Die Woche startete mit erfreulichen News von Kodiak Copper Corp. (TSX-V: KDK, OTC: KDKCF, ISIN: CA50012K1066) Wie der Kupferexplorer aus Vancouver am Montagabend meldete, liegen die Ergebnisse von neun weiteren Bohrlöchern des Projekts „MPD“ vor. Abermals wurden dort im Rahmen der laufenden Bohrprogramme am Ziel „Gate“ bedeutende Gehalte ausgewertet, wobei es eines der Löcher unter die aktuellen Top-3-Werte brachte. Updates gibt es außerdem zum Stand der Planungen für den Rest des Jahres und 2022.

Das Kupfer-Gold-Porphyr-Projekt „MPD“ erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 14.716 Hektar im südlichen Quesnel Terrane, das ist der wichtigste kupfer- und goldproduzierende Landstrich in British Columbia. Das Gelände befindet sich unweit mehrerer produzierender Minen und auf halbem Weg zwischen den Städten Merrit und Princeton. Das Projekt ist im 100-prozentigen Besitz von Kodiak.

Geschäftsleitung: Alles läuft nach Plan

Kodiak Copper führt auf „MPD“ zurzeit mit Hilfe von zwei Bohranlagen ein voll finanziertes Explorationsprogramm durch, das sowohl Bohrungen als auch Prospektierungen sowie Kartierungen und Schürfarbeiten beinhaltet. Außerdem werden geophysikalische, geochemische und umweltrelevante Untersuchungen durchgeführt. Die für dieses Jahr vorgesehenen Arbeiten schreiten dabei ganz nach Plan und konform zum Budget voran.

Claudia Tornquist, die Geschäftsführerin und Vorsitzende von Kodiak Copper, bestätigte in einem Statement, dass „Gate“ weiterhin beeindruckende Bohrergebnisse liefere. Die bisherigen Fortschritte der Arbeiten im Rahmen des bisher größten Explorationsprogramms auf „MPD“ fielen zur Zufriedenheit aus, ungeachtet der speziellen schwierigen Wetterbedingungen der vergangenen Monate. Unter anderem hatten Waldbrände zur temporären Unterbrechung der Arbeiten geführt.

Die Entdeckung der „Gate“-Zone, so Tornquist weiter, sei nur der erste Schritt der Explorationsstrategie, die den gebietsweisen Ansatz von Kodiak unter Beweis stelle und richtungsweisend für weitere Ziele im „MPD“-System sei. Bei diesem handelt es sich nach Interpretation von Kodiak um ein multizentrisches Porphyr-System. Die erfolgreiche Herangehensweise von „Gate“ soll nun in der „Dillard“-Zone erneut zum Tragen kommen. Man freue sich auf die Überprüfung weiterer interpretierter Bohrziele im Verlauf des kommenden Jahres.

Neues aus der „Gate“-Zone

Es liegen die Ergebnisse aus neun weiteren Bohrlöchern vor, die innerhalb der hochgradigen Zone „Gate“ niedergebracht wurden. Diese Löcher lieferten weitere Erkenntnisse zur Mineralisierung des Porphyr-Zieles im Zentrum der Zone, erweiterten deren Rand aber auch in Richtung Süden und Westen. Dabei bleibt „Gate“ auch weiterhin in mehrere Richtungen offen. Die Bohrungen bei „Gate“ identifizierten Muster stark mineralisierter Porphyr-Alterierung, Sulfid-Zonen sowie Strukturkontrollen von niedergradigen Hüllen umgebener hochgradiger Gebiete.

Die Bohrlöcher MPD-21-008 bis 015 waren in verschiedenen Azimut-Winkeln von einer Bohrstelle in 575 Metern Entfernung zur letztjährigen Bohrungen niedergebracht, wobei eine Bohrung – Nummer 014 – vor der Zieltiefe aufgegeben werden musste. Die Löcher 016 und 024 dienten als Auffüllbohrungen, um die Durchgängigkeit der hochgradigen „Gate“-Mineralisierung von neuen, mittig in der einen Kilometer langen Kupfer-in-Boden-Anomalie gebohrten Löchern zu prüfen. Das Bohrloch MPD-21-007 wiederum wurde ausgehend von einer Bohrstelle am nördlichen Ende von „Gate“ aus dem Vorjahr aus niedergebracht, um die Ausweitung der Kupfervererzung gen Westen zu prüfen.

