Vielversprechende Bohrproben aus Nordvietnam

 Schlag auf Schlag geht es weiter mit guten Neuigkeiten von Blackstone Minerals. Erst kürzlich kündigte das Unternehmen aus dem australischen Perth eine geplante Kooperation mit dem koreanischen Kathodenhersteller Ecopro an – jetzt gibt es neue Messwerte aus Ta Khoa.

Das Ta Khoa Nickel-Projekt liegt in der vietnamesischen Provinz Son La in Nordvietnam, etwa 160 Kilometer westlich von Hanoi. Teil der Lagerstätte ist die moderne, nach australischen Standards gebaute Untertagemine Ban Phuc. Die 2013 eröffnete Mine befand sich allerdings seit 2016 im Wartungsmodus. Blackstone Minerals will mit neuen Explorationen den Betrieb aus seinem Dornröschenschlaf erwecken.

Nickel unter der „Königskobra“

Blackstone Minerals exploriert in Vietnam Nickel- und Platingruppenelemente und ist jetzt auf eine vielversprechende Nickelsulfid-Zone gestoßen. Der klangvolle Name des Gebiets: King Cobra – Königskobra. Das Besondere: die Mineralisierungen befinden sich nahe der Oberfläche.

Blackstone teilte mit, dass die neu entdeckte Zone nach visuellen Schätzungen Sulfid-Mineralisierungen von bis zu 20 Prozent umfasse. Untersucht wurde mittels Bohrlochintervallen von sechzig Metern.

Parameter für weitere Explorationen

Im King-Cobra-Gebiet befinden sich zudem erstmals entdeckte Überschneidungen zwischen massiven Sulfid-Adern und Sulfid-Mineralisierungs-Brekzien (das ist Schotter, der durch feinkörnige Gesteinsmasse „verkittet“ ist). Aus diesen Proben können Vektoren für eine hochgradige Einspeisungszone abgeleitet werden.

Der Generaldirektor von Blackstone, Scott Williamson, sprach in einem Statement von einem Entwicklungssprung bei der Exploration der Lagerstätte. Demnach könnte King Cobra sich großräumig als Gebiet mit erheblichen Mengen von disseminierten, möglicherweise hochgradigeren Nickel-Platingruppen-Mineralisierungen erweisen – knapp unter der Oberfläche und demnach mit geringerem Aufwand abbaubar.

Edelmetalle im Nickel-Verbund – Funde pushen den Kurs an

Die Entdeckung der Nickel-Dessiminierung ist nicht das einzige neue Ergebnis: Untersucht wurden außerdem die bekannten breiten Bohrlochkreuzungen. Dabei stellte man Werte von 0,45% Nickel auf 106 Metern und 0,73 Prozent auf 51 Metern fest. Dazu kommen hochgradigere Funde von 1,08 und 1,37 Prozent aus 15,6 beziehungsweise 18,1 Metern. Alle Nickel-Durchteufungen hingen mit Kupfer, Kobalt, Platin, Palladium und Gold zusammen. Erzproben ergaben bis zu 51 Meter Kombinationen mit 0,44 Gramm Platin-Palladium-Gold, inklusive 18,1 Meter mit beeindruckenden 1,01 Gramm pro Tonne Platin-Palladium-Gold.

Die Ergebnisse der Probebohrungen beflügelten postwendend den Börsenkurs: Die Blackstone-Aktien legten an der Börse um 8,7 Prozent zu und lagen am Dienstagnachmittag bei 0,125 USD.

Bewertung und Verarbeitung im Blickpunkt

Blackstone Minerals führte im Laufe des Jahres auf 4.500 Metern Diamantkernbohrungen durch und nahm mit den Ergebnissen von mehr als 24 Bohrlöchern eine erste Rahmenstudie zur Bewertung des Projektes in Angriff. Der Hauptfokus liegt auf der Vor-Ort-Verarbeitung des Nickelsulfats. Eine für 450.000 Tonnen Jahresoutput angelegte Verarbeitungsanlage ist vorhanden.

In Asien ist Nickel von der Elektromobilitätsbranche stark nachgefragt. Aus diesem Grund initiierte Blackstone eine Allianz mit dem Kathodenhersteller Ecopro BM aus Korea.

Auf der Suche nach weiteren Daten

Nächstes Ziel von Blackstone ist die Bereitstellung einer ersten Ressource aus Ban Phuc. Dabei soll das Potenzial ermittelt werden, den vorhandenen Konzentrator durch die Erforschung der massiven und disseminierten Vorkommen von Nickelsulfid wieder anzufahren. Blackstone Minerals hat dazu eigene Geräte für elektromagnetische Strahlung und induzierte Polarisation zur Bodenanalyse angeschafft. Die umfassende geophysikalische Bodenuntersuchung des Nickelprojektes wird mit Hochdruck fortgesetzt.