Die Bohrer werden startklar gemacht: Endlich kann es für Oroco Resource Corp. (TSX-V: OCO, WKN: A0Q2HB, ISIN: CA6870331007) mit der Explorationskampagne auf dem Flaggschiff-Kupferprojekt „Santo Tomás“ losgehen. Wie das Unternehmen am Mittwoch meldete, liegt jetzt die Genehmigung des mexikanischen Umwelt- und Naturschutzsekretariats (kurz: SEMARNAT) der Bundesstaaten Sinaloa und Chihuahua vor. Der gesetzliche Segen ermöglicht es dem Explorer aus Vancouver, die bereits längere Zeit geplante Erkundung der bekannten Mineralisierungen auf dem Areal anzustoßen. Im Vorfeld hatten schon Analysen mit modernen technischen Mitteln, darunter ein 3D-IP-Programm, wertvolle Hinweise auf mögliche Ziele gegeben.

Ian Graham, der Präsident von Oroco Resource, zeigte sich erfreut über die Kooperation und Unterstützung der Behörden beider Bundesstaaten. Diese positive Beziehung sei, so Graham, ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs des Projekts „Santo Tomás“.

Genehmigung für 55-Loch-Bohrprogramnm

Das SEMARNAT (Secretaría de Medio Ambiente y Recursos Naturales) entspricht in seiner Funktion einem Umweltministerium. Insgesamt genehmigten die Behörden fünfundfünfzig Standorte für Bohrungen auf „Santo Tomás“ in den Arealen „North Zone“ und „Brasiles“. Zwar gelten diese Ausgangsplanungen zunächst nur für eine Bohrung pro Standort; das Unternehmen wird aber verschiedene Bereiche mit mehreren Löchern testen dürfen, wenn die Resultate der Ausgangsbohrung dies rechtfertigen.

Oroco Resource hält an „Santo Tomás“ einen Nettoanteil an 73,2 Prozent der insgesamt 1.172,9 Hektar der Kernkonzessionen und 77,5 Prozent an weiteren 7.807,9 Hektar der unmittelbar angrenzenden und umgebenden Mineralkonzessionen. Das Areal liegt im gleichnamigen Bezirk „Santo Tomás“, der sich von dort bis zum Projekt „Bahuerachi“ (Jinchuan Group) erstreckt; dieses befindet sich etwa 14 Kilometer nordöstlich.

Die Bohrkampage in Chihuahua…

Neben den beantragten sechsundvierzig Bohrstandorten gab es von SEMARNAT in Chihuahua außerdem grünes Licht für ein auf achtundzwanzig Personen ausgelegtes Camp und den Zugang zum Straßennetzwerk in der Zone „Brasiles“.

Im Rahmen des Bohrprogramms werden nun der Eiserner-Hut-Bereich von „Brasiles“ und das Western Blind“-Ziel getestet. („Eiserner Hut“, englisch „gossan“, bezeichnet die Oxidationszone eines Erzgangs). Diese Eiserner-Hut-Zone war schon zuvor durch Oberflächen-Aufschlüsse identifiziert und durch das 3D-IP-Programm von Oroco näher definiert worden; dasselbe Programm identifizierte auch das Ziel „Western Blind“.

… und Sinaloa

Für Sinaloa hat das SEMARNAT in der „North Zone“ neun Bohrstandorte ohne Auswirkungen auf die Umwelt genehmigt. Durch diese Bohrungen soll die dort verortete historische Ressource bestätigt und erweitert werden.

Diese Genehmigung inkludiert nicht den Bau neuer Straßen. Das ist aber zu vernachlässigen, da leichte und einfach zu transportierende Bohrgeräte per Hubschrauber an ihren Einsatzort gebracht werden können.

Die kommenden Schritte

Im Verlauf dieses ersten Bohrprogramms wird Oroco die vom SEMARNAT empfohlene Prüfung der Umweltverträglichkeit und Änderung der Landnutzung durchführen. Als nächstes werden nun Anlagen zur Wasserspeicherung und Verteilung zur Unterstützung Bohrungen in „Brasiles“ und „North Zone“ installiert werden. In Kürze wird dann auch die Bohrausrüstung mobilisiert, um die Kampagne einzuleiten.

Über das „Santo Tomás“-Projekt

„Santo Tomás“ ist eine wichtige Kupfer-Porphyr-Lagerstätte, die bereits zwischen 1968 und 1994 durch historische Explorationen definiert wurde. In dieser Periode wurden mehr als 100 Diamant- und Rückwärtsbohrungs-Löcher angelegt, die zusammen etwa 30.000 Meter decken. Auf Basis dieser Bohrungen war im Jahr 1994 eine historische Vormachbarkeitsstudie („Prefeasibilty Study“ oder PFS) durchgeführt worden.

Das Projekt „Santo Tomás“ liegt an der Grenze zwischen den mexikanischen Bundesstaaten Sinaloa und Chihuahua. Nur 160 Kilometer entfernt befindet sich auf Pazifikseite der Tiefwasserhafen Topolobampo. Anschluss an Schiene und Autobahn zwischen den Städten Los Mochis und Choix sowie parallel dazu verlaufende Korridore von Fernstromnetzleitungen und Erdgas) sind gegeben. Zum Projektgelände führt es eine 32 Kilometer lange Zufahrtsstraße, die seinerzeit von Goldcorp für die Mine „El Sauzal“ angelegt wurde.