Es geht voran im mexikanischen Santo Tomás Projekt von Oroco Resource Corp. (TSX-V: OCO: WKN: A0Q2HB, ISIN: CA6870331007): Das Unternehmen kann bereits Fortschritte bei der laufenden geophysikalischen Untersuchung der Kupfer-Porphyr-Lagerstätte vermelden. Mit der sogenannten 3-D-IP-Vermessung („Dreidimensionale induzierte Polarisation“) konnten mineralisierte Zonen kartiert werden, die aufladbare metallische Sulfid-Mineralien enthalten. Das bringt den Kupferexplorer aus Vancouver bei der Modellierung des Geländes erneut ein gutes Stück vorwärts.

Craig Dalziel, Geschäftsführer von Oroco, fasste am Freitag in einer Unternehmensmeldung die bisherigen Ergebnisse zusammen. Demnach habe sich die Tiefe und Breite der Mineralisation in der Südzone von Santo Tomás erheblich erweitert, wobei die Aufladungsmerkmale mit den historischen Bohrergebnissen korrelieren. Diese Bestätigung, so Dalziel, bedeute einen sehr positiven Start für das gesamte Programm.

Bodenuntersuchung durch elektrischen Widerstand

Kupfer hat eine sehr hohe elektrische Leitfähigkeit. Daher eignet sich das Anlegen von Strom, um Kupfervorkommen im Boden aufzuspüren. Durchgeführt wird eine solche Untersuchung in Santo Tomás derzeit vom Dienstleister DIAS Geophysical aus Saskatoon, Kanada. DIAS bietet seinen Kunden weltweit geophysikalische Vermessungslösungen für Widerstands- und induzierte Polarisationsuntersuchungen (kurz DC-IP: direct current resistivity, induced polarisation) und nutzt dazu eine selbst entwickelte Vermessungstechnik namens „DIAS32“.

Diese basiert auf der rollierenden Aufstellung von Sendern und einer weiträumigen Empfängeranordnung. Durch diesen Aufbau schreitet die Untersuchung in Abtaststreifen („Schwadbreiten“) von Süden nach Norden über die mineralisierten Zonen von Santo Tomás voran. Die Untersuchung soll insgesamt zehn Quadratkilometer des Areals erfassen und dabei sowohl die mineralisierte Süd- und Nordzone sowie Explorationsziele in der „Brasiles“-Zone einschließen. Begonnen wurde die Vermessung in der Südzone und wird nordwärts entlang des Hauptstreichens fortgeführt.

Das vorläufige Inversionsmodell ist bereits bedeutend für die Zuordnung von Widerstands- und Aufladeeigenschaften eines 2,0 Kilometer breiten Schwads entlang von 1,2 Kilometern des Streichens über der bekannten Südzonen-Mineralisierung. („Schwad“ bezeichnet fachsprachlich einen Aufnahmestreifen, der während Fernerkundungen erfasst wird.)

Die ersten Ergebnisse

Bei der Untersuchung wurde bereits eindeutig die bekannte Sulfid-Mineralisierung entlang dieses Schwads erkannt. Die neue Messung bildet deren Parameter bis in etwa 600 Tiefenmeter ab, schwerpunktmäßig auf der Mittelachse der Lagerstätte.

Ferner zeigt die elektrische Aufladbarkeit die Veränderlichkeit der Tendenz der Sulfid-Mineralisierung innerhalb der Südzone. Das korreliert mit den Daten aus den zehn weit voneinander entfernten Bohrlöchern, die die Struktur schneiden.

Diese Ergebnisse skizzieren eine hohe Aufladbarkeit und einen niedrigen spezifischen Widerstand innerhalb eines Grundrisses von 1.000 Metern Breite und 1.200 Metern Länge. Die elektrische Resonanz liegt unterhalb der Vulkan- und Kalksteineinheiten und oberhalb des Kontakts mit der abgeleiteten laramischen Gebirgsbildung und Batholith-Tiefengestein im Süden und Westen der Südzone. Sie definiert einen Keil von 200 bis 400 Metern Dicke an der westlichen Grenze, der am östlichen Rand des Gebietes auf 600 Meter ansteigt. In der Tiefe und im Westen sind die Resonanzen offen.

Die Arbeiten werden nun in der Nordzone fortgesetzt. Dazu sind in der ersten Novemberwoche bereits insgesamt 2.200 Meter Streichenlänge erhoben worden. Die Arbeiten können in diesem Sektor zeiteffizienter ablaufen, da dort die Vermessungslinien leichter zugänglich sind und dazu eine bessere Verfügbarkeit von Wasser besteht.

Zuverlässig Vermessungsmethode für effizientes Targeting

Die DCIP-Untersuchung durch DIAS Geophysical ist zu etwa 40 Prozent abgeschlossen; Oroco hat bereits vorläufige Inversionsdaten über das erste Viertel der Untersuchung erhalten. Diese einstweiligen Inversionsinformationen unterliegen zusätzlichen Qualitätskontrollverfahren und bestimmten Modellierungsbeschränkungen aus dem geologischen 3D-Modell von Oroco, sobald ein größerer Datensatz erreicht wird.

Das Vertrauen in das abgeleitete Modell von Santo Tomás  wird durch die vorläufigen Resultate des DIAS32-Spektrum-Ansatzes untermauert. Die angewandte Methode schließt eine konstante Vorspannung (fachsprachlich: Bias) aus, die durch die Richtung des Stromflusses verursacht wird. Auch die Korrelation der Daten mit den historischen Bohrungen in der Südzone bestärkt die Verlässlichkeit. Das System ermöglicht weiterhin die Abdeckung in großen Tiefen und ist daher förderlich für die Zielermittlung für weitere selektive Step-Out- Bohrungen. Oroco hat zudem einige Strominjektionsleitungen erweitert, um die Tiefenabdeckung einiger Lade- und Widerstandstrukturen zu verbessern.

Das Kupferprojekt Santo Tomás

Oroco Resource Corp. aus Vancouver hält einen Nettoanteil von 61,4 Prozent an den insgesamt 1.172,9 Hektar der Kernkonzessionen des Santo Tomás-Projekts Kupfer-Porphyr-Projektes im nordwestlichen Mexiko. Durch eine Investition von 30 Millionen CAD in das Projekt könnte dieser Anteil auf 81,0 Prozent erhöht werden. Weiterhin besitzt Oroco 77,5 Prozent (das sind 7.807,9 Hektar) an benachbarten Mineralkonzessionen. Auf dem Areal von Santo Tomás gibt es eine bedeutende Kupfer-Porphyr-Mineralisierung, die bereits im Zuge vorangegangener Explorationen zwischen 1968 und 1994 durch 100 Diamantbohr- und Umkehrbohrlöchern auf insgesamt 30.000 Metern erkundet wurde. 1994 hatte Bateman Engeneering Inc. auf Basis dieser Daten eine Vormachbarkeitsstudie abgeschlossen.

Das Projekt befindet sich im Bezirk Santo Tomás, der sich bis zum etwa 14 Kilometer nordöstlich gelegenen Bahuerachi-Projekt der Hongkong-chinesischen Jinchuan-Gruppe erstreckt. Das Santo-Tomás-Projekt liegt etwa 160 Kilometer vom Tiefwasserhafen Topolobampo (auf Pazifikseite) entfernt. Autobahn, proximale Schiene sowie Fernstrom und Erdgas sind in der Nähe verfügbar. Das Projektareal ist über eine 32 Kilometer lange Zufahrtsstraße erreichbar.