Rekord-Loch im Zentrum von „Gate“

Im aktuellen Update stellt Kodiak zum einen drei neue Bohrlöcher heraus, die auf etwa 500 Meter Streichenlänge unter dem Kupfer-in-Boden-Ziel der zentralen „Gate“-Zone vorgetrieben wurden. Diese Löcher kreuzten beachtliche Gehalte und Längen einer Kupfer-Gold-Vererzung.

Loch MPD-21-016 stieß innerhalb eines mächtigen 504-Meter-Abschnitts zu 0,37 Prozent Kupfer, 0,15 Gramm Gold pro Tonne und 1,11 Gramm Silber pro Tonne (0,47 Prozent Kupfer-Äquivalent) auf ein höhergradiges Intervall von 105 Metern zu 0,50 Prozent Kupfer, 0,39 Gramm Gold pro Tonne und 1,57 Gramm Silber pro Tonne (0,76 Prozent Kupfer-Äquivalent). Dieses Loch beeindruckt auch anderweitig: Es war oberflächennah (hier: 21 Meter) bis in 720 Meter Bohrlochtiefe, also auf insgesamt 699 Metern mineralisiert – das macht es zum drittbesten Bohrloch, das Kodiak bis dato ausgeführt hat. Relevant für die Bewertung ist der Prozentgehalt an Kupfer multipliziert mit der Mächtigkeit.

Das Bohrloch MPD-21-012 schnitt innerhalb eines 243-Meter-Abschnitts zu 0,31 Prozent Kupfer, 0,08 Gramm Gold pro Tonne und 0,35 Gramm Silber pro Tonne (0,36 Prozent Kupfer-Äquivalent) ein Intervall von 108 Meter zu 0,45 Prozent Kupfer, 0,09 Gramm Gold pro Tonne und 0,59 Gramm Silber pro Tonne (0,51 Prozent Kupfer-Äquivalent).

Bohrloch MPD-21-024 wiederum traf in einem mächtigeren 447-Meter-Abschnitt zu 0,21 Prozent Kupfer, 0,11 Gramm Gold pro Tonne und 0,72 Gramm Silber pro Tonne (0,29 Prozent Kupfer-Äquivalent) auf einen Abschnitt von 42 Metern, der 0,32 Prozent Kupfer, 0,34 Gramm Gold pro Tonne und 1,56 Gramm Silber pro Tonne (0,55 Prozent Kupfer-Äquivalent) ausgab.

An den Rändern von „Gate“

Weitere sechs neue Bohrlöcher sollten die von Pyrit dominierten Bereiche in der Umgebung hochgradigerer Mineralisierungen testen, um die Definition das „Gate“-Porphyr-Zentrums zu stützen. Dabei stießen zwei Bohrungen auf eine beachtenswerte Goldvererzung in Quarz-Karbonat-Gängen und Quarz-Serizit-Alterierungs-Zonen am Ost- und Westrand von „Gate“. Loch MPD-21-015 schnitt sechs Meter zu 2,40 Gramm, Loch MPD-21-011 3,5 Meter mit 3,58 Gramm Gold pro Tonne. Eine solche Pryrit-dominierte, goldreiche Mineralisierung weist typischerweise auf die Außenränder von Kupfer-Porphyr-Systemen hin und dient zugleich der Identifikation von potenziellen, neuen und goldreichen Bohrzielen.

Fünf der sechs Löcher durchteuften des Weiteren anomale beziehungsweise niedergradige Kupfer-Gold-Mineralisierungen. Dort dominierte in bedeutenden Mächtigkeiten Pyrit über Chalkopyrit. Beachtenswerte Ergebnisse aus diesen Bohrungen erbrachte beispielsweise Bohrloch MPD-21-007 (132 Meter zu 0,15 Prozent Kupfer, 0,08 Gramm Gold pro Tonne und 0,43 Gramm Silber pro Tonne (0,21 Prozent Kupfer-Äquivalent). Bohrloch MPD-21-013 schnitt 318 Meter zu 0,14 Prozent Kupfer, 0,06 Gramm Gold pro Tonne und 0,13 Gramm Silber pro Tonne (0,20 Prozent Kupfer-Äquivalent).

Die systematischen Bohrungen in „Gate“ durchteuften weiterhin erfolgreich die porphyr-bezogene Mineralisierung und Muttergestein über 950 Meter der Streichenlänge. Tiefe (850 Meter) und Mächtigkeit (350 Meter) sind dabei ganz typisch für vergleichbare, multizentrische Kupfer-Porphyr-Lagerstätten in der Region.

