Erstellt im Auftrag von Prismo Metals

KI & Arizona-Bergbau: Faraday kauft bei BHP ein – Arizonas Explorer formen den Sektor neu

KI & Arizona-Bergbau: Faraday kauft bei BHP ein – Arizonas Explorer formen den Sektor neu Prismo Metals

Der Edelmetallexplorer Prismo Metals CA74275P1071 A2QEGD legte im Juni die Ergebnisse des Phase-I-Bohrprogramms für sein Silver-King-Projekt in der Nähe der Stadt Superior in Arizona vor. Das Programm umfasste acht Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 1.272 Metern – und ergab mehrere Abschnitte mit außergewöhnlich hohen Silbergehalten. Unter den Resultaten: 2,3 Meter mit 1.452 Gramm Silber und 1,6 Gramm Gold pro Tonne sowie 1,9 % Kupfer. Mehrere Bohrkerne zeigten Gehalte von über 500 bis über 1.000 Gramm Silber pro Tonne.

Prismo Metals vermutet bei Silver King Kupfer in der Tiefe

Die Bohrergebnisse bestätigen laut Unternehmen, dass der obere Teil des röhrenförmigen mineralisierten Körpers weitgehend unerschlossen ist und zusätzliches Explorationspotenzial enthält. Zudem zeige sich ein Übergang zu einer Kupfermineralisierung in der Tiefe.

Aktivitäten von Explorern wie Prismo Metals werden in Arizona derzeit besonders aufmerksam beobachtet. Weiteres Wachstum im ohnehin stark aufgestellten Bergbausektor ist willkommener denn je. Der US-Bundesstaat und insbesondere die Metropolregion Phoenix gelten seit Jahrzehnten als das Backoffice Amerikas. Viel Platz und günstige Arbeitskräfte schufen einen idealen Standort für Büroarbeitsplätze, die nicht in der Nähe der Firmenzentralen untergebracht werden mussten. Kundenservice, Dateneingabe, Lohnbuchhaltung – das sind typische Jobs in Phoenix und Umgebung.

Doch Amerikas Backoffice hat ein Problem: Denn seit einiger Zeit "verschwinden auch diese gut bezahlten Bürojobs aufgrund der anhaltenden Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland und zunehmend auch der künstlichen Intelligenz", berichtet das Wall Street Journal. Dieser Wandel ist ebenso Bestandteil von übergeordneten Megatrends wie der Aufschwung des Bergbaus in der Region. Gold, Silber, Kupfer, kritische Mineralien: All diese Rohstoffe gibt es in dem südlichen Bundesstaat. Die starke Nachfrage verwandelt Amerikas Backoffice – für jeden Durchreisenden mit bloßem Auge sichtbar – in ein Powerhouse des Bergbaus.

Arizonas Explorer treiben Projekte voran

Neben Prismo Metals konnten in den vergangenen Monaten zahlreiche weitere Explorer signifikante Fortschritte für ihre Projekte vermelden.

Copper Fox Metals CA21749Q1046 A0HNEG arbeitet am Van-Dyke-Projekt im ertragreichen Kupferbergbaugebiet Globe-Miami, etwa 145 Kilometer östlich von Phoenix. Dort soll mithilfe der In-situ-Kupfergewinnungsmethode (ISCR) die Produktion wieder aufgenommen werden. Die PEA sieht einen mittelgroßen Kupferproduzenten mit einer Produktionskapazität von 85 Millionen Pfund pro Jahr über eine Minenlaufzeit von 17 Jahren.

Faraday: vom Explorer zum Kupfer-Distrikt

Die vielleicht größte Neuigkeit aus Arizonas Bergbaulandschaft kommt von Faraday Copper CA3073571034 A3DK5Q. Das Unternehmen exploriert das Copper-Creek-Projekt – eine drei Kilometer lange Porphyr-Kupferlagerstätte im Pinal County, weniger als zwei Autostunden nordöstlich von Tucson. Bisher wurden mehr als 560 Bohrungen und über 257.000 Meter Bohrstrecke niedergebracht, zuletzt mit Ergebnissen von 35,35 Metern mit 0,58 % Kupfer und 67 Metern mit 0,30 % Kupfer.

Anfang Juli unterzeichnete Faraday dann eine definitive Vereinbarung zur Übernahme von BHPs San-Manuel-Liegenschaft in Arizona. San Manuel war einst eine der größten Kupferbergbauregionen der USA und liegt rund 19 Kilometer südwestlich von Copper Creek. Im Gegenzug erhält BHP rund 138 Millionen Faraday-Aktien – das entspricht einer Beteiligung von etwa 30 % auf vollständig verwässerter Basis. Der Abschluss der Transaktion wird für Ende des dritten Quartals 2026 erwartet, vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen. Beobachter sprechen von einem der bedeutendsten Kupfer-Deals in Arizona seit Jahren, der Faraday in die Liga der Multi-Asset-Kupferproduzenten katapultieren könnte.

