2014 wird für die Bergbaubranche eine Reihe von Herausforderungen bringen. Die Preise für die meisten Rohstoffe sind gesunken, gleichzeitig sind die Kosten für Personal, Energie, Explorationsarbeiten, Wartung etc. angestiegen. Auf der Strecke bleiben die Profitabilität sowie die extensive Suche nach neuen Rohstofflagerstätten. Unternehmen kennen vor allem einen Weg, um die Probleme zu verringern, man reduziert die Kosten auf althergebrachte Art. Die Experten von Deloitte untersuchen seit Jahren die Bergbaubranche und zeigen in ihrer aktuellen Studie Trends für das neue Jahr auf. Sie geben Hinweise, wie sich die Situation verbessern kann und erläutern, wo die Unternehmen ansetzen müssen.

Deutlich ist, dass die Produktivität vieler Minen sinkt. Das drückt auf die Margen und auf die Gewinne. In schwierigen Zeiten bauen Unternehmen vor allem solche Gesteinsformationen ab, in denen sich höhergradige Erze befinden. Für die Zukunft ist dies negativ, da man eigentlich eine Mischkalkulation von höher- und niedriggradigen Erzschichten abbauen sollte.

Die Experten raten daher dazu, eingeschlagene Wege zu verlassen. Man sollte ein verbessertes Kostenmanagement anstreben, man sollte die Produktivität wieder erhöhen und man sollte den Wert des Unternehmens steigern, um auch die Investoren zu befriedigen. Kein einfacher Weg für viele Gesellschaften, der große Anstrengungen bedeutet.

Die Ausweitung von Minenkapazitäten hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verteuert. So musste man, um die Kapazität beim Eisenerz um eine Tonne zu vergrößern, im Jahr 2007 etwa 100 Dollar bezahlen. Fünf Jahre später sind die Kosten auf 195 Dollar je Tonne angestiegen, sie haben sich fast verdoppelt. Noch schlimmer sieht es im Kohlesektor aus, hier haben sich die Kosten von 61 Dollar auf 176 Dollar nahezu verdreifacht. Zudem muss man immer tiefer gehen, um lukrative Rohstoffvorkommen zu entdecken.

Entsprechend wandeln sich immer mehr Minen, aus dem Tagebau wird ein Untertagebau. Dieses Phänomen ist weltweit zu beobachten, es reicht von Australien über Lateinamerika bis hin nach Indonesien. Dabei kommt es auf die Techniken des Abbaus an. Viele moderne Technologien verringern die Kosten auch und gerade im Untertageabbau. Hier muss stärker auf die Innovationskraft der Konzerne und der gesamten Branche gesetzt werden, um die Kosten zu reduzieren.

Viele Konzerne haben sich zuletzt wieder auf ihre Kernkompetenzen fokussiert, sie haben Randgebiete geschlossen oder verkauft. Wichtig war es, die Eigenkapitalrendite zu steigern. Dazu wurden auch Entlassungen in Kauf genommen. Die Experten fürchten jedoch, dass man noch einen Schritt weiter gehen muss. Alles muss auf den Kopf gestellt und geprüft werden, sei es die Kapitalstruktur, sei es die Versorgungskette, seien es die Analysemethoden. Die gesamte Unternehmenskultur muss überdacht werden, oft sind noch veraltete, verkrustete Strukturen vorhanden, die aufgebrochen werden müssen, um effektiver zu arbeiten. Das kann für viele Gesellschaften hart sein, ist jedoch oft der einzige Weg, um sich auf die neuen Zeiten vorzubereiten. Ein Wandel ist für junge und alte Bergbaugesellschaften oft der einzige Weg, um nachhaltig profitabel zu sein. Für 2014 kann dies einer der Trends der Bergbaubranche werden. In den kommenden Tagen werden wir Ihnen in einer kleinen Reihe weitere Trends für das laufende Jahr vorstellen.

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Bergbautrends 2014: Teil 2 – Einstellen auf neue Zeiten

Bergbautrends 2014: Teil 3 – Die Kosten und der Wettbewerb

Bergbautrends 2014: Teil 4 – Die große Frage nach dem frischen Geld

Bergbautrends 2014: Teil 5 – Die Frage der Investitionen

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Bergbautrends 2014: Teil 9 – Die Todesgefahr unter Tage

Bergbautrends 2014: Teil 10 – Die Suche nach fähigen Mitarbeitern