175-Jahre-Rekord: USA kaufen globalen Kupfermarkt leer und dieser Arizona-Explorer ist dafür auf Kurs
Der Metallexplorer Prismo Metals CA74275P1071 A2QEGD hat nach einem intensiven Geländeprogramm in Arizona ein überzeugendes Bild für sein Flaggschiffprojekt Silver King abgegeben. Gesteinsproben ergaben Spitzenwerte von 1,73 % Kupfer, 30 ppm Molybdän, 1.362 g/t Silber, 4,1 % Blei und 1,3 g/t Gold. Aktuelle Explorationsmodelle deuten auf ein bedeutendes Porphyr-Kupfersystem hin, das sich im Untergrund des historischen Minengeländes verbirgt.
Prismo Metals sucht in Arizona nach XXL-Kupfer-Porphyrsystem
Solche Porphyrsysteme bergen dort in der Regel riesiges Potenzial, denn Silver King befindet sich in geologisch einschlägiger Nachbarschaft: Resolution Copper von BHP/Rio Tinto liegt nur rund 3,4 Kilometer entfernt, mit Superior East befindet sich eine weitere bedeutende Lagerstätte in unmittelbarer Nähe. Das Ziel von Prismo Metals ist ambitioniert: Es geht darum, eine gänzlich neue, große Kupferlagerstätte zu identifizieren. Genau solche großen, neuen Lagerstätten benötigt der Kupfermarkt dringend, wie ein Blick auf die jüngsten Entwicklungen belegt.
Die Kupferpreise legen weiter zu: Bei 6,83 USD pro Pfund (lb) notiert der Dezember-Kontrakt an der CME, 14.510 USD pro Tonne werden an der LME gezahlt, wo zum Wochenauftakt ein Rekordhoch erreicht wurde. Zu den Gründen für die Preissteigerungen zählen Sorgen um mögliche US-Zölle und das Minenangebot. Über die drohende Verknappung auf dem Kupfermarkt wurde in den letzten Jahren viel geschrieben. Dass die aktuellen Preissteigerungen eine gravierende fundamentale Schieflage widerspiegeln, legt ein Blick auf die Kupfer-Nickel-Ratio dar. Bloomberg-Analyst David Fickling weist auf eine bemerkenswerte Entwicklung hin: "Seit Beginn des großflächigen Nickelabbaus Mitte des 19. Jahrhunderts ist Nickel im Vergleich zu Kupfer stets teurer. Dieses scheinbare Naturgesetz steht nun kurz vor dem Bruch."
Kupfer bald erstmals seit 175 Jahren teurer als Nickel?
Fickling betont einen wesentlichen Unterschied der Kupferknappheit im Vergleich zu früheren Engpässen bei anderen Rohstoffen. So sei es Bergbauunternehmen in den letzten Jahren gelungen, riesige neue Nickelvorkommen zu erschließen. Zuvor sei eine solche Ausweitung des Angebots bei Eisenerz und Aluminium gelungen. "Kupfer, das unverzichtbare Element für die weltweite Elektrifizierung, erweist sich jedoch als deutlich weniger beeinflussbar."
Wie intensiv um eine ausreichende Kupferversorgung gekämpft wird, zeigt ein Blick in die USA. Das Land unternimmt größte Anstrengungen, um die inländische Produktion hochzufahren. Zu den prominentesten Projekten gehört Resolution Copper in der Nähe des Prismo-Projekts Silver King. Die geplante Untertagemine befindet sich im Kupferdreieck von Arizona, etwa 97 Kilometer östlich von Phoenix, und hat das Potenzial, bis zu einem Viertel des jährlichen US-Kupferbedarfs zu decken.
Resolution Copper, Santa Cruz und Co.: US-Kupferprojekte gewinnen an Fahrt
Resolution Copper konnte unter der Trump-Regierung wesentliche Fortschritte in juristischen Auseinandersetzungen erzielen. Im August erteilte das Unternehmen einem Dienstleister Aufträge im Wert von 110 Mio. USD, um die Exploration und die Untertageentwicklung voranzutreiben.
Neben Resolution Copper werden weitere Projekte entwickelt – auch mit staatlicher Unterstützung. So zeichnet sich etwa ein 1,1 Mrd. USD schweres EXIM-Darlehen für das Santa Cruz-Projekt von Ivanhoe Electric US46578C1080 A3DNSS in Arizona ab.
