Im brasilianischen Bundesstaat Pará, dort, wo noch in den Neunzigerjahren ein großer Goldrausch mit semioffiziellem Kleinbergbau stattfand, erforschen heute Explorer mit modernen Untersuchungsmethoden den Boden gezielt nach dem Verlauf der Goldadern. TriStar Gold Inc. (TSX-V: TSG, Frankfurt: 7TG, ISIN: CA89678B1094) aus Scottsdale, Arizona, arbeitet auf seinem Flaggschiffprojekt „Castelo de Sonhos“ nicht nur mit konventionellen Bohrungen, sondern setzt darüber hinaus künstliche Intelligenz ein. Am Montag gab es nun Ergebnisse der jüngsten Untersuchungen.

Im November vergangenen Jahres waren auf dem Goldprojekt Castelo de Sonhos 18 Bohrlöcher über insgesamt 2.645 Meter fertiggestellt worden. Aktuell laufen auf dem Projekt zwei Bohrprogramme, eines zum Update der aktuellen Ressourcen, das andere zur weiteren Exploration des Areals und seiner Goldstrukturen.

Geschäftsführung lobt Projektfortschritt

Nick Appleyard, der Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzende von TriStar, zeigte sich erfreut über die nun ermittelten Resultate. Demnach sei es „großartig“, dass man im Verlauf der Bohrungen kontinuierlich signifikante Goldmineralisierungen schneide. Dies bestätige das sich stetig verbessernde Verständnis der Geometrie und Kontinuität der Vererzung.

Appleyard betonte weiter, man strebe an, die Vormachbarkeitsstudie für Castelo de Sonhos noch im Sommer fertigzustellen, auf der Basis eines neuen Ressourcenmodells, das diese Bohrungen berücksichtige. Es sei weiterhin großartig, dass durch die Finanzierungen aus dem vergangenen Jahr nun auch Bohrungen durchgeführt werden können, um Tiefenziele mit „überzeugenden Antrieben und aufregendem Potenzial“ zu testen.

Positionen von Bohrlöchern mit neuen Prüfegebnissen, Quelle: TriStar Gold

Bohrungen zur Ressourcenvergrößerung

Die Projektressourcen von Castelo de Sonhos belaufen sich aktuell auf angezeigte 17,7 Millionen Tonnen zu 1,2 Gramm Gold pro Tonne (0,7 Millionen Unzen). Abgeleitet benennt TriStar 39,8 Millionen Tonnen zu 1,0 Gramm Gold pro Tonne (1,3 Millionen Unzen).

Mit weiteren Auffüll-Bohrlöchern soll nun das Vertrauen in diese Ressourcenschätzungen gestärkt werden. Neue Löcher in den offenen Erweiterungen jenseits der vorläufigen, durch die PEA-Studie festgelegten Gruben sind so strukturiert, dass sie die bestehenden Ressourcen ergänzen können.

Die Bohrungen im Norden von Esperança-Süd belegen, dass es im Westen und entlang des Streichens im Norden und Nordwesten eine talwärts abfallende bedeutende Goldmineralisierung gibt. Bei Erreichen des erforderlichen Abstands von Bohrungen in diesem Bereich besteht ein erhebliches Potenzial dafür, die abgeleiteten in angezeigte Ressourcen umzuwandeln und die Grundfläche für abgeleitete Ressourcen zu vergrößern.

Bei den besten Ergebnissen aus dem nördlichen Bereich des Bohrziels „Esperança-Süd“ handelt es sich um 9,0 Meter zu 1,4 Gramm Gold pro Tonne aus Bohrloch CSH-20-486 und 12,3 Meter zu 1,0 Gramm Gold pro Tonne aus Loch CSH-20-490.

Explorationsbohrungen zum „Tiefenverständnis“

Weiterhin wurden, basierend auf geologischen Überlegungen und unter Einbezug von künstlicher Intelligenz, Ziele entwickelt, die womöglich jenseits der Reichweite eines Tagebauprojektes liegen. In diesen Gebieten werden durch weitere neue Bohrlöcher die Geologie und die Gehalte untersucht, um das Potenzial für einen denkbaren Untertagebau auf Castelo de Sonhos zu bewerten.

Löcher, die bereits in ihre vorgesehene Zieltiefe vorgestoßen sind, brachten signifikante Abschnitte hervor; die meisten gleich mehrere davon. Eines von drei oberflächennahen Umkehrbohr-Löchern musste jedoch aufgegeben werden, bevor es seine Zieltiefe erreichte. Die anderen beiden stießen oberflächennah, in der Nähe von Granit an der Grundgebirgsseite der Hauptkonglomerat-Lage in Esperança-Süd, auf eine niedergradige Goldvererzung.

Ein besseres Verständnis dafür, warum es in diesem Gebiet zu historischen Kleinbergbau gekommen war, sollte möglich werden sobald zwei weitere oberflächennahe Löcher an der Nordseite angelegt werden.

