Eine aktuelle Marktanalyse der Royal Bank of Canada (RBC) sieht für Kupfer eine positive Entwicklung im kommenden Jahr. Geschuldet sei dies einer nur schleppenden Ausweitung des Angebots bei gleichsam steigender Nachfrage. Nachdem 2019 angesichts der weltweiten Konjunktursorgen ein Übergangsjahr gewesen sei, würde sich die Nachfrage 2020 erholen. Vor allem China dürfte 2020 wieder mehr Kupfer nachfragen. Der Grund liege in höheren Investitionen in Infrastruktur, wie beispielsweise Stromtrassen, einem Comeback der chinesischen Autoverkäufe und der Fertigstellung bereits im Bau befindlicher Immobilienprojekte. Als Resultat könnte der Kupferpreis auf 3 US-Dollar steigen, so die RBS. Wie die Experten betonen, ist die erwartete Marktsituation keine Eintagsfliege: Bis neue Minen für zusätzliches Angebot sorgen werden, dürfte es nach Ansicht der Analysten noch bis zu drei Jahren dauern.

Geopolitische Risiken als Kurstreiber bei Kupfer

Für zusätzliche Fantasie für den Kupferpreis könnten darüber hinaus geopolitische Risiken sorgen. Die RBC verweist auf die Steuerreform in Zambia, welche die Schließung von Produktionsstätten nach sich gezogen habe. Auch könnten sich Streiks und Proteste, wie 2019 in Peru oder Chile, wiederholen. Allein der chilenische Anteil am weltweiten Kupfer-Angebot liege nach Einschätzung der RBC bei rund dreißig Prozent.

Von geopolitischen Risikofaktoren und der angespannten Marktsituation gleichermaßen profitieren können Kupfer-Unternehmen aus sicheren Regionen. Die beiden Junior-Unternehmen Cassini Resources (ASX:CZI) und Oroco Resource Corp. (TSX-V:OCO) sind in Australien und Mexiko aktiv und treiben dort Kupfer-Projekte voran.

Cassini exploriert auf seinem West Musgrave Projekt auch Nickel. Die Liegenschaft gilt als größte in Entwicklung befindliche Nickel- und Kupfer-Liegenschaft Australiens. Australien gilt seit jeher als Bergbau-Nation.

Doch auch Mexiko und Oroco Resource Corp. könnten für Investoren attraktiv sein: Die Santo-Tomás-Liegenschaft wurde bereits 1994 im Rahmen einer historischen vorläufigen Machbarkeitsstudie analysiert, die signifikante Vorkommen ausweist. Heute arbeitet Oroco Resource Corp. daran, diese Vorkommen mittels neuer Methoden zu bestätigen und auszuweiten.

Angebots-Defizit als Chance für Junior-Unternehmen

Obwohl sowohl Cassini als auch Oroco Rohstoff-Unternehmen im Frühstadium sind, könnten die Aktien beider Unternehmen von den für 2020 erwarteten steigenden Kupfer-Preisen profitieren. Der Umstand, dass das Angebot an Kupfer noch über Jahre gering bleiben dürfte, begünstigt zudem die für die Entwicklung von Minen-Projekten notwendige Finanzierung. Beide Titel könnten sich aus diesen Gründen für risikobewusste Investoren als spekulative Depotbeimischung eignen.