Die Nachfrage nach Rohstoffen nimmt aktuell Fahrt auf. Kupfer- und Platinpreise stehen bereits auf einem Mehrjahreshoch. Das Vertrauen in die neuen Impfstoffe und die Aussicht auf ein baldiges Ende der COVID-Pandemie versprechen neues Wirtschaftswachstum und damit weitere Preisanstiege bei fast allen Metallen.

Batteriemetalle stehen hoch im Kurs

Die meisten Rohstoffe, mit Ausnahme von Gold, werden wie Kupfer und Platin auf Mehrjahreshochs gehandelt. Insbesondere Batteriemetalle, die in vielen Ländern dringend für die angestrebte Ausweitung der Elektromobilität benötigt werden, stehen hoch im Kurs. Der unlängst von der Saxo Bank vorhergesagte siebte Bullenmarkt für Rohstoffe nimmt immer konkretere Formen an.

China und Brasilien brachten bereist Ende des vergangenen Jahres den Stein – besser gesagt das Erz – ins Rollen. Zunehmend von der Corona-Lähmung befreit, gab die Wirtschaft dort neue Impulse, gleichzeitig waren und sind die Rohstoffmärkte aber leergefegt. Der Preis für Eisenerz kletterte zum Beispiel rasant in schwindelerregende Höhen und verharrt dort bis heute.

Zeichen stehen auf Bullenmarkt für Rohstoffe

Insgesamt gibt es hervorragende Aussichten auf dem Rohstoffmarkt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern von rund sechs Prozent. Es wird erwartet, dass das Exportvolumen auf das Niveau von vor der Pandemie zurückkehrt. Außerdem kann man davon auszugehen, dass die Konjunkturprogramme vieler Länder den Rohstoffmarkt über einen längeren Zeitraum ankurbeln und so zu einem anhaltenden strukturellen Bullenmarkt machen.

Niedrigzinsen, die Angst vor Inflation und auch das beginnende Aufwachen der größten Volkswirtschaft der Welt in den USA, sind weitere Faktoren, die auf einen Rohstoff-Boom hindeuten.

Elektromobilität sorgt für erhöhten Lithium-Bedarf

Die Elektromobilität ist ein Schlüsselelement, wenn man auf den Rohstoffmarkt der Zukunft blickt. Der grundlegende Wandel in der weltweiten Fahrzeugflotte hin zu Elektrofahrzeugen wird die gesamte Palette der Batteriemetalle mit sich ziehen. An erster Stelle sei hier Lithium genannt, das für die dringend benötigten Lithium-Ionen-Akkus benötig wird. Nicht vergessen sollte man Graphit, dessen Aufwärtstrend gerade beginnt.

Bereits 2020 hat sich der Verkauf von Elektrofahrzeugen in Europa gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Wachstumsprognosen gehen davon aus, dass die Verkäufe in diesem Jahr um weitere 50 % steigen werden. Die Folge wäre eine erhöhte Nachfrage der Batteriemetalle Lithium, Nickel, Graphit und Kobalt.

FAZIT: Die Aktien-Indizes wie DAX und Dow Jones kletterten Tag für Tag auf neue Rekordwerte. In ihrem Zuge steigen auch die Rohstoffpreise und der E-Mobilität Batterie-Index in unerwartete Höhen. Rohstoffbullenmarkt und der Trend zur Elektromobilität konkretisieren sich, stehen aber nach der Meinung vieler Experten noch am Anfang ihrer Entwicklung. Eine lohnenswerte Chance für Investoren und Anleger.