Der Rohstoff Wolfram ist nicht an der Börse als Future handelbar. Wer auf das weiß glänzende Schwermetall setzen will, muss einen Blick auf die Wolfram-Produzenten werfen.

Wolfram wird beziehungsweise wurde nicht nur für Glühlampen sondern für vielfältige Produkte des täglichen Lebens als unverzichtbarer Bestandteil verwendet. Neue Technologien, Elektronik, Stahllegierungen (Hartmetalle), Luftfahrt- , Freizeit- und Automobilbereich, die Aufzählung könnte ewig weitergehen, brauchen den wertvollen Rohstoff. Die größten Lagerstätten gibt es in China, USA, Korea, Peru, Bolivien, Russland, Portugal, Kasachstan und sogar in Österreich im Felbertal in den Hohen Tauern.

Weltweit produziert China etwa 80 Prozent des Wolframs und ist dennoch inzwischen Nettoimporteur. Die USA, Europa und Japan sorgen global nur für rund fünf Prozent Wolfram-Produktion, verbrauchen aber ungefähr 55 Prozent. Da Wolfram in der westlichen Welt nur in geringem Maße verfügbar ist, wurde er von der Europäischen Union (EU) als „kritischer Rohstoff“ eingestuft. So haben sich die Preise für den wertvollen Rohstoff seit Anfang 2010 in etwa verdoppelt. Allgemein wird mit einer Nachfragesteigerung von fünf bis acht Prozent jährlich für die nächsten Jahre gerechnet. Für die EU liegt es daher nahe zu versuchen etwas unabhängiger von Wolfram aus China uns anderen exotischen Gegenden zu werden.

Dies ist durchaus nicht unmöglich. Denn eine der größten und auch ältesten Wolfram-Minen der Welt ist die Panasqueira-Wolfram-Mine in Portugal. Die Produktion begann dort bereits im Jahre 1898. In Portugal, einst einem der führenden Länder in der Wolfram-Produktion, sind heute einige Bergbau-Gesellschaften aktiv.

Neben Colt Resources ist besonders Blackheath Resources in Portugal aktiv. Gerade verkündete das kanadische Unternehmen (ISIN: CA09238D1069), das mehrere Projekte verfolgt, dass das erste Diamantbohrprogramm auf dem Brekzie Santa Helena-Projekt bei Borralha gestartet wurde. Es handelt sich um ein historisches Wolfram-Projekt im Norden Portugals. In früheren Zeiten war es das größte Wolfram-Projekt im Land und die Gesellschaft besitzt daran 100 Prozent.

1985 wurde die Produktion aufgrund damals niedriger Wolfram-Preise eingestellt. Die bereits bestätigten beachtlichen Mengen von Wolfram an der Oberfläche (20 Meter mit einem Gehalt von 0,33 Prozent Wolframtrioxid, einschließlich fünf Meter mit 1,09 Prozent Wolframtrioxid) sollen nun in den nächsten drei Monaten mit bis zu acht Bohrlöchern näher erforscht werden.

Daneben gehört Blackheath die ebenfalls früher produzierenden Wolframprojekte Covas (historisch: 7,2 Millionen Kilo Wolfram), Arga, Vale das Gatas, Adoria und Bejanca (Wolfram und Zinn). Da an dem vielfach eingesetzten Rohstoff Wolfram wie gesagt nur über Minengesellschaften partizipiert werden kann, sollte man auch in Zukunft ein Auge auf diese Vertreter der Bergbau-Branche werfen.