Erstellt im Auftrag von Prismo Metals

Kupferboom in Arizona – Milliardeninvestitionen und neue Projekte treiben den Sektor an

Kupferboom in Arizona – Milliardeninvestitionen und neue Projekte treiben den Sektor an Prismo Metals

Der Kupfer- und Silberexplorer Prismo Metals CA74275P1071 A2QEGD hat im September ein mehrmonatiges Oberflächenexplorationsprogramm auf seinem Silver-King-Projekt im Pioneer Mining District nahe Superior, Arizona, abgeschlossen. Im Mittelpunkt stand die Suche nach Hinweisen auf ein potenziell großes Kupfersystem in der Tiefe.

Silver King liegt nur 3,4 Kilometer von Riesen-Kupferprojekt entfernt

Das benachbarte Resolution-Kupferprojekt ist ein Joint Venture der Bergbaukonzerne Rio Tinto GB0007188757 852147 und BHP AU000000BHP4 850524, an dem Rio Tinto 55 % und BHP 45 % halten. Die geplante Mine könnte künftig rund ein Viertel des US-Kupferbedarfs decken und damit einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Importabhängigkeit leisten.

Die Ausgangslage ist strategisch bedeutsam: Nach jüngsten Schätzungen des US Geological Survey produzierten US-Minen 2025 rund eine Million Tonnen Kupfer. Gleichzeitig mussten 57 % des amerikanischen Kupferverbrauchs durch Importe gedeckt werden. Rund 70 % der heimischen Kupferproduktion entfallen auf Arizona. Resolution Copper leistet bislang noch keinen Beitrag zur US-Produktion.

Der Bundesstaat entwickelt sich damit zum Zentrum eines neuen Kupferinvestitionszyklus. Die geologischen Voraussetzungen, der steigende Bedarf und das politische Interesse an einer stärkeren heimischen Versorgung schaffen ein Umfeld, in dem bestehende Projekte ausgebaut und neue Lagerstätten erschlossen werden.

Milliardeninvestitionen bringen Arizonas Kupferprojekte voran

Wie stark die Dynamik bereits ist, zeigen mehrere Projekte im Bundesstaat.

Mitsubishi JP3898400001 857124 und Hudbay Minerals CA4436281022 A0DPL4 entwickeln gemeinsam das Copper-World-Projekt. Der Produktionsstart ist für die zweite Jahreshälfte 2029 vorgesehen. Über die gesamte Minenlaufzeit soll die Anlage durchschnittlich rund 100.000 Tonnen Kupfer pro Jahr produzieren. Mitsubishi, das im vergangenen Jahr eine Beteiligung von 30 % erworben hatte, genehmigte im Oktober eine weitere Investition in Höhe von 423 Mio. USD.

Ivanhoe Electric US46578C1080 A3DNSS treibt das Santa-Cruz-Projekt voran. Es könnte zu einer der ersten großen neuen Kupferminen in den USA seit fast zwei Jahrzehnten werden. Für die erste Entwicklungsphase sind Investitionen von rund 1,4 Mrd. USD vorgesehen, der Produktionsbeginn ist für 2029 geplant.

Die wahrscheinlichen Mineralreserven belaufen sich auf 140 Mio. Tonnen mit einem Kupfergehalt von 1,08 %. Über eine geplante Minenlaufzeit von 24 Jahren sollen insgesamt 1,5 Mio. Tonnen Kupfer produziert werden. Hinzu kommen weitere angezeigte und abgeleitete Mineralressourcen. Für die Finanzierung steht ein Darlehen der US-Export-Import-Bank EXIM in Höhe von 1,1 Mrd. USD im Raum. Zudem führt Ivanhoe fortgeschrittene Gespräche über den Verkauf künftiger Kupfermengen. Potenzielle Abnehmer wurden bislang nicht genannt.

Neue Technologien erschließen zusätzliche Kupferquellen

Neben klassischen Minenprojekten gewinnen innovative Förderverfahren an Bedeutung. BHP arbeitet dafür mit dem MIT-Spin-off SiTration zusammen. Am Standort Copper Cities, einer historischen Kupfermine, die von den 1950er-Jahren bis in die frühen 1980er-Jahre betrieben wurde und fast 400.000 Tonnen Kupfer lieferte, laufen zwei Pilotprojekte.

