Erstellt im Auftrag von Red Metal Resources

Riesiger Kupferbedarf weltweit: Chiles Bergbau vor Wachstumsschub

Riesiger Kupferbedarf weltweit: Chiles Bergbau vor Wachstumsschub picture alliance / Visually / Jose Luis Stephens

Das Mineralexplorationsunternehmen Red Metal Resources CA75679D2023 A40DG3 verschaffte sich im Mai mit einem richtungsweisenden Vertrag eine dauerhafte Einnahmequelle. Über eine Tochtergesellschaft wurden die Abbaurechte für eine Mineralienkonzession auf dem Kupfer-Gold-Kobalt-Projekt Carrizal des Unternehmens in der chilenischen Atacama-Region an ein lokales Kleinbergbauunternehmen verpachtet.

Der Vertrag ist zunächst auf fünf Jahre befristet und sieht im Anschluss an eine siebenmonatige Entwicklungsphase eine monatliche Mindestproduktion von 2.500 Tonnen vor. Der Tochtergesellschaft fließen monatliche Einnahmen von 10 % aller Kupfer-, Silber- und Goldverkäufe sowie 15 % der Kobaltverkäufe zu (abzüglich Lizenzgebühren).

Was möglich ist, zeigt ein Blick zurück, als die Tochtergesellschaft noch selbst abbaute: Von 2015 bis 2017 wurden insgesamt 12.905 Tonnen Sulfiderz gefördert. Dieses Erz enthielt insgesamt 528.168 Pfund Kupfer, 2.829 Unzen Silber und 95 Unzen Gold, was einem Gesamtgehalt von 1,86 % Kupfer, 7,8 Gramm Silber und 0,23 Gramm Gold pro Tonne entspricht.

Red Metal Resources sichert sich regelmäßigen Cashflow

CEO Caitlin Jeffs sieht durch den Deal "verlässliche Einnahmen" gesichert: "Das hochgradige kupferhaltige Erz in Carrizal ist leicht zugänglich." Das Unternehmen betont die Bedeutung kleinerer Unternehmen für die globale Rohstoffversorgung – insbesondere auf dem Kupfermarkt. "Probleme mit der gesellschaftlichen Akzeptanz verhindern, dass riesige Minen schnell oder überhaupt entwickelt werden können", erläutert Red Metal gegenüber Investoren. "Kleine Minen werden attraktiver, da sie aufgrund ihrer Entwicklungsgeschwindigkeit schneller geplant und erschlossen werden können."

Die dynamisch steigende Nachfrage nach Kupfer lässt erwarten, dass Kupferproduzenten jeder Größe benötigt werden, um den künftigen Bedarf zu decken – und dass Chile bei der Schaffung neuer Produzenten eine zentrale Rolle spielen muss.

Im Mai kamen zwar schwache Daten aus dem chilenischen Bergbau: So sank die Kupferproduktion in dem Andenstaat, dem weltweit größten Kupferproduzenten, im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 % auf 423.623 Tonnen. In der längerfristigen Perspektive jedoch zeichnet sich ein Aufschwung ab, wie jüngste Daten der Umweltbehörde Environmental Evaluation Service (SEA) zeigen. Projekte, die in Chile einer Umweltprüfung unterzogen werden, landen auf den Schreibtischen der SEA. Das Portfolio an bearbeiteten Bergbauprojekten umfasst demnach geplante Investitionen von 26,7 Mrd. USD – kein anderer Sektor einschließlich des Energiesektors kommt auf einen so hohen Wert.

Die 26,7 Mrd. USD verteilen sich auf 58 Projekte. Die Region Antofagasta verzeichnet mit 17,2 Mrd. USD, verteilt auf 12 Projekte, den größten Anteil an den angekündigten Bergbauinvestitionen, während die Region Atacama mit 16 Projekten die höchste Anzahl an Initiativen aufweist. Zwischen Januar und Mai 2026 wurden 26 Bergbauprojekte im Wert von 17,6 Mrd. USD einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen, 16 Projekte im Wert von 3 Mrd. USD wurden genehmigt. Im Vorjahreszeitraum waren 11 Projekte im Wert von 2,6 Mrd. USD genehmigt worden.

