Der Goldpreis hat im bisherigen Jahresverlauf 2013 turbulente Zeiten durchgemacht. Das spiegelt sich auch im heute von Thomson Reuters veröffentlichten Update des 2013er „Gold Survey“ wider. Die Publikation beschäftigt sich mit den wichtigen Trends des Goldmarkts in der ersten Jahreshälfte und gehört zur „Pflicht“ für Gold-Anleger.

Die gute Nachricht vorab: Die Experten von Thomson Reuters erwarten steigende Goldpreise. Zwar soll der Jahresdurchschnittspreis von 1.446 Dollar im diesem Jahr auf rund 1.350 Dollar im kommenden Jahr fallen. Doch der Trend in den kommenden Monaten solle nach oben zeigen, heißt es am Donnerstag im „Gold Survey“. Angepeilt wird die Marke von 1.500 Dollar zu Jahresbeginn 2014. Ausgehend von aktuellen Preisen am Morgen zwischen 1.341 Dollar und 1.347 Dollar wäre dies ein deutlicher Gewinn, der in der Branche die Aktienkurse stark nach oben treiben könnte. Im Zuge der jüngsten Erholung des Feinunzenpreises von 1.180 Dollar auf knapp 1.434 Dollar waren bei Werten wie zum Beispiel Barrick Gold und Goldcorp bereits massive Kursgewinne zu sehen.

Für Turbulenzen am Markt hat nach den Beobachtungen von Thomson Reuters nicht nur das erwartete Ende der Quantitative-Easing-Politik seitens der US-Notenbank gesorgt. Dies sei für den Bärenmarkt beim Gold in der ersten Jahreshälfte zwar hauptverantwortlich. Zwischenzeitliche Preisstürze wie im April haben aber andere Faktoren zu verantworten. Genannt wird hier die Europäische Kommission, die Zypern zur Bekämpfung der Finanzkrise Goldverkäufe im Volumen von 400 Millionen Dollar angeraten hatte.

Während in der ersten Jahreshälfte viele Gold-ETFs massive Abflüsse verzeichneten, sieht es bei der Nachfrage nach physischem Gold anders aus. Die Schmuckherstellung ist laut Thomson Reuters auf einem Sechsjahreshoch angelangt, obwohl der indische Markt durch neue Gesetze und Abgaben massiv belastet wird. Indien gehört zu den größten Schmuckherstellern der Welt. Dagegen ist die Branche in China geradezu explodiert, ein Plus von 41 Prozent wird gemeldet. Weltweit hat die Nachfrage nach Gold aus der Schmuckbranche im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,8 Prozent auf 1.137 Tonnen zugelegt. Ein neues Rekordhoch bei den weltweiten Vorräten von Goldbarren zeigt ebenfalls die hohe Nachfrage nach physischem Gold in der ersten Jahreshälfte. Die Barrennachfrage ist von Januar bis Juni um 52 Prozent auf 725 Tonnen geradezu explodiert.

Der Ausblick auf den Markt: Trotz des starken Drucks auf den Goldpreis und die Gewinnmargen hat die Branche ihre Produktion nicht heruntergefahren. Das große Minenstreben ist ausgeblieben. Im Gegenteil: Die Goldproduktion hat sich im ersten Halbjahr von 1.374 Tonnen auf 1.416 Tonnen erhöht, liegt damit aber zugleich unter den 1.490 Tonnen aus dem zweiten Halbjahr 2012. Rhona O’Connell, Head of Metal Research and Forecasting bei Thomson Reuters, geht nicht davon aus, dass sich an der Tendenz bei der Produktion viel ändern wird. Nach dem Preisanstieg der letzten Wochen sei lediglich damit zu rechnen, dass wenige finanzschwache Goldförderer aufgeben müssen, die den Rohstoff nur mit sehr hohen Kosten fördern können. Ob das befürchtete Unternehmenssterben in der Rohstoffbranche damit wirklich zustande kommt, bleibt abzuwarten und wird von immer mehr Experten in Frage gestellt.

In der zweiten Jahreshälfte könnte es laut Thomson Reuters aber schwächere Entwicklungen bei der Nachfrage geben. So rechnen die Experten damit, dass die Schmuckherstellung und die Barrennachfrage sinken werden. Zurückzuführen dürfte dies vor allem auf die sehr günstigen Goldpreise der ersten Jahreshälfte sein, die viele Marktteilnehmer zu Käufen auf Vorrat genutzt haben. Offen ist, wie sich die Nachfrage aus der Finanzbranche nach Gold-ETFs verhalten wird: Dies könnte ein Zünglein an der Waage für den Goldpreis werden.

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