Seit April hat Kupfer rund 11 Prozent an Wert verloren. Ähnlich wie beim Gold fragen sich Beobachter, wo der Trend hingehen soll. Doch Experten beruhigen, auch hier gibt es eine Parallele zum Gold. Man rechnet insgesamt mit wieder steigenden Kursen.

China ist der größte Kupfernachfrager der Welt. Die Abschwächung der dortigen Wirtschaft hat für ein rückläufiges Interesse nach Kupfer gesorgt. Jüngste Daten vom HSBC-Einkaufsmanagerindex zeigen, dass das Wachstum schwächer ist, als die meisten Analysten gedacht haben. Viele setzen jedoch darauf, dass die vom Staat angekündigten wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft bald greifen dürften. So will die Regierung Infrastrukturprojekte vorziehen. Das dürfte den Hunger nach Kupfer wieder steigern.

Erste Indizien, dass der Kupfermarkt wieder zulegt, kann man bei der Lagerhaltung erkennen. Diese schrumpft in den vergangenen Wochen deutlich. So reduzieren sich die Vorräte in London seit Ende 2011 um 55 Prozent auf 215.000 Tonnen. In Shanghai gehen die Vorräte seit fünf Wochen ebenfalls zurück, derzeit liegen dort 185.000 Tonnen auf Halde. Die International Copper Group geht davon aus, dass sich dieser Trend aufgrund erhöhter Nachfrage fortsetzen wird. Das Nachfrageplus soll sowohl aus China als auch aus den USA kommen. Dementsprechend erwarten die Beobachter, dass im laufenden Jahr rund 235.000 Tonnen mehr Kupfer nachgefragt werden, als die Bergbauunternehmen anbieten können. Ein klares Indiz für einen steigenden Kupferpreis!