Weltweit nimmt der Widerstand gegen die Nuklearwirtschaft nicht nur ab, die Atomenergie erlebt derzeit sogar ihren zweiten Frühling. So sind beispielsweise die Vereinigten Staaten und China auf neue Atomkraftwerke angewiesen, weil der Bedarf mit erneuerbaren Energieträgern nicht gedeckt werden kann. Auch Regierungen der Europäischen Union, wie zuletzt Schweden, haben ihre Meinung zur Atomkraft inzwischen den realen Erfordernissen ihrer Wirtschaft angepasst.

Auch Südafrika will die massiven Stromausfälle, die die Wirtschaft lähmen mit einem Ausbau der Nuklearenergie bekämpfen.

Die Nuclear Energy Agency der OECD erwartet sogar, dass die weltweiten Kapazitäten in den nächsten 30 Jahren um 375 Prozent steigen werden. Die direkte Folge ist eine gesteigerte Nachfrage nach Uran, der die Preise kräftig anziehen lässt. Schon heute übersteigert die Nachfrage das Angebot. In den kommenden Jahren wird daher auch mit vielen neuen Explorationsprojekten gerechnet. Börslich wird der Rohstoff derzeit an der New Yorker Mercantile Exchange ( Nymex) gehandelt. Doch gibt es auch Pläne weitere Uranbörsen, wie zum Beispiel in Kasachstan, zu gründen. Diese Vorhaben sind bisher allerdings über Absichtserklärungen nicht herausgekommen.