Branchen wie Elektromobilität und Energiewirtschaft melden einen hohen Bedarf an Batteriemetallen wie Kobalt an. Weltweit sind Explorer auf der Suche nach neuen Lagerstätten. Damit ist die Versorgungsfrage aber nur zum Teil geklärt, denn in aller Regel können Industrieabnehmer das Material nicht in seiner Naturvariante verwenden. Gelingt es einem Unternehmen jedoch, den Rohstoff in Eigenregie in produktionstaugliche Form zu überführen, bedeutet das einen enormen wirtschaftlichen und strategischen Vorteil. Canada Silver Cobalt Works Inc. (TSX-V: CCW, WKN: A2JEX7, ISIN: CA1348521024) aus Coquitlam (British Columbia) treibt ein solches Verfahren voran.

Canada Silver Cobalt Works ist nicht nur als Silber- und Kobalt-Explorer im Business. Das Unternehmen verfügt darüber hinaus über ein firmeneigenes, hydrometallurgisches Verfahren namens „Re-2OX“. Mithilfe dieser Technik können Mineralkonzentrate zu Kobaltsulfat weiterverarbeitet werden. Das wiederum ist ein elementarer Bestandteil bei der Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge.

Der Re-2OX-Prozess: Umweltfreundlich und effizient

Bereits in der vergangenen Woche hatte Canada Silver Cobalt Works positive Testresultate von Laborarbeiten gemeldet, bei denen ein Konzentrat hergestellt wurde, das seinerseits für das proprietäre Re-2OX-Verfahren benötigt wird. Bei den Flotationstests der ersten Stufe kam es zu einer Ausbeute von 61 Prozent Silber, 43 Prozent Kobalt und 21 Prozent Nickel im Konzentrat. (1)

Bei dem Vorgang handelt es sich um eine Innovation, die durch Wirkkraft überzeugt: Es wird damit möglich, damit aus Mineralerzen, Rückständen (die in der Regel in Form von Schlämmen vorliegen) oder recycelten Batterien Material zu gewinnen, ohne dass ein aufwändiges Schmelzverfahren angewendet werden müsste.

„Entgiftung“ beim Gewinnungsprozess

Aber nicht nur das: Bei der Rückgewinnung von Rohstoffen wie beispielsweise Kobalt, Silber, Nickel und Mangan können toxische Verbindungen eliminiert und die verbleibenden Metalle ohne weitere Verarbeitungsschritte direkt weiterverkauft werden.

Bereits 2018 hatte Canada Silver Cobalt Works eine 82 Kilogramm schwere Adermaterialprobe aus der „Castle“-Mine auf seinem gleichnamigen Flaggschiffprojekt in Nord-Ontario vom SGS-Labor in der Stadt Lakefield zu kobaltreichen Schwerkraftkonzentrat verarbeiteten lassen. (SGS ist ein international operierender Warenprüfkonzern und Dienstleister für Tests, Prüfungen und Verifizierung.) Diese wurde anschließend dem Re-2OX-Prozesss unterzogen.

Das Resultat des ersten Schritts: Erzeugt wurde Kobaltsulfat mit einem Anteil von mehr als 22,6 Prozent Kobalt. Dieses Resultat übertraf bereits die Anforderungen, die damals von den Herstellern von Batterien für Elektrofahrzeuge gestellt wurden.

Das Re-2OX-Verfahren war anschließend in der Lage, 99 Prozent des Kobalts, 81 Prozent Nickel und 84 Prozent Mangan zurückzugewinnen. Nebenbei wurden 99 Prozent des enthaltenen Arsens entfernt.

Batteriemetall-Pilotanlage in Vorbereitung

Gemeinsam mit SGS arbeitet Canada Silver Cobalt Works nun an einer Pilotanlage, die es ermöglichen soll, das Re-2OX-Verfahren zur Produktion der Kobalt-Nickel-Schwerkraftkonzentrate heraufzusetzen. Plangemäß soll diese Pilotanlage von SGS in Lakefield gebaut und betrieben werden und Silber-Kobalt-Erz aus der Bergbauregion (selbstverständlich inklusive des aus dem „Castle“-Projekt gewonnenen Erzes) verarbeiten. Mit dieser wirtschaftlichen Methode könnte Canada Silver Cobalt Works Batteriemetalle vor Ort exakt an die Kundenwünsche angepasst produzieren.

