Australian Vanadium Ltd (ASX: AVL, ISIN: AU000000AVL6; WKN: A2ABRH) vergrößert sein Areal: Wie der Vanadium-Explorer aus Perth am Freitag mitteilte, wurde eine Bergbaulizenz eingereicht, die die südlich an den angestammten Sektor angrenzenden Verwerfungsblöcke der Mineralressourcen umfasst. Dort waren zuvor durch moderne Untersuchungsmethoden und Bohrungen vielversprechende Mineralisierungen lokalisiert worden. In die Machbarkeitsstudie gehen diese Entdeckungen zwar nicht ein, sie bieten dahingegen Potenzial, die Zukunft der Mine zu optimieren.

Der neue Bergbauantrag ergänzt und erweitert die Position von Australian Vanadium in der Gabanintha-Lagerstätte in Western Australia, etwa 40 Kilometer von Meekatharra entfernt. Deren gesamte Mineralressource liegt bei 208,4 Millionen Tonnen zu 0,74 Prozent Vanadiumpentoxid inklusive 87,9 Millionen Tonnen zu 1,06 Prozent innerhalb einer hochgradigen Zone. Vier Prospektionslizenzen (P51 / 3073, P51 / 3074, P51 / 3075 und P51 / 3076) wurden durch die Ausgabe von Aktien erworben und von dritter Partei übertragen, um alle erforderlichen Pachtverhältnisse abzusichern.

Bonus-Mineralisierungen zur Optimierung

Geschäftsführer Vincent Algar gab ein Statement zur Transaktion ab: Australian Vanadium habe von nun an den gesamten Mineralisierungsstreich in Bergbaulizenzen zusammengefasst, um seinem gleichnamigen Projekt eine performante Zukunft zu verleihen. Die Mineralressourcen im neuen Antragsgebiet werden allerdings nicht Teil der Machbarkeitsstudie sein, sondern unabhängig von dieser weitere Möglichkeiten zur Optimierung, Produktionsskalierung und Lebensdauerverlängerung der Mine bereithalten.

Komplette Abdeckung der Mineralisierung

Das neue Antragsgebiet grenzt unmittelbar südlich an den MLA 51/878-Antrag an und deckt damit den verbleibenden Streichen des zu 100 Prozent von Australian Vanadium gehaltenen Projekts in Gabanintha ab. Die Lizenzen MLA51/890 (südlich) und MLA 51/878 (nördlich) sichern die maximale Verfügbarkeit der Streichen in Gabanintha.

Die nördliche Lizenz ist Grundlage der bankfähigen Machbarkeitsstudien; die neue südliche Applikation stellt weitere Flexibilität für zukünftige Infrastrukturarbeiten sowie eine Optimierung der Lebensdauer des Projektes in Aussicht. Die Mineralressource auf diesem Pachtantragsgebiet liegt bei 27,5 Millionen Tonnen zu 0,76 Prozent Vanadiumpentoxid inklusive 14,8 Millionen Tonnen zu 0,99 Prozent Vanadiumpentoxid in einer hochgradigen Magnetitzone.

Zwei Gruben und Infrastruktur vorgesehen

Die Infrastruktur der neuen Lizenz soll zwei Tagebaugruben beinhalten, dazu Abfalldeponien, Mutterbodenvorräte, Transportstraßen und einen Bergbauarbeitsbereich. Das Gebiet wird im Rahmen des Gesamtbetriebsplans optimiert, entwickelt und abgebaut.

Die aktuell in dem neuen Lizenzgebiet definierten Mineralressourcen stützen sich auf die Ergebnisse von Bohrprogrammen aus der Zeit zwischen 2008 und 2019; Australian Vanadium hatte außerdem im März dieses Jahres eine aktualisierte Mineralressource auf Basis zusätzlicher Ergänzungsbohrungen deklariert. Die Bruchscholle 70 im neuen Lizenzgebiet verfügt über eine abgeleitete Mineralressource, die auf Bohrungen aus den Jahren 2008 und 2009 basiert. Diese historischen Bohrlöcher ergaben die Kontinuität der geschichteten Gabbro-Intrusionen („Lady Alma“), innerhalb derer sich die massive und verbreitete Vanadium-Titan-Magnetit-Mineralisierung befindet.

Erfolg versprechende Werte aus Bohrungen

Bereits in der Vergangenheit hatten in den südlichen Verwerfungsblöcken Bohrungen hochwertiges, nur gering verwittertes Vanadium nachgewiesen. Das impliziert eine hohe magnetische Rückgewinnung und Konzentratqualität.