Die Ergebnisse aus der Pyrit-dominierten Zone ähneln in ihren Gehalten und Längen der ermittelten Abschnitte jenen Ergebnissen, die bei historischen Bohrungen andernorts auf dem „MPD“-Areal gemacht wurden. Die „Gate“-Zone war neben und unterhalb von solchen historischen Abschnitten entdeckt worden, die offenbar einen bedeutend hochgradigeren Kern umgeben. Kodiak Copper sieht das als Hinweis auf die potenzielle Prospektivität anderer Bereiche des Projektareals (etwa der Ziele Man, Axe oder Dillard), wo noch keine tieferen Bohrungen niedergebracht wurden.

Bohrbeginn bei „Dillard“

Das ändert sich nun: Kodiak hat nun eine seiner Bohranlagen an das hoch priorisierte Kupfer-Gold-Porphyr-Ziel „Dillard“ verlegt. (Das andere Gerät verbleibt vorerst in „Gate“, um dort die Bohrungen fortzusetzen.) Bei „Dillard“ wurden bereits vergleichbare Kupfer-in-Boden-Anomalien entdeckt und historische (allerdings nur oberflächennahe) historische Bohrungen vorgenommen.

Das Ziel Dillard liegt über Diorit-Gestein mit einer kali- und kalkhaltigen Porphyr-Alterierung. Es handelt sich um einen „Ring“ aus Pyrit (aus kartierter Geologie) und eine mit alteriertem Vulkan- und Intrusivgestein verbundene Kupfer-Gold-Mineralisierung.

Bei den historischen Bohrungen wurden Kupferanomalien mit bedeutenden Mächtigkeiten geschnitten, jedoch  wurde nur bis in eine Tiefe von etwa 350 Meter gebohrt, sodass das Mineralisierungspotential ringsum offen ist. Des Weiteren belegen vormalige Bodenuntersuchung auf einer Fläche von 600 mal 1.500 Metern Kupfer- und Goldanomalien.

Im vergangenen Jahr hatte Kodiak luftgestützte ZTEM-Untersuchungen durchgeführt (ZTEM: Z-Axis Tipper Electromagnetic Survey, etwa „elektromagnetische Vermessung mit Z-Achsen-Kipper“). Dabei wurden ein magnetisches Tief über 1.000 mal 1.000 Meter und eine Resitivitäts-Anomalie (also eine Abweichung des elektrischen Widerstands) unterhalb der historischen Bohrungen sowie weitere Kupfer-in-Boden-Anomalien festgestellt. Neue Bohrprüfungen sollen nun im letzten Quartal des 2021er-Programmes stattfinden.

Das Explorationsprogramm in Zahlen

Mit Stichtag 17. Oktober waren 18.724 Bohrmeter, verteilt auf 34 Bohrlöcher abgeschlossen worden. Bis Ende 2021 will Kodiak auf 20.000 bis 25.000 Bohrmeter kommen. Die zugehörigen Analysen stehen teils noch aus und werden sukzessive im Jahresverlauf und ins nächste Jahr hinein kommuniziert, wobei es aktuell noch Verzögerungen bei den Labordurchlaufzeiten gibt. Das Gleiche gilt für die Auswertung der insgesamt 1.755 Boden- und 176 Gesteinsproben aus den Schürfungen und Grabungen.

Außerdem sollen eine von der Firma SJ Geophysics Ltd. aus Delta, British Columbia durchgeführte gleichstromresistivitäts- beziehungsweise induzierte Polarisationsuntersuchung (kurz 3DIP) und eine magneto-tellurgische Untersuchung der „Gate“-Zone in Angriff genommen werden.

Große Pläne fürs kommende Jahr: Die Erforschung von „Axe“

2022 werden die Bohrarbeiten fortgesetzt werden; zusätzlich ist jedoch auch ein großes Explorationsprogramm in Vorbereitung. In dessen Zentrum steht die Beurteilung des drei Kilometer langen, regionalen Magnet-Tiefs zwischen den Zonen „Gate“ und „Man“, die Fortsetzung der Bohrprüfungen bei „Dillard“ und die Überprüfung ähnlicher Stellen auf dem gesamten MPD-Areal.

Dazu kommen die ersten Arbeiten auf der Liegenschaft „Axe“, die Kodiak Copper im April 2021 erworben hatte. „Axe“ überlagert wichtige geophysikalische Ziele mit Signaturen, die denen der „Gate“-Zone ähneln. Auch historische Auswertungen von Boden, Gesteinsproben und Bohrkernen weisen deutliche Parallelen auf.