Während bei Gold und Silber an den Rohstoffmärkten aktuell Trendrückgänge zu verzeichnen sind, startet ein anderes kostbares Metall durch. Aktuelle Lieferengpässe treiben den Palladium-Spotpreis auf ein Rekordniveau, ein Trendumschwung ist aktuell nicht in Sicht. Mehr noch: Analysten führender Finanzdienstleister sehen das begehrte Material in den kommenden Monaten vor weiteren Höhenflügen. Das sind gute Nachrichten für Explorer wie Sienna Resources Inc. (TSX.V: SIE; WKN: A1XCQ0; ISIN:CA82621E1060): Attraktive Rohstoffpreise machen die unternehmenseigenen Platinmetall-Projekte für Investoren zu spannenden Anlageinhalten.

Palladium hat in diesem Jahr bisher eine Preissteigerung um 15 Prozent erfahren, nachdem bereits seit fünf Jahren Kurszuwächse zu beobachten sind. Anfang vergangener Woche hatte der Spotpreis für Palladium eine Zunahme um 2,6 Prozent auf 2.849,33 USD pro Unze verzeichnet und lag damit nur gut 35 USD unter dem Rekordwert vom Februar vergangenen Jahres. Am Montagvormittag war der Kurs auf über 2.880 USD/Oz geklettert – Tendenz steigend.

Automobilhersteller als wichtige Palladium-Verbraucher

Palladium ist – was möglicherweise auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist – für die Automobilbranche ein kritischer Rohstoff. Der treibende Faktor hinter der erhöhten Nachfrage sind die strengen Auflagen, denen Hersteller umweltfreundlicher Fahrzeuge weltweit im Zuge der Klimakrise stellen. Dabei geht es ausnahmsweise einmal nicht um Elektromobilität: Um CO2-Emissionen zu senken, müssen Autos mit Verbrennungsmotoren sauberer werden. Das geht nicht ohne besonders effektive Katalysatoren zur Abgasreinigung. Für die ist wiederum Palladium eine zentrale Komponente.

Nachschub aus Russland stockt

Derweil baut sich zurzeit eine besorgniserregende Versorgungslücke auf. So haben in Russland in Minen des Marktriesen MMC Norilsk Nickel Produktionsunterbrechungen zu gravierenden Ausfällen geführt. Im Februar war es zu Wassereinbrüchen in zweien der größten Minen gekommen, sodass die Förderung dort vorläufig eingestellt werden musste. Das durch diese Komplikation entstehende Produktionsdefizit wurde auf etwa 500.000 Feinunzen geschätzt – was ungefähr fünf Prozent des weltweiten Jahresoutputs entspricht.

Zwar verlaufe die Entspannung der Situation schneller als zunächst erwartet, heißt es aus Russland. Trotzdem sind die Auswirkungen auf die Gesamtversorgung ein Indiz dafür, wie fragil das System auf Unregelmäßigkeiten reagiert.

Palladium vor der 3.500-USD-Marke?

Philip Klapwijk, Geschäftsführer des Consulting-Unternehmens “Precious Metals Insights Ltd.” in Hongkong bestätigte dem Branchenportal Mining.com gegenüber, dass die Palladium-Preise durch eine ganze Reihe positiver Angebots- und Nachfragefaktoren in die Höhe getrieben worden seien. Im Zuge dessen haben wohl auch spekulative Transaktionen den Trend verstärkt.

Nach Einschätzung von Citigroup Inc. könnte der Palladium-Preis in den nächsten drei Monaten die 3.000 USD, möglicherweise auch die 3.500 USD-pro-Unze-Marke erreichen, sofern die Schäden in Sibirien sich als schwerwiegender erweisen sollten als MMC Norilsk Nickel aktuell annimmt.

Auf der Angebotsseite geht die UBS Group AG für das laufende Jahr von einem Versorgungsdefizit von etwa einer Million Unzen aus. Damit wiese die Palladiumproduktion schon im zehnten Jahr in Folge eine Unterdeckung auf.

Nachfrage-Boost durch Normalisierung der Automobilbranche

Dass der Versorgungsengpass nicht bereits zu noch größeren Preissprüngen geführt hat, liegt auch an dem verzögerten Auffüllen der aktuell bereits extrem geschrumpften Lagerbestände bei den Automobilherstellern. Die diesbezügliche Zurückhaltung ist durch die allgemeine Wirtschaftslage im Zuge der COVID-19-Krise zu erklären. Außerdem hatten Ende vergangenen Jahres globale Lieferengpässe bei Computerchips die Automobilproduktion – und damit den akuten Verbrauch von Palladium – gedrosselt.

Nachdem durch die fortschreitenden Impfkampagnen Handel und Mobilität sich wieder erholen und auch die Versorgung mit Chips sich stabilisiert, dürfe folglich ein erheblicher Aufholprozess in der Branche einsetzen. Für die zweite Jahreshälfte und das kommende Jahr wird eine Wiederauffüllung der Lagerbestände der Automobilhersteller erwartet, die einen bullischen Effekt insbesondere auf die physischen Bilanzen des Palladiums zeigen sollte. Das schätzen laut Mining.com Analysten der Citigroup. Es sei zudem wahrscheinlich, dass spekulative Kaufpreise diese Erholung vorwegnehmen.

Würde die Hälfte der früheren Bestände innerhalb von einem halben Jahr wieder aufgebaut, würde das die jährliche Gesamtnachfrage nach Palladium um fünf Prozent bedeuten. In einem bullischen Szenario, bei dem alle früheren Bestände komplett aufgefüllt würden, wären es entsprechend zehn Prozent Zuwachs.

Sienna Resources als Palladium-Player

Angesichts dieser anspornenden Zukunftsperspektiven kann Sienna Resources bei Investoren fraglos punkten. Das Explorationsunternehmen aus Vancouver hat tatsächlich gleich mehrere Palladium-Projekte in seinem Portfolio.

Beim Flaggschiff „Slättberg“ in Schweden, einem Platin-Palladium-Nickelprojekt in einem bedeutenden historischen Bergbaugebiet, weisen bereits konkrete Bohrproben auf Palladium-Vorkommen hin. Das in Finnland gelegene Projekt „Kuusamo“ umschließt vollständig das von Mitbewerber Palladium One Mining (ebenfalls aus Vancouver). In der kanadischen Provinz Ontario und unmittelbar an ein Projektgelände von Generation Mining (Toronto) angrenzend befindet sich schließlich „Marathon Nord“. Das Areal des Mitbewerbers gilt als eines der größten Platinmetall-Vorkommen in Nordamerika – vielversprechende Aussichten für künftige Explorationen seitens Sienna Resources.

Mit den beiden Platinmetall-Projekten in Top-Lagen ist Sienna Resources für positive Entwicklungen am Palladium-Bullenmarkt bestens gerüstet. Und nicht nur das: Mit weiteren Operationen wie dem Lithium-Projekt „Clayton Valley“ (Nevada, USA) und die in Norwegen gelegenen Goldprojekte Bleka und Vekselmyr präsentiert sich Sienna Resources breit aufgestellt für eine kurzfristige Entwicklung in verschiedene Richtungen.