Die besten Ergebnisse der Bohrungen in Bruchscholle 70 ergaben aus Rückwärtsbohrungen („Reverse Circulation Drilling“) 33 Meter mit 1,08 Prozent Vanadiumpentoxid aus 46 Metern (9 Meter mit 1,22 Prozent aus 61 Metern) bei Bohrloch 0045; 15 Meter mit 1,06 Prozent Vanadiumpentoxid aus 62 Metern (6 Meter mit 1,24 Prozent aus 65 Metern) bei Bohrloch 0047 sowie 14 Meter mit 1,02 Prozent Vanadiumpentoxid aus 15 Metern (6 Meter mit 1,24 Prozent aus 22 Metern) bei Bohrloch 0043 und 9 Meter mit 1,20 Prozent Vanadiumpentoxid aus 46 Metern (6 Meter mit 1,25 Prozent aus 48 Metern) bei Bohrloch 0044.

Bei Diamantkernbohrungen lagen die Ergebnisse bei 16 Metern mit 1,12 Prozent Vanadiumpentoxid aus 36 Metern (11 Meter bei 1,25 Prozent aus 40 Metern) bei Bohrloch 907 sowie 18 Metern bei 0,99 Prozent Vanadiumpentoxid aus 193 Metern (8 Meter bei 1,29 Prozent) aus 202 Metern bei Bohrloch 909.

Magnetinversion zeigt Bodenschätze an

Die südlichen Gebiete hatten für Australian Vanadium bislang keine Priorität, da die Exploration sich eingangs auf den nördlichen Teil der Lagerstätte konzentrierte. Dabei hat sich gezeigt, welche Bedeutung die magnetische Reaktion des Erzes während der Aufbereitung hat. Magnetische Suszeptibilität (das ist das Verhältnis zwischen Magnetisierung und magnetischer Feldstärke) kann eingesetzt werden, um Bereiche anzuvisieren, die höheren Magnetismus und geringere oberflächennahe Verwitterung aufweisen.

Im vergangenen Jahr wurde eine 3D-Modellierung der magnetischen Inversion durchgeführt, die die Qualität der Lagerstätte in den südlichen Verwerfungsblöcken unterstreicht und einen zusätzlichen Streichen von 500 Metern anzeigt, der Potenzial für weitere hochwertige Bohrungen aufweist. Dort wurde eine stärkere und flachere Reaktion festgestellt, was auf eine verstärkte Empfänglichkeit zur Rückgewinnung durch magnetische Trennung hinweist. Es wurde ein Magnetinversionsmodell unter Verwendung von aeromagnetischen 50-Meter-Fluglinien über die Gesamtausdehnung des Magnetits hergestellt. Sowohl dieses Modell als auch die ursprüngliche Vermessung nahm das renommierte  Beratungsunternehmen Southern Geoscience Consultants (SGC) aus Perth vor.

Bohrungen bestätigen Modell

Aufgrund der Ergebnisse konnten im vergangenen Dezember in den Verwerfungsblöcken 50 und 60 Bohrungen durchgeführt werden, deren Resultate in Bezug auf Verwitterung und magnetische Reaktion mit den Angaben des 3D-Inversionsmodells korrelieren. Diese positiven Werte leisten einen bedeutenden Beitrag zur Flexibilität des Minenplans in der bankfähigen Machbarkeitsstudie bei. Stark magnetisches Material kann bereits in der Frühphase der Minenlebensdauer verarbeitet und so die Vanadiumrückgewinnung erhöht werden.

Visuelle Darstellungen der magnetischen Gesamtintensität belegen, dass die oberflächennahe magnetische Signatur im südlichen Erweiterungsblock stark ausfällt. Bohrungen in diesem Bereich wurden vor mehr als einem Jahrzehnt nur in begrenzt aussagefähiger Weise durchgeführt. Die starken magnetischen Reaktionen unterstreichen das Potential des Verwerfungsblocks 80.

Optimale Wertschöpfung für Anleger

Australian Vanadium bietet seinen Anliegern einzigartiges Engagement in allen Aspekten der Vanadium-Wertschöpfungskette, angefangen von der Ressource bis hin zu Endprodukten in der Stahl- oder Energiespeicherproduktion. Das gleichnamige Projekt bei Gabanintha ist aktuell eines der weltweit am weitesten vorangeschrittenen Vanadiumprojekte mit 208,2 Millionen Tonnen bei 0,74 Prozent Vanadiumpentoxid und einer hochgradigen Zone von 87,9 Millionen Tonnen bei 1,06 Prozent.