Zur verantwortungsvollen Entwicklung eines Bergbauprojektes gehört neben der Exploration der Bodenschätze der Blick auf Menschen und Umwelt vor Ort. Gerade im Zuge des ökologischen Nachhaltigkeitsgedankens ist es umso wichtiger, dass Minenakteure sich rechtzeitig Gedanken darüber machen, unvermeidliche Folgen für das räumliche Umfeld so klein wie möglich zu halten. Lomiko Metals Inc. gab am Freitag bekannt, welche Unternehmen mit diesen wichtigen Aufgaben – den Umweltstudien und Gemeindeberatungen – für das Flockengraphit-Projekt „La Loutre“ in der kanadischen Provinz Québec betraut wurden.

Erst kürzlich hatte Lomiko Metals aus Surrey (Britisch Columbia) die hervorragenden Ergebnisse seiner vorläufigen Machbarkeitsstudie („preliminary economic assessment“, kurz „PEA“) für „La Loutre“ veröffentlicht. Allerdings: Eine solche Studie konzentriert sich primär auf die wirtschaftlichen Eckdaten. Ebenso wichtig für ein Unternehmen, das Wert auf die Einhaltung von ESG-Kriterien legt (ESG: „environment, social, governance“; etwa: „Umwelt, Soziales und Führung“), sind selbstverständlich Aussagen zu ökologischen Auswirkungen, welche die Entwicklung einer Mine auf Areal und Anwohner unweigerlich zeigt.

Geschäftsleitung strebt bestmögliche Umweltbilanz für „La Loutre“ an

Wie A. Paul Gill, der Geschäftsführer, Vorstand und Direktor  von Lomiko Metals betont, konzentriere das Unternehmen sich darauf, die besten Methoden für den Umgang mit mineralisiertem und nicht-mineralisiertem Material im Rahmen des Projekts zu untersuchen. Das betroffene Gebiet, so Gill weiter, solle zudem schnellstmöglich wieder saniert werden.

Im Vorfeld der Umweltverträglichkeitsprüfung  werden so viele Planungsalternativen wie möglich in Betracht gezogen. Ziel ist es, die Effekte auf die Umwelt, die bei der Entwicklung von „La Loutre“ eintreten, so gering wie möglich zu halten.

Ausenco-Tochter Hemmera erstellt Umweltstudien

Für die Umweltstudien, die parallel zur Vorbereitung der Machbarkeitsstudie anstehen, wurde die Firma Hemmera beauftragt. Diese ist eine hundertprozentige Tochter von  Ausenco Engeneering Canada, dem Consulting-Unternehmen, das seinerseits bereits für die Durchführung der erwähnten PEA-Studie verantwortlich war. Hemmera ist eine der führenden kanadischen Umwelt-Beratungsfirmen, bekannt für ihre fortschrittlichen Dienstleistungen in den Bereichen Umweltplanung und Ökologie, Standortbewertung und -sanierung, Geowissenschaften, menschliche Umwelt und Geomatik.

Hemmera wird noch im laufenden Monat damit beginnen, grundlegende Studien über die Umgebung von „La Loutre“ durchzuführen. Diese Untersuchungen sollen dazu beitragen, das Ambiente vor Ort zu verstehen und zu dokumentieren. Inhalt der Basisstudien sind die Charakterisierung von Feuchtgebieten und Fischhabitaten, die Hydrologie und die Oberflächenwasserqualität.

Die Studien werden bis ins kommende Jahr fortgesetzt und sollen die notwendigen Informationen für die kommenden Projektstudienphasen und die Umweltverträglichkeitsprüfung bereitzustellen. Bei alldem liegt der Schwerpunkt auf der Minimierung und Kompensation möglicher Umweltauswirkungen. Die angewandte Methodik steht im Einklang mit den Vorschriften auf Provinz- und Bundesebene.

Kleine Projektfläche, wenig Wasserkontakt

Lomiko legt Wert darauf, mit proaktiven und durchdachten Entscheidungen nicht nur Lösungen zur Begrenzung von Schäden zu finden, sondern von vornherein den ökologischen Fußabdruck zu verringern und den Kontakt zum Wasser möglichst zu vermeiden.

Das Unternehmen  hatte sich daher bereits in einem frühen Stadium dafür entschieden, dass die Projekt-Grundfläche von „La Loutre“ so klein wie machbar gehalten werden solle, um etwaige Beeinträchtigungen auf Feuchtgebiete und Seen zu verringern. Im Rahmen von Konzeptstudien wurden bereits umweltfreundliche Optionen für Abraumhalden entwickelt, mit denen herkömmliche Abraumlagerung vermieden werden kann – diese würde die Aufstauung sowohl von Festmaterial als auch Wasser beeinhalten.

Die Entscheidung fiel zugunsten einer gleichzeitigen Entsorgung von Tailings (das sind feinkörnige Abbau-Rückstände, oft in Schlamm) und Abraumgestein. Dies ist eine vergleichsweise kostenintensivere, aber nachhaltigere Lösung.

Gemeindeberatungen: Bridge© weiter unter Vertrag

Bereits in der vergangenen Woche hatte Lomiko gemeldet, dass Bridge© mit der Durchführung der Gemeindeberatungen für weitere zwei Jahre betraut wurde.

Das Beratungsunternehmen aus Toronto (Ontario) ist unter anderem spezialisiert auf Vereinbarungsverhandlungen zwischen Interessensgruppen wie indigenen und lokalen Kommunen, Industrie und Regierungen; dies alles basierend auf einem sogenannten „Mediations“-Ansatz, beispielsweise in Hinblick auf Landnutzungsvereinbarungen und Auswirkungs-Nutzen-Verhandlungen.

Gelegenheiten zur Gemeindebeteiligung sind für Ende September 2021 angesetzt. Im Rahmen dieser Treffen sollen alle Teilnehmer die Gelegenheit erhalten, mehr über die verschiedenen Projektphasen sowie die Hintergründe und Zeile der Grundlagenstudien zu erfahren.  Die örtliche Gemeinde wird ferner die Möglichkeit haben, der Projektpräsentation beizuwohnen, im Anschluss Fragen zu stellen und in zwanglosem Rahmen mehr über die Möglichkeiten, wirtschaftlichen, sozialen und ökonomischen Vorteile zu erfahren, die „La Loutre“ den der Region bietet.