Endlich ist der Deal abgeschlossen: Wie der kanadische Graphit-Explorer Lomiko Metals Inc. (TSX-V: LMR, WKN: A2DJKB; ISIN: CA54163Q409) am Montag mitteilte, ist die Übernahme des „La Loutre“ Flockengraphit-Projektes in Québec endlich vollendet. Damit hält Lomiko endlich die hundertprozentigen Rechte an dem vielversprechenden 29-Quadratkilometer-Areal, das nur 53 Kilometer entfernt der Lac-des-Îles-Mine liegt

Lac-des-Îles (ehemals Timcal Mine) ist die derzeit einzige noch in Betrieb befindliche Graphitmine Nordamerikas. Die Mine gehört der schweizer Imerys Graphite & Carbon, die Teil der französischen Imerys Gruppe ist. Das soll sich ändern: Lomiko Metals treibt sein La Loutre-Flockengraphit energisch voran. Dazu gehört die nun abgeschlossene Übernahme. Durch die Zahlung von 1.125.000 CAD an den Verkäufer Québec Precious Minerals sind nun auch die zuletzt noch verbliebenen 20 Prozent am La Loutre-Projekt ins Eigentum von Lomiko übergegangen. Die formelle Überlassung der Eigentumsrechte läuft und wird baldmöglichst abgeschlossen sein.

Perspektive: Belieferung von US-Batteriefabriken

Der Abschluss der Transaktion erfolgt gerade im richtigen Moment: Wie A. Paul Gill, Geschäftsführer von Lomiko Metals betont, sei es die Revolution für Elektrofahrzeuge, die derzeit den Auftakt zum Bullenmarkt für Batteriematerialien gibt. Weltweit sollen 100 Megafabriken für Lithium-Ionen-Batterien in Betrieb gehen. Im Rahmen eines Abkommens zwischen Kanada und den USA über kritische Mineralien wird Lomiko die Möglichkeit haben, Graphit auch an in die Vereinigten Staaten zu liefern.

Lomiko erwartet derzeit außerdem derzeit die Auswertung der Angebote für eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsberechnung (PEA), um das Projekt weiter anzutreiben. Dabei ist es für den Erfolg des Unternehmens notwendig, eine Strategie zur Identifikation von Mehrwertprodukten zu entwickeln, um ein langfristiges und profitables Geschäftsmodell noch vor Aufwendung von beträchtlichem Kapitaleinsatz zu etablieren.

Der Status des Graphitsektors

Die Preise für Kugelgrafit mit einem Reinheitsgrad von 95 Prozent Kohlenstoffgehalt und 15 Mikron Kaliber liegt derzeit zwischen 2.700 und 2.800 USD pro Tonne. Das ist weit mehr, als andere Varianten von Graphit kosten. Die PEA-Studie für Lomiko Metals wird die Preise und den potenziellen Markt für dieses spezielle Schlüsselprodukt berücksichtigen.

Die Nachfrage nach Kugelgraphit wird, Studien der Weltbank zufolge, in den Jahren bis 2040 um etwa 500 Prozent steigen. Hauptabnehmer werden die erwähnten Mega-Fabriken sein, die Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge herstellen.

Elektroden für die Stahlproduktion

Ein weiterer langfristiger Markt für natürlichen Flockengraphit ist die Fertigung von Graphitelektroden. Graphitleiter, die über einen Lichtbogen elektrisch Energie abgeben, werden in Stahlwerken zum Erhitzen und Einschmelzen von Stahlabfällen verwendet. Es gibt derzeit keine Produkte mit einer vergleichbaren elektrischen Leitfähigkeit, die in einer so speziellen Umgebung eine hohe Wärmeerzeugung gewährleisten können. Auch die wachsende Nachfrage an qualitativ hochwertigem Stahl durch Automobilindustrie sowie den Luft- und Raumfahrtsektor und die Elektronikindustrie befeuern die Nachfrage nach Graphitelektroden.

Über Lomiko Metals Inc.

Lomiko Metals Inc. aus Vancouver entwickelt sein nunmehr zu 100 Prozent gehaltenes Flaggschiff-Graphitprojekt La Loutre („Fischotter“) in der kanadischen Provinz Québec. Die Perspektive des Unternehmens besteht darin, die Produktion von hochreinem Flockengraphit für Speichermedien, wie sie für emissionsfreie Energielösungen und Elektromobilität benötigt werden aufzunehmen. Bereits jetzt werden von Experten kurz- und mittelfristig weltweite Nachfragesteigerungen an Graphitprodukten erwartet.