Eine solche Option wäre ausgesprochen vorteilhaft für die Versorgungsketten der nordamerikanischen Elektromobilitätsindustrie und „grünen“ Energie. Canada Silver Cobalt Works-Direktor und Geschäftsführer Frank Basa ist überzeugt von den Zukunftsplänen, denn sie bescheren dem Unternehmen bedeutende wirtschaftliche Perspektiven und solide Einnahmequellen durch die Metallgewinnung und die Weiterverarbeitung zu Premium-Batteriemetallen. Man freue sich, so Basa wörtlich, auf eine „Zukunft als High-Grade- und Technologieführer im kanadischen Silber-Kobalt- Kerngebiet.“

Seltenerd-Metalle aus alten Batterien

Wertvolle Rohstoffe stecken aber nicht nur im Erz: Tatsächlich wird angenommen, dass bis zu 90 Prozent der wiederverwertbaren Batteriemetalle weiterverarbeitet werden könnten. Die weltweit verfügbaren Kapazitäten für das Recycling sind aber unbekannt. (2)

Canada Silver Cobalt Works hat nun Anfang des Monats weitere Studien zur Gewinnung von Mineralien unter Verwendung des Re-2OX-Verfahren angekündigt. Das, so der Ansatz, soll angepasst werden, um auch aus alten Lithium-Ionen-, Nickelhydrid- und Nickel-Kadmium-Batterien Seltenerd-Metalle zurückzugewinnen.

Dieses Vorhaben hatte Canada Silver Cobalt Works bereits seit längerem angedacht, zu früheren Zeitpunkten mangelte es jedoch an Rohmetarial. Diese Sachlage hat sich nun verändert: Mit den zwischenzeitlich verfügbaren Altbatterien und der Kopplung an das Re-2OX-Verfahren ist für das Unternehmen der Weg geebnet, um einen robusten und sich weiter aufbauenden Einkommensstrom zu entwickeln, indem man Bereitstellungs-Services für das Batterierecycling anbietet.

Canada Silver Cobalt Works, das „Castle“-Projekt und weitere Aktivitäten

Schon im Mai vergangenen Jahres hatte Canada Silver Cobalt Works eine National-Instrument 43-101-konforme Schätzung der Mineralressource von „Castle” veröffentlicht: 27.400 Tonnen Material mit einem Durchschnitts-Silbergehalt von 8,582 Gramm pro Tonne (250.2 Unzen/ Tonne). Abgeleitet sind das 7.56 Millionen Unzen, sowie 2.54 Millionen Unzen Kobalt bei einem Gehalt von 3,260 Gramm Kobalt pro Tonne.

Erst im Februar 2021 hatte Canada Silver Cobalt Works 39.200 Hektar an für die Elektromobilitätswirtschaft interessanten Liegenschaften sowohl in Québec als auch in Ontario erworben. Man beabsichtigt, diese Grundstücke im Tausch gegen Wertpapiere an andere Aktiengesellschaften zu übertragen, um von den aktuellen vielversprechenden Entwicklungen bei der Elektromobilität zu profitieren. Die so gesammelten Aktien sollen an die bestehenden Canada Silver Cobalt Works Aktionäre als Dividenden ausgegeben werden.

Canada Silver Cobalt Works ist kontinuierlich dabei, seine Position als Produzent sowohl von Silber als auch von Kobalt und weiteren Batteriemetallen für den nordamerikanischen Markt auszubauen. Mit dem hochgradigen Silber und Kobalt im „Castle“-Projekt und dem hier geschilderten Re-2OX-Prozess ist die Firma in der Tat hervorragend aufgestellt, um dieses Ziel zu erreichen und der kanadische Branchenführer im Silber- und Batteriemetall-Business zu werden.

Das Unternehmen schloss die Handelswoche am Freitag bei 0,450 CAD und einer Marktkapitalisierung von 56,0 Millionen CAD.

Über Canada Silver Cobalt Works

Das Vorzeigeprojekt von Canada Silver Cobalt Works das über 78 Quadratkilometer große „Castle“-Projekt in Ontario. Die dortige Mine und das Areal bewiesen schon in der Vergangenheit des hochgradigen Gowganda-Silberreviers starke Explorationsmöglichkeiten für Silber, Kobalt, Nickel, Gold und Kupfer.

Canada Silver Cobalt Works veröffentlichte im Mai vergangenen Jahres die erste Ressource überhaupt im Gowganda Camp und Greater Cobalt Camp. Beziffert wird diese auf abgeleitet insgesamt 7,56 Millionen Unzen Silber, bestehend aus hochgradigem Silber (8,582 Gramm pro Tonne beziehungsweise 250.2 Unzen ungeschnitten) aus den Abschnitten 1A und 1B der Robinson-Zone ab einer Tiefe von etwa 400 Metern. Die Entdeckung bleibt in allen Richtungen offen und ist nur etwa 800 Meter von den Abbauarbeiten der „Capitol“-Mine entfernt.

Canada Silver Cobalt Works hält die starke Position, ein führender kanadischer Anbieter von Silber und Kobalt zu werden. Ein unterirdischer Zugang zur Mine, eine Pilotanlage zur Herstellung kobaltreicher Schwerkraftkonzentrate vor Ort, die Verarbeitungsanlage TTL Laboratories in der Stadt Cobalt und ein proprietäres Verfahren (Re-2OX) zur Herstellung von Kobaltsulfat in technischer Qualität sind gegeben.