördlich von Coates im April von Chalice Gold Mines ein Platin-Palladium-Nickel-Vorkommen entdeckt. Australian Vanadium hat sich mit benachbarten Lizenznehmern wie Lithium Australia zusammengetan, um auch das Coates-Projekt mittelfristig sowohl in Bezug auf Vanadium als auch Platin, Palladium und Nickel zu erschließen.

Ein Blick in die Zukunft

Im Vergleich zu anderen Ländern der Welt ist Western Australia angesichts der weltweiten COVID-19-Pandemie aktuell auf einem stabilen Stand. Die örtliche Regierung ist sehr kooperativ, nicht zuletzt in Hinblick auf die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Branche. Australian Vanadium hat seinerseits die Corona-Zeit engagiert genutzt, um seine Unternehmungen voranzutreiben. Das Flaggschiffprojekt bis Ende dieses beziehungsweise Anfang kommenden Jahres in ein produktives Szenario eintreten.

Über Australian Vanadium

Australian Vanadium ist ein auf Vanadium fokussiertes Rohstoffunternehmen, das seinen Investoren ein exzeptionelles Engagement in sämtlichen Aspekten der Vanadium-Wertschöpfungskette bieten will. Das bezieht sich auf alle Projektschritte vom Abbau bis zu Anwendungen für Stahlindustrie und Energiespeichermedien. Zu diesem Zweck treibt Australian Vanadium die Entwicklung seines Weltklasseprojektes in Western Australia voran.

Das Primärunternehmen ist eines der weltweit am weitesten fortgeschrittenen Vanadium-Projekte. Die Gesamtressource beträgt 208,2 Millionen Tonnen bei 0,74 Prozent Vanadiumpentoxid, inklusive einer hochgradigen Zone von 87,9 Millionen Tonnen zu 1,06 Prozent Vanadiumpentoxid.

Australian Vanadium hat des Weiteren eine örtliche Produktionskapazität für ultrareine Vanadium-Elektrolyte entwickelt, eine der Schlüsselkomponenten für Vanadium-Redox-Flow-Batterien. Diese werden über die 100-prozentige Tochterfirma VSUN Energy Pty Ltd. in Australien aktiv vermarktet.