Mit Spannung wurde der Bericht über das abgelaufene Quartal des australischen Goldproduzenten Blackham Resources  Ltd. (ASX: BLK; WKN: A0KFUC; ISIN: AU000000AEK4) erwartet, um die Unternehmensentwicklung erkennen zu können. Nun, das Letzte Quartal zeigte viel Positives in der Entwicklung, aber auch Wermutstropfen. Doch der Reihe nach:

Das letzte Quartal 2018 zeigte eine stabile wenn auch etwas geringer als erwartete Produktion mit 19.016 Unzen Gold, wodurch das Jahr mit einer Gesamtproduktion von 78.089 Unzen beendet werden konnte, was noch im Rahmen der Prognosen lag. Die Gesamtproduktionskosten lagen im abgelaufenen Jahr 2018  mit 1.441 AUD je Unze generell im Bereich des Reduktionspotentials. Dennoch erbrachte die Produktion im abgelaufenen Quartal  durch geringere Erzgrade und härter als erwartetem Material bei den Tagebaugruben und langsamerer Untergrundentwicklung mit ebenfalls geringeren Erzgraden etwas niedrigere Produktionsziffern, die ein besseres Ergebnis verhinderten.

Die Nettoerlöse von 4 Mio. AUD, die im abgelaufenen Quartal erzielt wurden, sind durch die gemessenen AISC von 1.606 AUD je Unze Gold – bedingt durch die oben angeführten Beeinträchtigungen – ein Wermutstropfen, der die grundsätzlich prosperierende Entwicklung etwas eintrübt. Denn im Grunde erzielte das Unternehmen speziell auf der hochgradigen Untergrundmine Golden Age, die bereits vielen Vorbesitzern zum Verhängnis wurde, gute Fortschritte. So konnten die oberen hochgradigen Bereiche durch Bohrungen auf Golden Age nicht nur bestätigt werden sondern auch in der Tiefe um 600 Meter in der Streichrichtung ausgedehnt werden. Das ist deshalb derzeit von enormer Wichtigkeit, da Golden Age oxidisches Material für den Mühlenbetrieb bereithält und für die Produktionsleistung gebraucht wird.

Die Aussichten für den weiteren Abbau oxidischen Erzmaterials sind jedoch durch die gebildete Partnerschaft mit GWR und deren Nachbarprojekt „Wiluna West“ sehr gut, denn die zuletzt durchgeführten Bohrungen zeigen exzellentes Potential. Die Frage, bis wann mit dem Abbau begonnen werden kann, ist jedoch derzeit noch offen und daher für die Produktionsvorschau noch nicht relevant.

Dennoch konnten auch gesellschaftliche Fortschritte erzielt werden. So konnte man im vergangenen Halbjahr insgesamt aus den Produktionserlösen 10,7 Mio. AUD an Verbindlichkeiten rückführen und den offenen Kreditsaldo auf 16,1 Mio. AUD senken. An Cash und Goldvorräten besaß das Unternehmen zum Jahresende Werte von 6,8 Mio. AUD. Hinzu kamen Anfang Jänner 2019 noch die Zahlungen aus dem 20%igen Abverkauf  der Anteile am Wiluna Kobalt-Nickel-Projekt in Höhe von 2,8 Mio. AUD, die nicht mehr in die Bilanz eingeflossen sind, jedoch dem Budget 2019 zur Verfügung stehen.

Grund für eine grundsätzlich positive Vorschau ist auch die Tatsache, dass man durch Bohraktivitäten die Erzreserven um 27% auf 26Mt zu 1.8g/t für 1.53 Mio. Unzen deutlich anheben konnte. Die Vorschau für das Jahr 2019 auf wirtschaftlicher Basis wäre an sich recht gut, würden nicht für das erste Halbjahr 2019 noch erhöhte Gesamtproduktionskosten erwartet werden, die den prognostizierten Jahresdurchschnitt auf 1.550 bis 1.700 AUD je Unze anheben lassen. Auch wenn der aktuelle Goldpreis bei rd. 1.820 AUD je Unze liegt, so bewegt sich Blackham damit in einer sehr schmalen Gewinnrange.

Die noch sehr hohen erwarteten Gesamtproduktionskosten, die im ersten Halbjahr anfallen sollen, sind durch härter als erwartetes Gestein aus der Tagebaugrube begründet, was das Management zum Anlass nahm, das Grubenmodell im ersten Quartal 2019 erneut zu überarbeiten. Vorausgesetzt die Arbeiten finden einen erfolgreichen Abschluss, so steht für 2019 als Jahresergebnis zwischen 72.000 und 80.000 Unzen Gold in der Produktionsprognose. Daher haben die Themen der Tagebaugruben und Fortschritte in der Untertagebauentwicklung oberste Priorität, denn eine „Entlastung“ der Produktion und Erlöse aus dem Projekt Wiluna West ist noch nicht kurzfristig in Sicht.

Leider gehen durch die angeführten Gesamtproduktionskosten und Produktionsprognosen die erzielten Fortschritte des Unternehmens etwas unter, wodurch nach sehr guter Aufnahme des Wiluna West Projektes durch die Aktionäre wieder eine Kurseintrübung stattfand, die die Sensibilität des Marktes deutlich widerspiegelt.