Der Preis-Superzyklus wartet nicht

Manuel Viera, Präsident der chilenischen Bergbaukammer, sieht in diesen Zahlen die Bestätigung für das Interesse von Unternehmen und Investoren, die Bergbauproduktion in Chile weiter voranzutreiben. Er warnte jedoch, dass die bislang geplanten Investitionen nicht ausreichten, da "der Preis-Superzyklus nicht warten" werde. Viera warnte zugleich vor Schwächen und Herausforderungen der bestehenden Bergbauregulierung, darunter 8-12 Jahre lange Genehmigungsverfahren für Großprojekte, eine zu 81 % aus Brownfield-Projekten bestehende Pipeline, mangelndes Verständnis der Behörden für das Bergbaugeschäft und das durch ein Verbot privater Konzessionen "gebundene" Lithiumreservoir des Landes.

Auf dem neuen Präsidenten Jose Antonio Kast ruhen deshalb große Hoffnungen, die dieser mit mehreren Gesetzentwürfen, die dem Kongress vorliegen, zu adressieren versucht. Einer der Entwürfe sieht eine Änderung des Bergbaugesetzes vor, mit der bürokratische Hürden und progressive Gebührenerhöhungen beseitigt und gleichzeitig der Zugang zu Gebührenermäßigungen erleichtert werden sollen, insbesondere für kleinere und mittlere Bergbauunternehmen.

Präsident Kast legt Gesetzentwürfe vor

Auch Kasts Plan für nationalen Wiederaufbau und wirtschaftliche Entwicklung liegt dem Kongress vor – und weckt Hoffnungen im Bergbausektor. Vorgesehen sind etwa die Begrenzung der Frist für die Aufhebung von Genehmigungen und Entschädigungen für Unternehmen, falls eine zuvor genehmigte Umweltverträglichkeitsprüfung von den Gerichten widerrufen wird.

Ferner sind beschleunigte Genehmigungen und Steueranreize vorgesehen. Letztere sehen zum Beispiel die Option der Steuerunveränderlichkeit für große Investitionen und eine allgemeine Senkung der Körperschaftsteuer von 27 % auf 23 % vor. Dadurch sollen Auslandsinvestitionen angezogen werden.

Internationale Partner zeigen großes Interesse am chilenischen Bergbausektor. Jean-Marc Arbogast, Manager der Weltbankgruppe für Chile, sagte auf einer Veranstaltung in Santiago Mitte Juni, dass die Institution an einer strategischen Partnerschaft mit Chile interessiert sei, damit Chile durch größere Investitionen und Kapazitätsaufbau an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen könnte.

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Weltbank-Initiative RISE blickt nach Chile

Das Interesse der Weltbank kommt nicht von ungefähr: Die Institution betreibt die Initiative "Resilient and Inclusive Supply Chain Enhancement" (RISE), die Partnerschaften zur Stärkung der Lieferketten aufbaut. Der durch den Extractives Global Programmatic Support (EGPS) Trust Fund verwalteten Initiative gehören unter anderem Australien, Kanada, die Schweiz, Japan, Italien und das Vereinigte Königreich an.

Baufortschritt auf Farellon übertrifft Zeitplan

Der lokale Partner von Red Metal Resources, das Bergbauunternehmen Minera KMT, hat die Arbeiten auf der Mineralienkonzession Farellon 1/8 inzwischen aufgenommen und kommt dabei schneller voran als ursprünglich geplant. Zwei Standortbesuche im Juni und Juli 2026 bestätigten den Fortschritt: Im nördlichen Bereich ist die Entwässerung des historischen Level-7-Stollens bereits zu rund 90 % abgeschlossen, im südlichen Bereich treiben zwei Bohrer einen neuen Zugangsstollen auf eine bekannte, hochgradige mineralisierte Ader zu. Ergebnisse eines begleitenden geophysikalischen Messprogramms werden noch im Juli erwartet und sollen künftige Bohrziele auf der gesamten, zwölf Kilometer streichenden Liegenschaft schärfen.

Red Metal selbst kann die wiederkehrenden Einnahmen zur weiteren Exploration des Projekts verwenden und dabei die im Explorationsbereich übliche Verwässerung minimieren. Gelingt Minera KMT der planmäßige Produktionsstart noch in diesem Sommer, dürfte das die Aufmerksamkeit des Marktes auf die bislang weitgehend unbeachtete Aktie lenken. Aus Investorensicht ergibt sich dadurch die Chance, dass der seit Februar in einer volatilen Seitwärtsphase verlaufende Aktienkurs den vorangegangenen Aufwärtstrend wieder aufnimmt. Auf 12-Monats-Sicht liegt die Aktie 260 % im Plus – bei einer Bewertung von aktuell lediglich 3,5 Mio. EUR besteht dennoch Potenzial.