Gold: Bundesbank setzt Versprechen um

Rund 3.400 Tonnen Gold gehören der Bundesrepublik Deutschland. Vor allem in den Jahren des Wirtschaftswunders hat das Land die Goldschätze angehäuft. Nach den USA, die mehr als 8.100 Tonnen halten, ist Deutschland der zweitgrößte Goldbesitzer auf der Welt. Ein Fragezeichen muss man hinter China setzen. Das asiatische Reich veröffentlicht seine Schatzstatistik nicht. Laut letzten Daten halten die Chinesen aber nur etwas über 1.000 Tonnen. Diese Zahl hat jedoch einige Luft nach oben.

New York als deutsche Schatzkammer

Die Lagerpolitik der deutschen Notenbank sorgt schon seit Jahren für Aufsehen und Diskussionen. Nur rund ein Drittel des Goldschatzes liegt in Deutschland bzw. in Frankfurt. Jeweils etwas über 10 Prozent lagern in Tresoren in Paris (Frankreich) und London (Großbritannien). Fast die Hälfte des deutschen Goldes liegt in New York. In Manhattan hat die FED eine der größten und sichersten Lagerstätten der Welt gebaut, dort befindet sich auch das deutsche Gold. Nicht alle deutschen Politiker und Ökonomen sind mit diesem Zustand zufrieden. Seit langem gibt es Stimmen, die das komplette deutsche Gold im Inland sehen wollen. Dies scheitert aber unter anderem an den Lagerkapazitäten. Auch gilt es als Zeichen des Vertrauens, bei befreundeten Nationen Gold zu lagern. Dennoch hat die Bundesbank vor einiger Zeit bekannt gegeben, dass man sich dem Willen der Politik teils beugen will. Bis 2020 sollen rund 700 Tonnen Gold aus dem Ausland nach Deutschland gebracht werden.

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Weidmann spricht mit Boulevardblatt

Der Anfang ist gemacht. Wie Bundesbankpräsident Jens Weidmann gegenüber der "Bild" bestätigt, hat die Bundesbank im Jahresverlauf knapp 37 Tonnen Gold aus dem Ausland nach Deutschland transportiert. Diese geringe Menge des Staatsschatzes hat bereits einen Wert von rund 1,1 Milliarden Euro. Somit liegt der Wert der gesamten deutschen Goldreserven bei klar über 100 Milliarden Euro.

Trotz der ersten Transporte Richtung Frankfurt lagern somit noch immer mehr als 2.300 Tonnen Gold in London, Paris und New York. Den Zweiflern und Skeptikern ist mit der Aktion der Bundesbank jedoch ein wenig der Wind aus den Segeln genommen worden. Es gab und gibt immer wieder Gerüchte und Verschwörungsspekulationen, dass das deutsche Gold im Ausland gar nicht mehr existiert oder zumindest nicht sicher genug lagert. Stichproben haben in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass die Goldbestände im Ausland nicht zu beanstanden sind. Das laufende Programm der Bundesbank, das auch 2014 seine Fortsetzung finden wird, wird der Gerüchteküche weitere Nahrung entziehen. Das Tempo muss sich in den kommenden Jahren jedoch erhöhen, wenn man die bis 2020 anvisierten rund 700 Tonnen schaffen will. Da kann die Menge im laufenden Jahr nur als Generalprobe angesehen werden. In den kommenden Jahren muss jeweils ein Mehrfaches in Frankfurt eintreffen.