Antofagasta-Aktie fällt nach schwachem Kupferhalbjahr

Antofagasta-Aktie fällt nach schwachem Kupferhalbjahr Antofagasta

Der chilenische Kupferproduzent Antofagasta GB0000456144 867578 veröffentlichte am 15. Juli seinen Produktionsbericht für das zweite Quartal 2026. Die Kupferproduktion im ersten Halbjahr lag bei 285.000 Tonnen, 9,5 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal allein blieb die Fördermenge mit 142.000 Tonnen gegenüber dem Vorquartal nahezu unverändert. Konzernchef Iván Arriagada erklärte, die Jahresproduktion werde in der zweiten Jahreshälfte durch höheren Durchsatz und bessere Erzgehalte bei Los Pelambres und Centinela wieder anziehen.

Niedrigere Erzgehalte als Hauptgrund

Der Rückgang geht auf geringere Erzgehalte an den beiden wichtigsten Anlagen des Konzerns zurück. Bei Los Pelambres war die schwächere Konzentration Teil des geplanten Abbaufortschritts, zusätzlich fielen größere Wartungsarbeiten in das zweite Quartal. Bei Centinela sank die Produktion um 5 % durch niedrigere Erzgehalte, was durch einen höheren Durchsatz nach abgeschlossener Wartung teilweise ausgeglichen wurde. Das Unternehmen hält an seiner Jahresprognose von 650.000 bis 700.000 Tonnen fest.

Die Kostenprognose vor Anrechnung von Nebenprodukten wurde dagegen angehoben, auf 2,40 bis 2,60 USD je Pfund von zuvor 2,30 bis 2,50 USD. Grund sind anhaltend hohe Treibstoff- und Verbrauchsmaterialkosten. Im zweiten Quartal selbst lagen die tatsächlichen Kosten mit 2,94 USD je Pfund noch deutlicher über Plan, bedingt durch eine einmalige Lohnvereinbarung. Dank kräftiger Gutschriften aus dem Verkauf von Gold und Molybdän als Nebenprodukte fielen die Nettokosten im ersten Halbjahr trotzdem niedriger aus als im Vorjahr.

Aktie gerät unter Druck

An der Börse kam die Meldung schlecht an. Die Antofagasta-Aktie fiel im untertägigen Handel um bis zu 4,8 % auf 3.658,5 Pence, rund 18 % unter dem Jahreshoch von 4.475 Pence. Verstärkt wurde der Rückgang durch ein schwaches Marktumfeld. Der FTSE 100 eröffnete schwächer, angeführt von Bergbauwerten, während auch Kupfer, Gold und Silber am Morgen nachgaben und so einen zuletzt stützenden Rückenwind für den Sektor wegfallen ließen.

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Investitionen in die Zukunft

Trotz der schwachen Zahlen treibt Antofagasta seine Wachstumsprojekte voran. Der zweite Konzentrator bei Centinela sowie die neue Konzentrat-Pipeline und die erweiterte Entsalzungsanlage bei Los Pelambres sollen kommendes Jahr in Betrieb gehen und höhere Fördermengen und Erzgehalte ermöglichen. Zusätzlich genehmigte der Konzern ein 900 Mio. USD teures Wasserprojekt für die Mine Zaldívar, das künftig auf wiederaufbereitetes Abwasser statt Frischwasser setzt. Das Projekt soll die Lebensdauer der Mine bis 2051 verlängern und tausende lokale Arbeitsplätze sichern.