Im Februar Kodiak Copper (TSX-V: KDK, WKN: A2P2J9, ISIN: CA50012K1066) von Bohrergebnissen berichtet, die auf bedeutende Mineralisierungen auf seinem Flaggschiffprojekt „MPD“ im südlichen British Columbia hinweisen (wir berichteten). Gleich nebenan befindet sich eine geologisch ähnliche Liegenschaft, die ihrerseits vielversprechende Aussichten verheißt. Kodiak fügt seinem Kupfer-Gold-Projekt damit weitere Fläche hinzu.

„MPD“ ist das fortgeschrittenste Projekt von Kodiak Copper. Das Unternehmen hatte dort im vergangenen Jahr eine hochgradige Mineralisierung innerhalb einer breiten vererzten Ummantelung entdeckt. Wie Kodiak Copper am Montag bekanntgab, konnte das Areal des Flaggschiffprojekts jetzt durch die Übernahme einer unmittelbar südlich angrenzenden Liegenschaft deutlich vergrößert werden. „Axe“ heißt das neue, 4.980 Hektar messende Gebiet, an dem man nun eine 100-prozentige Beteiligung hält. Insgesamt verfügt Kodiak damit nunmehr über 14.716 Hektar Projektfläche.

Die Transaktion in Zahlen

Übernommen wurde das Areal vom ebenfalls in Vancouver ansässigen Mitbewerber Orogen Royalties. Für die 100-prozentige Beteiligung an „Axe“ gibt Kodiak 950.000 Unternehmensaktien bei Abschluss der Transaktion aus, hinzu kommt eine zweiprozentige NSR-Lizenzgebühr für die Liegenschaft, von der 0,5 Prozent jederzeit für 2.000.000 CAD erworben werden können (NSR: „Net Smelter Return“; das ist ein Prozentsatz des Bruttogewinns eine Mine, abzüglich Transport- und Verarbeitungskosten sowie Versicherung, der als Teil einer Kaufvereinbarung beispielsweise an den Vorbesitzer einer Liegenschaft auszuzahlen ist.

Nach Abschluss der ersten 5.000 Bohrmeter auf „Axe“ folgen eine Barzahlung im Wert von 75.000 Orogen-Aktien (jedoch maximal 50.000 CAD) sowie im Wert von 200.000 Orogen-Aktien (maximal 200.000 CAD) bei der Bekanntgabe einer nachgewiesenen oder angedeuteten Schätzung der Mineralressource von mindestens 500.000.000 Tonnen Material mit mindestens 0,40 Prozent Kupferäquivalent. Zudem soll eine Barzahlung im Wert von 250.000 Orogen-Aktien (maximal 200.000 CAD) nach Abschluss einer Machbarkeitsstudie für die Liegenschaft „Axe“ erfolgen.

„Axe“ als attraktives Gelände mit Potenzial

„Axe“ ist sowohl technisch als auch in Bezug auf die erhofften Bodenschatzfunde vorteilhaftes Areal: Ein ganzjähriger Zugang über asphaltierte Straßen und der Anschluss an die örtliche Infrastruktur sind gegeben.

Zudem beherbergt „Axe“ einen aus den vier nachgewiesenen bohrerprobten Zentren „West“, „Adit“, „Mid“ und „South“ bestehenden Kupfer-Gold-Porphyr-Komplex. Diese Zonen liegen innerhalb eines sich über 17 Quadratkilometer erstreckenden hydrothermalen Fußabdrucks. (Unter „hydrothermalen Lagerstätten“ verstehen Geologen mineralische Ausscheidungen, die aus heißen wässrigen Lösungen unter hohem Druck kristallisieren).

Damit hat das Gelände handfestes Potenzial, zusätzliche Ziele bereitzuhalten die den bereits bekannten in der „Gate“-Zone geologisch ähneln. „Axe“ befindet sich ebenfalls im sogenannten Nicola-Vulkangürtel, der mit den Minen „Highland Valley“, „Copper Mountain“ und „New Afton“ in Verbindung steht.