Edge Copper CA2798521076 A41M8G entwickelt das Zonia-Projekt in Walnut Grove: ein stillgelegtes Tagebaugebiet, in dem eine SX-EW-Aufbereitung zur Herstellung von Kupferkathoden geplant ist. Nachdem die PEA ausgehend von 8 % Diskontierung und 4,75 USD pro lb Kupfer einen Kapitalwert nach Steuern von 488 Mio. USD attestiert hatte, ist das Unternehmen inzwischen in die nächste Phase übergegangen. Ende Juli meldete Edge Copper aus dem laufenden Bohrprogramm eine Kreuzung von 88 Metern (290 Fuß) mit 0,40 % Kupfer, einschließlich 15 Metern (50 Fuß) mit 1,69 % Kupfer – außerhalb der bislang modellierten PEA-Grube im Nordwesten des Deposits. Das Programm hat inzwischen 27 Bohrungen abgeschlossen und geht von der Infill-Phase in die Randabgrenzung des Lagerstättenkörpers über. Metallurgische Tests sollen Ende August beginnen.

Barksdale Resources CA06766T1075 A2P1AL exploriert das Sunnyside-Projekt in den Patagonia Mountains etwa anderthalb Autostunden südlich von Tucson. Das Unternehmen vermutet eine Kupfer-Zink-Blei-Silber-Mineralisierung, die als Erweiterung der Weltklasse-Lagerstätte Taylor von South32 interpretiert wird. Das Phase-II-Bohrprogramm läuft auf Hochtouren: Die ersten vier Bohrungen lieferten hochgradige Porphyr-Kupfer-Abschnitte von 0,90 % bis 0,93 % Kupfer über jeweils rund 61 Meter. Zuletzt wurde zudem eine kontinuierliche Kupfermineralisierung bis in eine Tiefe von über 1.000 Metern definiert. Für das Herbstprogramm sind 15.420 Diamantbohrmeter geplant, ergänzt durch ZTEM- und IP-Geophysik zur Schärfung der Tiefenziele.

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Verborgener Porphyr bei Silver King?

Die Geologen von Prismo Metals sehen bei Silver King die Chance auf einen verborgenen Porphyr. Porphyr-Kupferlagerstätten sind die weltweit wichtigste Kupferquelle und können zudem eine Vielzahl von Sekundärrohstoffen enthalten.

Porphyr-Systeme lassen sich als unterirdische Magmablase beschreiben, die tief in der Erde langsam abgekühlt ist, ohne als Vulkan auszubrechen. Metallreiche Flüssigkeiten aus dieser Blase sind unter enormem Druck nach oben in das umliegende Gestein gepresst worden. Dort haben sie das Gestein chemisch verändert und riesige, aber oft niedriggradige Wolken aus Metallen – meist Kupfer und Gold – hinterlassen. Aus diesen tiefen Porphyr-Zentren wachsen oft mineralreiche Adern weiter nach oben in Richtung Erdoberfläche. Genau so eine oberflächennahe Ader könnte Prismo Metals bei Silver King offenbar gefunden haben.

In 366 Metern Tiefe stieß eine Bohrung auf Gestein, das einst aus Magma entstand – die Voraussetzung für ein Porphyr-System. Identifiziert wurde zudem eine Anreicherung mit Kalium, ein wichtiges Merkmal für die heißeste Zone direkt am Porphyr-Zentrum. Zudem ziehen sich Katzengold (Pyrit) und Kupferkies (Chalkopyrit) durch das Gestein – ein weiteres Charakteristikum für Porphyr-Erz.

"Die durchschnittlichen Kupfergehalte stiegen in der Tiefe dramatisch um das etwa 70-Fache an", erläutert Prismo-Metals-Sonderberater Dr. Linus Keating. Je tiefer die Bohrung, desto näher komme die Kupferquelle – auch das sei ein Hinweis auf Porphyr. Er verweist zudem auf den geochemischen Fingerabdruck: "Gleichzeitig sinkende Blei-, Zink-, Antimon- und Quecksilber-Werte in Verbindung mit steigenden Strontium- und Natrium-Werten deuten auf einen klassischen geochemischen Hinweis auf eine mögliche Porphyrquelle hin."

Neue Analysewerte untermauern These

Im Juli legte Prismo Metals frische Probenergebnisse aus dem laufenden Geländeprogramm bei Silver King vor. 23 Gesteinsproben erbrachten Spitzenwerte von 1,73 % Kupfer, 30 ppm Molybdän, 1.362 Gramm Silber, 4,1 % Blei und 1,3 Gramm Gold pro Tonne. Die Kartierung ist zur Hälfte abgeschlossen und zeigt zwei ausgedehnte Pyrit-Halo-Zonen rund um den zentralen Silver-King-Schacht sowie bislang unbekannte hydrothermale Brekzien in der Silverado Wash.

Zunehmende Kalium-Alteration in historischen Schächten und eine vorab durchgeführte IP-Messung, die mit der Tiefe eine steigende Sulfid-Antwort zeigte, untermauern laut Unternehmen das Bild eines verborgenen Porphyr-Kupfersystems. Bei Prismo stehen als nächste Schritte weitere rund 25 Probennahmen, eine tiefer reichende IP-Untersuchung sowie ein zweites Bohrprogramm auf der Agenda. Die Integration der neuen Kartierungs-, Analyse- und geophysikalischen Daten in das geologische 3D-Modell soll die Ziele für das Phase-2-Diamantbohrprogramm definieren.