Die Top-Resultate der zu Explorationszwecken gebohrten Löcher wiederum kommen von Stellen südlich eines Granitaufschlusses in der Mitte des Plateaus. Dort stieß Bohrung CSH-20-498 auf Carbonat-Mineralien (die ersten im Projekt) und Fuchsit, die zuvor bei flacher angelegten Bohrungen unbemerkt geblieben waren.

Der gemessene Höchstwert lag hier bei 4,5 Gramm Gold pro Tonne über ein 0,6-Meter-Intervall, nahe dem Boden des Loches oberhalb des Granits. Auch diese Ergebnisse werden in die Aktualisierung der Mineralressource einfließen und die Definition weiterer angezeigter Ressourcen mir niedrigeren Gehalten ermöglichen.

Geologische Hypothesen

Die eher mittigen Bohrungen im Bereich von Esperança-Süd gaben Aufschluss über breitere Kreuzungen mit geringeren Gehalten, jene an den offenen absinkenden Erweiterungen in Esperança-Ost deuten darauf hin, dass die Goldvererzung im Westen weiter abfällt, genau wie an anderen Stellen auf dem Plateau.

Das Loch, welches die besten Einblicke in die Remobilisierung von Gold bietet, ist das erwähnte Diamantbohrloch CSH-20-489, welches in den Sedimenten südlich eines Granitaufschlusses angesetzt und in Richtung der Intrusion abgewinkelt war. Dieses Loch enthielt reichlich Fuchsit; ein Material, das in flachen Löchern normalerweise kaum zu finden ist.

Die Geologen von TriStar haben das Potenzial für höhergradige Schichten in der Tiefe festgestellt. Beobachtungen weisen darauf hin, dass eine unweit gelegene Granit-Intrusion das Gestein erwärmt und hydrothermale Flüssigkeiten über mehrere hundert Meter nach außen injiziert hat. Dadurch wurde möglicherweise Paläo-Seifen-Gold eingebracht, leicht bewegt, ausgefällt und an einem anderen Ort konzentriert. Die Untersuchung dieser Möglichkeit hat nun mit einem detaillierten 3D-Modell der Granite und der mineralisierten Konglomerat-Lage in der Tiefe begonnen.

Östlich und nördlich dieser Intrusion werden nun neue Löcher angelegt, die sich von anderen Seiten nähern. Sobald die Resultate aus allen drei Löchern, der Goldtests und der Multielement-Chemie vorliegen, können die Gelogen das Verständnis des Potenzials für eine tiefe Mineralisierung im Zentrum des Plateaus verfeinern und überprüfen.

Goldsuche mit KI und 3-D-Modell

TriStar hatte im Herbst 2020 systematisch damit begonnen, Daten zur Multielementchemie aus jedem Loch zu erfassen. Dabei behilflich ist GoldSpot Discoveries Inc., ein kanadischer Technologiedienstleister mit Firmensitz in Toronto, der durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz Effizienz und Erfolgsquote bei Explorationsprojekten steigert.

Die von GoldSpot koordinierten Studien zu maschinellem Lernen und künstlicher Intelligenz haben gezeigt, dass diese Daten zur Erstellung detaillierter Modelle von Struktur und Stratigraphie von erheblichem Wert sind. GoldSpot wird die Cluster-Analyse nun auf Esperança-Ost ausweiten. Dort sind geologische Faltungen und Verwerfungen komplexer. Detaillierte Modelle werden für die Ressourcenmodelle von Machbarkeitsstudien unverzichtbar sein.

Qualitätssicherung mit ALS

Für die Qualitätssicherung bei der Auswertung der Proben sorgt ALS, ein führendes Unternehmen für Tests, Inspektionen, Zertifizierungen und Verifizierungen aus Brisbane, Australien. Sämtliche Bohrlochroben wurden untersucht, indem die in den Umkehrbohrlöchern gesammelten Gesteinssplitter einem Brandanalysetest unterzogen wurden. Die Proben wurden per LKW von Standort zum Vorbereitungslabor von ALS in Brasilien transportiert und dort getrocknet, zerkleinert und analysiert. Von dort aus erfolgt der Versand an das Analyselabor von ALS in Lima (Peru).

Die Labore von ALS sind ISO-akkreditiert und verfügen über interne Programme zur Qualitätssicherung und Kontrolle. TriStar verwendet außerdem Standards, Leerproben und Duplikate in einem externen Qualitätssicherungs- und Kontrollprogramm, um die Laboranalysen unabhängig zu überwachen.

Über TriStar

Das Explorations- und Erschließungsunternehmen TriStar Gold aus Scottsdale, Arizona. konzentriert sich auf Edelmetall-Projekte auf dem amerikanischen Kontinent, die zu bedeutenden Produktionsbetrieben entwickelt werden können. Flaggschiff ist das Konzessionsgebiet „Castelo de Sonhos“ im brasilianischen Bundesstaat Pará. Seit Juli 2016 ist TriStar 100-prozentiger Eigner und führt vor Ort umfangreiche Explorationsaktivitäten zur Definition einer Resource durch.