In Brasilien haben die Mitarbeiter von TriStar Gold TriStar Gold (TSX-V: TSG, WKN: A1C2N1; ISIN: CA89678B1094) allen Grund zur Freude: Die vorläufige Ressourcenschätzung für das Goldprojekt “Castelo de Sonhos” dokumentiert die Verdopplung der angezeigten Ressourcen, noch während die Bohrkampagne auf dem Projekt andauert. Die Zwischenergebnisse und die verwendeten Modellberechnungen präsentierte das Unternehmen aus Scottsdale, Arizona am Dienstag Nachmittag in einer Pressemitteilung.

Die neue Modellberechnung berücksichtigt Informationen, die Ende 2020 vorlagen. Die Datenbank der Bohransatzpunkte ist seit Ende Januar dieses Jahres verfügbar; jenem Zeitpunkt, zu dem die Erzproben aller Umkehrzirkulations-Bohrlöcher bis zur Nummer RC-20-550 und aller Diamantbohrlöcher einschließlich Nummer CSH-20-491 verfügbar waren. In den kommenden Monaten soll eine aktualisierte Schätzung für die Vorab-Machbarkeitsstudie vorliegen.

Neue Werte für die Ressource

Nick Appleyard, der Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer von TriStar, zeigt sich begeistert ob der neuen Zahlen. Die vorläufige Ressourcenschätzung überträfe bereits jetzt das, was als Grundlage für die vorläufige Machbarkeitsstudie anvisiert worden war.

Laut der neuen Schätzung beziffert sich die angezeigte Kategorie für „Castelo de Sonhos“ nun auf 40,1 Millionen Tonnen Material mit einem Gehalt von 1,2 Gramm Gold pro Tonne (1,5 Millionen Unzen). In der abgeleiteten Kategorie sind es 22,2 Millionen Tonnen mit einem Pro-Tonne-Goldgehalt von 1,0 Gramm (0,7 Millionen Unzen).

Quelle: TriStar Gold

Man werde, so Appleyard,  weiterbohren und im Zuge der Aktualisierung der Ressourcen für die Studie zusätzliche Ergebnisse aus diesen Arbeiten hinzufügen. Das genutzte Zwischenmodell diene dazu, Ziele für Bohrungen zu ermitteln, mit denen Lücken ausgefüllt werden sollen, sowie zur näheren Untersuchung und Abgrenzung der Erweiterung am Nordende des Zielgebiets „Esperança-Süd“. Außerdem wird durch geotechnische Untersuchungen die Stabilität der Grubenwände bestimmt.

Datenbank zur Ressourcenschätzung

TriStar Gold gewährt bei dieser Gelegenheit auch einen Einblick in die Methoden, mit denen das Projektgelände untersucht und die für die Ressourcenschätzungen notwenigen Daten erhoben wurden.

Die lithogeochemischen Einheiten und Erosionsoberflächen illustriert eine Querschnittgraphik, die mit Unterstützung durch GoldSpot Discoveries entstand. (GoldSpot ist ein in Toronto beheimatetes Technologieunternehmen, das unter anderem KI (Künstliche Intelligenz) und maschinelles Lernen für Mineralexplorationsprojekte entwickelt).

Quelle: TriStar Gold

Auf dem gesamten Projektareal wurden 15 solcher Einheiten interpretiert und als Gitterrahmenkörper visualisiert, wobei es sich bei einigen um Sedimenteinheiten handelt, die subparallel zur schalenförmigen Stratigraphie des Plateaus verlaufen. (Stratigraphie bezeichnet die zeitliche und räumliche Ordnung der Gesteine).

Andere Einheiten wiederum verlaufen nicht parallel zur allgemeinen Lagerungsrichtung. Stattdessen handelt es sich um Nicht-Sedimentgestein, welches die Stratigraphie durchschneidet. Dieses Gestein wurden in sieben Domänen gruppiert, die wiederum durch zwei Erosionsfelder getrennt waren.

