Für den australischen Lithium-Tantal-Entwickler Liontown Resources Ltd. (ASX: LTR; WKN: A0LFDX; ISIN: AU000000LTR4) ist die neue Ressourcenschätzung die ultimative Bestätigung der Qualität des Vorzeigeprojektes Kathleen Valley.

Aufgrund der laufend veröffentlichten tollen Bohrergebnisse war zwar zu erwarten, dass die neue Ressource deutlich besser ausfallen sollte, aber mit 353% Steigerung hievt das Unternehmen das Projekt tatsächlich in die Topriege australischer Lithiumunternehmen.

Ausgehend von den Daten aus 43.000 Meter an Rückspülbohrungen und 4.500 Meter an Diamantbohrungen, die das Unternehmen seit 2017 durchgeführt hat, konnte nun eine Ressourcenschätzung nach JORC-Code erarbeitet werden, die nicht nur an Größe und Gehalt enorm zulegte, sondern dabei noch 83% der Ressource in der hohen Kategorie „measured und indicated“  ansiedeln konnte. Für die Erstellung waren die Konsulentenbetriebe ALS und Nagrom laboratory in Perth (Laboranalysen) und Optiro Pty Ltd (Ressourcenschätzung)  verantwortlich.

Abb1: neue Ressource vom Juli 2019, Quelle: Liontown Resources

Die Ressource wurde unterteilt in potentiellen Tageabbau (Cut-off: 0,5%) und Untertageabbau (Cut-off: 0,7%). Wie bereits oben angeführt ist der hohe Anteil in den Kategorien measured und indicated ein Qualitätsmerkmal, das viel an Risiko aus der Unternehmensentwicklung nimmt. Noch im September 2018 umfasste die Gesamtressource 21,2 Mio. Tonnen zu 1,4% Li2O und 170 ppm an Ta2O5 und bildet mit den aktuellen 74,9 Mio. Tonnen zu 1,3% LiO2 und 140 ppm an Ta2O5 eine mehr als solide Basis für die nächsten Schritte in Richtung Produktion. Dabei sehen die Geologen sowohl in der Längenausdehnung wie auch in der Tiefe weiteres Potential für weitere künftige Ressourcenerhöhungen.

Für die Erlangung von Daten zur Erstellung einer Vorwirtschaftlichkeitsstudie laufen derzeit metallurgische Tests im Labor von ALS. Die vorläufigen Ergebnisse deuten auf eine Gewinnungsrate von 6,2% LiO2 in Konzentratform hin, sind allerdings ebenso noch nicht abgeschlossen wie die Untersuchungen zur Tantalgewinnung, von der man sich als werthaltiges Nebenprodukt ebenfalls viel verspricht..

Für die Ressource dient derzeit ein Areal in der Ausdehnung von rd. 1.000 Meter x 1.100 Meter. Vielversprechend ist die Tatsache, dass die führenden Pegmatitschichten bereits an der Oberfläche beginnen und somit prädestiniert für einen Abbau mittels Tagebaugrube sind.

Abb2: 3D-Ansicht der verlaufenden Pegmatitschichten, Quelle: Liontwon Resources

Die leicht Richtung Westen abfallenden dicken Schichten von durchschnittlich bis zu 40 Meter treffen in rd. 300 Meter Tiefe auf die Pegmatitformationen von Mt. Mann und deuten auf weitere gutes Fundpotential an, wenn die Tiefenausdehnung und Vererzung näher untersucht werden wird.

Dass das gesamte Management von diesem exzellenten Erfolg begeistert ist, ist verständlich. Vorstand David Richards bringt es auf den Punkt: „Dies ist ein außergewöhnlicher Erfolg für unsere Aktionäre und bestätigt, dass Kathleen Valley alle Voraussetzungen für einen langlebigen und qualitativ hochwertigen Abbau bietet.  Dieser wird noch durch die Existenz moderner Infrastruktur wesentlich unterstützt. Während die metallurgischen Tests laufen, arbeiten wir konsequent an den Wirtschaftlichkeitsstudien, den Abbauplänen, der Grubenoptimierung, der Infrastruktur, und, ganz besonders wichtig, an möglichen Finanzierungsmodellen. Die Vorwirtschaftlichkeitsstudie sollte bis zum 4. Quartal 2019 fertig sein. Daneben arbeiten wir auch am Buldania-Projekt, von dem wir uns eine ähnliche Entwicklung erwarten.“

Mit Kathleen Valley und voraussichtlich auch Buldania besitzt Liontown Resources 2 hochwertige Projekte, die das Unternehmen künftig als langlebigen Lieferanten der Metalle Lithium und Tantal am Markt etablieren lassen können. Es hat sich angedeutet: Das Jahr 2019 ist ein für das Unternehmen entscheidendes Jahr in seiner Entwicklungsgeschichte, und die bisherigen Erfolge stimmen zuversichtlich für die kommenden Entwicklungsschritte.