"Unser Land ist in eine außergewöhnliche Ära des Nachfragewachstums nach Kupfer eingetreten, das für alle Formen der Stromerzeugung, -übertragung und des -verbrauchs sowie für die fortgeschrittene Fertigung, die künstliche Intelligenz und unsere nationale Sicherheit von zentraler Bedeutung ist", sagt Ivanhoe-Chef Robert Friedland.
Ein Blick auf jüngste US-Importdaten stützt Friedlands Einschätzung. Die USA importierten im Juli 225.094 Tonnen an raffiniertem Kupfer und Kupferlegierungen, wie offizielle Daten am Donnerstag zeigten. Dies markiert einen Anstieg um 78 % gegenüber dem Vormonat und um 8 % im Vergleich zum Vorjahr und laut Daten von Trade Data Monitor den höchsten monatlichen Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1990.
US-Kupferimporte steigen deutlich
Die Importe gehen zum Teil auf Spekulationen um die Einführung von Zöllen zurück, zeigen aber dennoch, dass die Inlandsversorgung allein auf absehbare Zeit nicht ausreichen wird. Die DR Kongo wird als Lieferant an Bedeutung gewinnen. Im Juli wurden 23,9 % der Gesamtimporte (53.290 Tonnen) aus dem afrikanischen Land bezogen.
Dort ist Kamoa Copper aktiv: Ein Joint Venture, das zu gleichen Teilen dem kanadischen Unternehmen Ivanhoe Mines CA46579R1047 A1W4VG und dem chinesischen Unternehmen Zijin Mining CNE100000502 A0M4ZR gehört, wobei der kongolesische Staat eine Minderheitsbeteiligung von 20 % hält. "Kamoa ist derzeit eine der größten Kupferminen der Welt und entwickelt sich zur größten Kupfermine Afrikas und wahrscheinlich zur viertgrößten der Welt", sagt Managing Director Annenebel Oosthuizen.
Im Februar unterzeichnete Glencore JE00B4T3BW64 A1JAGV eine Absichtserklärung mit dem US-geführten Orion Critical Mineral Consortium, um diesem eine potenzielle 40-prozentige Beteiligung an seinen Bergbauaktivitäten im Land zu gewähren. "Dadurch können die USA von der Produktion aus der Demokratischen Republik Kongo über Glencore profitieren", sagte Marie-Chantal Kaninda, Präsidentin von Glencore DRC.
Prismo Metals bei Silver King auf Kurs
Das abgeschlossene Geländeprogramm bei Silver King liefert Prismo Metals nun eine solide Basis für die nächsten Schritte. Das kartierte Alterationssystem – vereinfacht gesagt: die chemisch veränderte Gesteinszone, die typischerweise ein großes Kupfersystem umhüllt – misst inzwischen rund 2,1 mal 2,4 Kilometer. Das ist deutlich größer als ursprünglich angenommen und bleibt nach Osten hin offen.
Entscheidend ist, was im Kern dieses Systems steckt: Gesteinsproben aus alten Schächten zeigen genau die Mineralisierungsmuster, die Geologen von einem klassischen Porphyrrevier erwarten. CEO Alain Lambert bringt es auf den Punkt: "Das Mapping, die Oberflächengeochemie und die Bohrung SK-26-07 zeigen alle in dieselbe Richtung. Die schwache Oberflächenexpression sagt uns, dass das Ziel tief liegt – und genau deshalb wurde dieses Gebiet anderthalb Jahrhunderte lang übersehen."
Prismo hat nun vier konkrete Arbeitsschritte vor sich: Ausstehende Gesteinsproben-Assays, eine Mineralstudie zur Eingrenzung des Systemkerns, eine tieferreichende geophysikalische Vermessung (Magnetotellurik statt der bisherigen IP-Messung, die nur bis rund 225 Meter reicht) und schließlich Tiefbohrungen zum direkten Test des postulierten Porphyrsystems. Für ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von knapp 5 Mio. EUR ist das Programm ambitioniert – aber die Aussicht auf eine potenziell sehr werthaltige Lagerstätte in unmittelbarer Nachbarschaft zu Resolution Copper rechtfertigt genau diesen Aufwand.