Das Blockmodell

Beim Ressourcen-Blockmodell werden Blöcke  mit Abmessungen von zwanzig mal zwanzig mal vier Metern verwendet, wobei die horizontale Abmessung der Blöcke etwas unterhalb der Hälfte des 50 Meter langen Bohrabstands liegt. Die Höhe der Blöcke entspricht der Höhe der Abbauterrasse, die für die vorläufige wirtschaftliche Bewertung (PEA) aus dem Jahr 2018 angesetzt worden war.

In jedem dieser Blöcke wurde der volumetrische Beitrag der sieben Wertebereiche unmittelbar aus dem lithogeochemischen Drahtgittermodell und den Erosionsdiskordanzen berechnet. Etwa die Hälfte der Blöcke liegt vollständig in einem einzelnen Wertebereich, die übrigen in zweien oder mehreren zugleich. Für alle Gesteine aus dem Ressourcenmodell wird eine Trockenrohdichte von 2,68 Tonnen pro Kubikmeter angenommen. Das ist der Durchschnitt der Dichtemessungen, die 2018 am Bohrkern durchgeführt wurden.

Für jeden Definitionsbereich, der zu einem solchen Block beiträgt, wurde „Multiple Indicator Kriging“ (MIK) angewendet, um die Verteilung des Goldgehaltes aus den selektiven Bergbaueinheiten zu schätzen. (Kriging ist ein geostatistisches Verfahren zur Interpolation von Werten für Orte ohne vorliegende Stichproben anhand von Messwerten aus der Umgebung).

Die Größe dieser Einheiten basiert dabei auf der geplanten Ausrüstungsgröße, der Höhe der Abbauterrasse, dem Abstand der Sprenglöcher und den Erfahrungen, die bei der produzierenden Tagebaugrube Tarkwa (Ghana) von Gold Fields Ldt. gewonnen wurden. Bei dieser Mine handelt es sich um einen identischen Typ von Paläo-Seifengold-Lagerstätte.

Für die MIK-Schätzungen wurde ein 200 mal 200 mal 25 Meter großes Suchellipsoid für jeden Definitionsbereich des Blocks verwendet, jeweils an dem Variogramm-Modell des dominanten Bereichs ausgerichtet.

Details zur Klassifizierung der Bodenschätze

Die dargestellten Mineralressourcen werden durch ein Tagebaugruben-Modell begrenzt, welches der  Anforderung genügen soll, dass die Ressourcen „angemessene Aussichten für eine mögliche wirtschaftliche Ausbeute“ haben.

Innerhalb des Grubenmaterials wurde in jenen Blöcken ein Grenzgrad von 0,3 Gramm Gold pro Tonne als „angezeigt“ angegeben,  für welche die Gradschätzung Daten von mindestens zwei separaten Bohrlöchern in vier Oktanten verwenden konnte und der durchschnittliche Abstand zu benachbarten Werten weniger als die Hälfte des Variogrammbereichs betrug. Diese Kriterien waren fast ausschließlich in Sektoren gegeben, in denen die Bohrlöcher einen Abstand von mehr als 50 Metern haben. Alle anderen Blöcke mit Gehaltsschätzungen wurden als „abgeleitete“ Ressourcen klassifiziert.

Da die Suchellipse in den Variogrammbereichen ausgerichtet war, müssen die „abgeleiteten“ Blöcke mindestens eine Stichprobe im Bereich des Variogramms der dominanten Wertbereiche haben. Die Klassifizierungscodes nach Blöcken wurden räumlich geglättet, um eine uneinheitliche Klassifizierung isolierter Blöcke zu vermeiden.

Quelle: TriStar Gold

Über TriStar Gold

TriStar Gold aus Scottsdale, Arizona (USA) ist ein Unternehmen zur Exploration und Entwicklung von Edelmetall-Liegenschaften in Amerika, die zu bedeutenden produzierenden Minen ausgebaut werden können. Das Flaggschiffprojekt des Unternehmens ist die Paläo-Seifengold-Lagerstätte „Castelo de Sonhos“ im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará. Seit Juli 2016 ist TriStar 100-prozentiger Projekteigner und treibt vor Ort aktuell umfangreiche Explorationsaktivitäten voran, die zur Definition einer Ressource führen sollen.

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