Während die Vor-Ort-Arbeit von Bergbauunternehmen weltweit derzeit pandemiebedingt ausgebremst wird, tut sich im organisatorischen Hintergrund einiges. Wie Blackstone Minerals (ASX: BSX; Frankfurt: B9S, WKN: A2DGXT, ISIN: AU000000BSX5) aus Perth am Mittwoch bekannt gab, wird das Unternehmen jetzt die Option ausüben, eine Beteiligung von 90 Prozent am Ta Khoa-Projekt im nördlichen Vietnam zu akquirieren.

Durch diese Maßnahme erfüllt Blackstone eine zentrale Bedingung für den vor Ostern abgeschlossenen verbindlichen Aktienkaufvertrag mit dem südkoreanischen Konzern EcoPro, dem landesweit größten Hersteller von Batteriekathoden für Elektrofahrzeuge.

Aktien zum Durchschnittskurs

Die verbindliche Optionsvereinbarung zu dieser Transaktion hatte Blackstone bereits im Mai vergangenen Jahres abgeschlossen. Ziel ist der Erwerb der neunzigprozentigen Beteiligung am Ta Khoa Projekt vom kanadischen Investor AMR Nickel Limited. Blackstone Minerals gibt hierzu, wie in der verbindlichen Laufzeitvereinbarung festgesetzt, 8,6 Millionen Aktien an die Ta Khoa Mining Limited aus. Das entspricht einer Million AUD basierend auf dem volumengewichteten Durchschnittskurs (VWAP) der vergangenen dreißig Handelstage. Gemäß Kotierungsregel müssen die Gegenwertaktien von den Anlegern genehmigt werden.

Geschäftsleitung heißt neue Kollegen willkommen

Blackstone-Geschäftsführer Scott Williamson zeigt sich in dem Statement zufrieden mit dem Verlauf der Transaktionen. Er freue sich auf die gemeinsame Zukunft des Projektes mit dem Partner und begrüßt Steve Ennor und sein Team in der Gruppe. Ennor ist ein erfahrener Metallurg und aktuell Generaldirektor von Ban Phuc.

Diese nach australischen Standards angelegte Nickelmine befindet sich seit vier Jahren im Wartungsmodus. Zur Infrastruktur gehört ebenso eine moderne Verarbeitungsanlage mit einer Output-Kapazität von 450 Kilotonnen jährlich. Die Produktion vor Ort wurde seinerzeit vom Vorbesitzer aufgrund der sinkenden Nickelkurse eingestellt, exploriert und gefördert wurde damals aus den massiven Sulfid-Venen.

Weitere Pläne bis zum dritten Quartal

Blackstone wird im Laufe des Projekts nun sowohl die verstreuten als auch die massiven Mineralisierungen erforschen, zunächst in einem Radius von 5 Kilometern um die Verarbeitungsanlage. Dazu gehören weitere geophysikalische Tests an den potenziellen Zielen einschließlich einer Erstbohrung.

In der Folge arbeitet Blackstone Minerals daran, zum dritten Quartal 2020 eine erste Ressource bereitzustellen, die sich zunächst auf das disseminierte Sulfid an der Lagerstätte Ban Phuc konzentriert. Parallel wird das Potenzial untersucht, den vor Ort existierenden Konzentrator neu zu starten. Hierbei sollen im Rahmen einer Informationsoffenlegung sowohl disseminierte Sulfid-Ablagerungen als auch massive Gänge exploriert werden.

Untersuchungen zur Weiterverarbeitung

Außerdem ist eine Sondierungsstudie zu einer möglichen nachgeschalteten Verarbeitungsanlage in Ta Khoa in Vorbereitung. Auch dieses Dokument soll im dritten Quartal des Jahres bereitstehen. Die Studie wird Einzelheiten für die Formalisierung der nächsten Investitionsphase zwischen den Joint Venture Partner enthalten.

Blackstone Minerals untersucht ferner das Potenzial, eine nachgelagerte Infrastruktur zur Verarbeitung eines Nickel- und Kobalt-Produkt für die stetig wachsende asiatische Lithium-Ionen-Batterieindustrie herzustellen. Metallurgische Tests zur Entwicklung eines Flussdiagramms für die Bereitstellung entsprechender Produkte sind ebenfalls in Arbeit.

Aktiv in vielen Kontinenten

Ta Khoa ist derzeit das Zentralprojekt von Blackstone Minerals. Der australische Mineralien-Explorer besitzt außerdem ein Gold-Kobalt-Kupfer-Projekt in British Columbia sowie Gold- beziehungsweise Gold-Nickel-Unternehmungen in den australischen Eastern Goldfields und der westaustralischen Region Pilbara.