Die Liegenschaft verfügt über eine Genehmigung für mehrjährige, gebietsbezogene Explorationen; die Verfügbarkeit umfangreicher Datensätze aus vorangegangenen Arbeiten erlaubt eine schnelle und effiziente Bestimmung neuer Ziele.

Historische Erforschung mit interessanten Ergebnissen

„Axe“ ist historisch bereits sorgfältig exploriert worden: Insgesamt 264 Löcher über zusammen 24.577 Meter sind seit den Sechzigerjahren angelegt worden, die meisten davon als oberflächennahe Perkussions- beziehungsweise Bohrungen mit Umkehrspülung („Reverse Circulation“/ „RC“-Bohrungen). Nur ein Dutzend der Diamantbohrlöcher ist in Tiefen jenseits von 300 Metern vorgedrungen.

Bei den historischen Bohrungen wurden im Zielgebiet „West“ unter anderem 124 Meter mit einem Gehalt von 0,38 Prozent Kupfer und 0,22 Gramm Gold pro Tonne ermittelt, inklusive einem Intervall von 10,5 Metern zu 1,55 Prozent Kupfer und 0,94 Gramm Gold pro Tonne. Andere Löcher durchteuften dort 45 Meter mit 0,53 Prozent Kupfer und 0,15 Gramm Gold pro Tonne sowie 49,5 Meter mit einem Kupfergehalt von 0,31 Prozent und 1,29 Gramm Gold pro Tonne.

Die „1516“-Zone

Besonderes Augenmerk liegt weiterhin auf der sogenannten „1516-Zone“, die Kodiak als kurzfristiges, bislang aber noch wenig erkundetes Bohrziel benennt. „1516“ liegt im östlichen „Nicola Group Belt“-Gestein und hat, was geochemische und –physikalische Eigenschaften betrifft, große Ähnlichkeit mit der bekannten „Gate“-Zone.

Es handelt sich gleichfalls um eine 2.200 mal 400 Meter messende, offene Kupfer-Gold-Molybdän-Bodenanomalie, deren Ladungs- und Leitfähigkeit übereinstimmt. Dargestellt wird sie durch ein Magnettief beziehungsweise eine Unterbrechung innerhalb des örtlichen Nord-Nordost-Verlaufs. Möglicherweise steht sie in Verbindung mit Verwerfungen oder Abspaltungen des Summers-Creek-Bruchs.

Geschäftsleitung sieht vielversprechende Chancen

Claudia Tornquist, die Vorsitzende und Geschäftsführerin von Kodiak Copper, bezeichnete in einem Statement den Erwerb von „Axe“ als hervorragende strategische Ergänzung. Durch die historisch bezeugten Kupfer-Gold-Porphyr-Zentren habe das Gelände das Potenzial für eine großflächige entsprechende Mineralisierung. Nicht nur die Entdeckungen durch die oberflächennahen Bohrungen an der westlichen Seite des Geländes, sondern auch noch wenig erforschte Gebiete wie die „1516“-Zone böten erhebliche Explorationsmöglichkeiten. Man freue sich, so Tornquist, dieses „Potenzial zu erschließen, um möglicherweise eine weitere ‚transformative‘ Entdeckung zu machen.“

Auch Chris Taylor, Vorstand bei Kodiak Copper und bekannt für seine erfolgreichen Goldentdeckungen bei Great Bear Resources, zeigt sich zufrieden mit der Erweiterung des Projektgeländes. Er sieht den Zugriff von Kodiak auf die leicht zugängliche Kupfer-Gold-Region im Quesnel-Gürtel vor dem Hintergrund der aktuellen positiven Bedingungen des Kupfer-Rohstoffmarktes als überzeugenden Vorzug für die Aktionäre.

Bei den historischen Bohrungen auf „Axe“ könnten ähnlich hochgradige Ziele wie die der „Gate“-Zone übersehen worden sein. Deshalb, so Taylor, werde man nun denselben systematischen Ansatz zur Exploration anwenden wie bei der Entdeckung von „Gate“.