Im August startete ein Vorhaben, das die kontinuierliche und autonome Kupferproduktion aus historischem Bergbauwasser über einen Monat hinweg testen soll. Eine größere Anlage soll noch in diesem Jahr innerhalb von zwei Monaten bis zu zwei Tonnen Kupferkathoden im kommerziellen Maßstab produzieren. Ziel ist es, bislang ungenutzte Ressourcen aus bestehenden Bergbaustandorten zurückzugewinnen.

Auch Gunnison Copper CA4028801088 A40TP4 setzt auf innovative Verfahren. In der Johnson-Camp-Mine produziert das Unternehmen seit Ende vergangenen Jahres gemeinsam mit der Rio-Tinto-Tochter Nuton Kupferkathoden. Zum Einsatz kommt eine eigens entwickelte Bioleaching-Technologie. Zu den ersten Abnehmern zählt Amazon Web Services (AWS), das Kupfer für Komponenten seiner US-Rechenzentren benötigt.

Bei Florence Copper, einer Tochtergesellschaft von Trekor Metals (ehemals Taseko Mines; ISIN: CA89472Y1079, WKN: A42D8P), ist Anfang Oktober die kommerzielle Produktion angelaufen. Für 2026 erwartet CEO Stuart McDonald eine Kupferproduktion von 25 bis 28 Mio. Pfund. Die volle Produktionskapazität soll Anfang 2027 erreicht werden.

Florence Copper nutzt die In-situ-Gewinnung statt des klassischen Tagebaus. Dabei wird eine Lösung in die Lagerstätte gepumpt, um das Kupfer aus dem Gestein zu lösen. Anschließend wird die kupferhaltige Flüssigkeit an die Oberfläche gefördert und das Metall abgeschieden.

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US-Politik forciert Ausbau der Kupferproduktion

Der Ausbau der heimischen Kupferversorgung erhält auch politische Unterstützung. Der Kongressabgeordnete Andy Biggs drängt gemeinsam mit seinen republikanischen Kollegen Paul Gosar und Eli Crane das US-Verteidigungsministerium dazu, Möglichkeiten für eine Ausweitung der Kupferproduktion auf Militärgeländen in Arizona zu prüfen.

Damit wächst der politische Druck, zusätzliche heimische Kupferquellen zu erschließen und die Abhängigkeit von Importen zu reduzieren. Die Entwicklungen in Arizona zeigen, dass sich dieser Trend längst in konkreten Investitionsentscheidungen, neuen Förderkonzepten und der Weiterentwicklung bestehender Projekte niederschlägt.

Silver King könnte von der Dynamik des Kupfermarktes profitieren

Für Prismo Metals rückt nun die Frage in den Mittelpunkt, ob sich die bisherigen Oberflächenbefunde durch weitere Untersuchungen zu einem wirtschaftlich relevanten Kupfersystem in der Tiefe verdichten lassen. CEO Alain Lambert sieht mehrere unabhängige Untersuchungsergebnisse als Bestätigung der Arbeitshypothese. Kartierung, Oberflächengeochemie, induzierte Polarisationsmessungen und ein geologischer Tiefenschnitt würden in dieselbe Richtung weisen. "Die schwache Oberflächenaktivität deutet darauf hin, dass das Ziel in der Tiefe liegt – und genau diese Tiefe ist der Grund, warum dieses Gebiet anderthalb Jahrhunderte lang vernachlässigt wurde. Unsere Aufgabe besteht nun darin, die Geometrie des Systems weiter zu verfeinern, bevor wir Bohrstellen auswählen", erklärt Lambert.

Die Ergebnisse von 23 weiteren Oberflächenproben stehen noch aus. Darüber hinaus führt Prismo Gespräche mit einem geophysikalischen Dienstleister über eine magnetotellurische Untersuchung (MT) des gesamten Projektgebiets. Diese soll zusätzliche Informationen über die Geometrie und Ausdehnung des möglichen Systems in der Tiefe liefern. Silver King befindet sich noch in einer frühen Explorationsphase. Ein wirtschaftlich nutzbares Kupfervorkommen ist bislang nicht nachgewiesen. Gerade deshalb kommt den nächsten Untersuchungsergebnissen und der Auswahl möglicher Bohrziele besondere Bedeutung zu. Sollten sich die bisherigen Hinweise bestätigen und Bohrungen ein großes Kupfersystem nachweisen, kann Prismo Metals schnell erhebliches Neubewertungspotenzial erschließen. Die Nähe zu Resolution Copper und die zunehmende strategische Bedeutung der heimischen US-Kupferproduktion bilden dafür ein attraktives Marktumfeld.