Mit Riesenschritten, aber top koordiniert, strebt der australische Lithiumproduzent Pilbara Minerals Ltd. (ASX: PLS; WKN: A0YGCV; ISIN: AU000000PLS0) in Richtung Vollproduktion. Wie das Unternehmen am 28. August 2018 mitteilte, ist die Konzentratoranlage über die Kommissionierungsphase am Weg zur kommerziellen Produktion. Die ersten Konzentratmengen werden sich in Kürze Richtung Port Hedland auf den Weg machen, wo zwischen 14. Und 21. September die ersten Schiffsladungen für die Kunden ablegen sollen.

Die Stufe 1 der Konzentratoranlage hat demonstriert, dass sie bereits mit derzeit 220 Tonnen pro Stunde zufriedenstellend läuft und somit den Level von 80% der berechneten Spitzenleistung von 270 Tonnen pro Stunde erreicht hat.

Die Produktspezifikationen, sowohl für Spodumenekonzentrat als auch für Tantalkonzentrat haben innerhalb von 2 Monaten die gewünschte Verkaufsqualität erreicht und stellen somit einen weiteren Meilenstein für das Unternehmen dar. Als Resultat für die Erreichung dieser Qualitätsstufe ist das Management nun an der Arbeit die volle Produktionsleistung zu erreichen, um mehr Material ausliefern zu können. Dennoch arbeitet man parallel an der weiteren Beseitigung von Verunreinigungen wie z.B. Eisen, um die Qualität weiter anzuheben. Man rechnet damit, dass in den kommenden Wochen diesbezüglich positive Resultate vorliegen werden.

Das Tantalkonzentrat wurde mittels Schwerkrafttrennung im Konzentrator gewonnen. Die Kommissionierung dieses Anlagenteils ist nun abgeschlossen und rd. 44 Tonnen an 8%igem Tantalkonzentrat konnten bereits produziert werden, und liegen zur Verschiffung an Global Advanced Metals (GAM) bereit. Dies streng nach der getroffenen Vereinbarung, das vorhandene Konzentrat von der Mine abzuholen. Die 44 Tonnen Konzentrat enthalten nach weiterer Verarbeitung rd. 7.800 Pfund Tantalpentoxid.

Abb1: Tantalkonzentrat, verladefertig, Quelle: Pilbara Minerals

Das obige Foto zeigt das Tantalkonzentrat aus dem Konzentrator kommend (linkes Bild), und in Transportsäcken für den Abtransport gelagert (rechtes Bild).

Für den Vorstand Ken Brinsden sind diese exzellenten Unternehmensfortschritte bei den metallurgischen Tests, im Ingenieurbereich und der Konstruktion großartige Erfolge beim Aufbau eines Weltklasseprojekts.

Er sagt: „ Gratulation an unsere Konsulenten für die fantastische Leistung beim Aufbau unserer ersten Produktionsstätte. Nicht nur, dass sie schnell gearbeitet haben, auch stehen die Zeichen sehr gut, dass wir hochwertige Produkte liefern werden.

Es ist aber auch erfreulich, zu sehen, dass wir jetzt bereits die Kapazität der Anlage abschätzen können. Wenn wir die über die Anlaufphase die volle Kapazität erreichen werden, werden wir jährlich an die 45.000 Tonnen an Lithiumkarbonat-Äquivalent (LCE) herstellen. Damit wird Pilgangoora zu einem der weltweit größten Lithiumproduzenten für die gesuchten Rohstoffe. Und dies bereits bevor wir noch die 2. Ausbaustufe von 5 Mio. Jahrestonnen erreicht haben.

Mit der Beauftragung unserer ersten Schiffsladung Mitte September haben wir einen weiteren Meilenstein in der Firmenentwicklung erreicht. Ab dieser Erstlieferung sollten wir monatlich die Kapazität bis zum Jahresende steigern können. Bedingt durch die Anlagenart in Kombination mit den Verarbeitungsprozessen rechnen wir bei voller Nennleistung bis zum 4. Quartal 2019 die Gewinnungsrate auf rd. 75% steigern zu können. Dies entspricht der finalen Optimierungsstufe und zeigt, dass es die notwendige Zeit braucht, um alle Komponenten der Anlage auszubalancieren.“