Erstellt im Auftrag von PTX Metals

Trotz bullisher Aussichten: Dem Kupfermarkt fehlt es an Greenfield-Exploration

Trotz bullisher Aussichten: Dem Kupfermarkt fehlt es an Greenfield-Exploration picture alliance / All Canada Photos / Keith Douglas

Der Polymetallexplorer PTX Metals CA69380V2057 A40KHN setzte Mitte September das auf 5.000 Meter ausgelegte Bohrprogramm auf dem W2-Projekt im Nordwesten Ontarios fort. Das Unternehmen sucht dort, am Tor zum geologisch einschlägigen pazifischen Feuerring, nach Kupfer und weiteren Metallen.

W2 wird derzeit in der Frühphase exploriert. Es gibt noch keine Mineralressourcenschätzung nach offiziellen Standards. Stattdessen arbeiten die Geologen mit einem konzeptuellen Explorationsziel. 60 bis 135 Millionen Tonnen mineralisiertes Gestein skizziert das Ziel auf dem 22.700 Hektar großen Projekt. Darin enthalten: Bis zu 2,3 Mrd. Pfund (lb) Kupferäquivalent. Die bisherigen Annahmen gehen zudem von einer oberflächennahen Lagerstätte aus.

PTX Metals sucht im Ring of Fire nach Kupfer

Zusätzlich zu den laufenden Bohrungen wurde ein Bodenprobenahme- und Prospektionsprogramm gestartet. Im Fokus stand dabei vor allem die CA1-Zone des Projektgebiets. Das Explorationsziel sieht hier 688 Mio. lb Kupfer und Nickel.

Auch wenn W2 noch einen langen Weg zur Mine vor sich hat, registriert die Branche die Entwicklungen. Rückenwind lieferten im August metallurgische Tests: Im geschlossenen Kreislauf konnte die Rückgewinnung von 97% Kupfer zu einem hochgradigen Konzentrat mit einem Gehalt von 28% Kupfer, 7,2 g/t Palladium und 0,8 g/t Gold unter Verwendung eines einfachen Fließschemas demonstriert werden. Solche geschlossenen Kreislaufversuche simulieren kontinuierliche Verarbeitungsbedingungen und geben Aufschluss darüber, wie sich die Mineralisierung in einer Aufbereitungsanlage verhalten könnte.

"Die Ergebnisse liefern eine weitere metallurgische Bestätigung der W2-Mineralisierung und demonstrieren das Potenzial zur Herstellung eines verkaufsfähigen Kupferkonzentrats", heißt es im Bericht der Geologen. Sollten die Bohrungen nun tatsächlich attraktive und oberflächennahe Gehalte liefern, wären wesentliche Voraussetzungen für eine ökonomisch verwertbare Lagerstätte vorläufig erfüllt.

S&P Global: Kupfer-Pipeline wächst um fünf Lagerstätten

Solche Lagerstätten benötigt der globale Kupfermarkt dringend. Die Kupfernachfrage steigt dynamisch an, doch die Zahl neuer Kupfervorkommen bleibt gering. Der Jahresbericht von S&P Global Energy identifizierte 263 bedeutende Kupferfunde zwischen 1990 und 2025 mit insgesamt 1,402 Milliarden Tonnen Kupfer in Reserven, Ressourcen und der bisherigen Produktion. Alarmierend: Im Vergleich zur Prognose für 2025 wuchs der Datensatz lediglich um fünf Lagerstätten und 37 Millionen Tonnen bzw. 3 %. Und: Der Großteil dieses Zuwachses resultierte aus der Erweiterung bestehender Anlagen und weniger aus Neufunden.

Die nach 2000 insgesamt entdeckte Kupfermenge ist geringer als die Gesamtmenge, die allein in den 1990er Jahren entdeckt wurde.  Seit 2020 steigen die Ausgaben für Kupferexploration zwar wieder. Doch weil ein Großteil der Exploration auf Brownfield-Projekten, also im Umfeld bestehende Minen, stattfindet, fehlt es an gänzlich neuen Entdeckungen.

"Mehr als 60 % des jährlichen Zuwachses an entdecktem Kupfervolumen stammten aus Lagerstätten bestehender Minenkomplexe und nicht aus neu identifizierten Systemen. Diese Strategie schafft zwar kurzfristige Wertschöpfung, birgt aber das Risiko, die langfristige Projektpipeline zu schwächen", heißt es im Bericht von S&P Global.

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Durchschnittliche Bohrtiefe seit 2010 um 50 % gestiegen

Die Herausforderungen sind groß. Explorationsunternehmen müssen immer tiefere und komplexere Systeme erschließen, die oft einen erheblichen Infrastruktur- und Genehmigungsaufwand erfordern. Die durchschnittliche Kupferbohrtiefe hat sich seit 2010 um fast 50 % auf etwa 600 Meter erhöht, während die Erzgehalte gesunken sind.

Auch diese Entwicklungen erklären die Rallye an den Kupfermärkten, die den Preis in den letzten zwölf Monaten um rund 40 % angetrieben hat. Erste Analysten sehen ganz neue Preislevels am Horizont. Die Deutsche Bank etwa hält im zweiten Quartal 2027 Preise von bis zu 22.000 USD pro Tonne für möglich. Aktuell notiert der Preis an der London Metal Exchange (LME) bei 14.409 USD.

PTX Metals glaubt an das Potenzial von W2, langfristig zu einem relevanten Kupferlieferanten werden zu können. "Unsere nächste Explorationsphase ist ein wichtiger Schritt, um eines der strategisch günstigsten Kupfer-Nickel-PGE-Projekte am Eingang zum Pazifischen Feuerring weiter voranzutreiben", ordnet CEO Greg Ferron das Projekt ein. Die metallurgischen Ergebnisse stellen Ferron zufolge einen "weiteren wichtigen technischen Bestätigungspunkt für W2 dar."

Die Weichen für die weitere Exploration wurden durch Genehmigungen der Behörden und gute Beziehungen zu den First Nations gestellt. In den kommenden Monaten stehen Ergebnisse von Bohrungen und Bodenproben an. Fallen diese positiv aus, sollte auch der PTX-Aktienkurs nach im Jahr 2026 bisher erlittenen deutlichen Rücksetzern wieder an Fahrt gewinnen können, denn der Markt dürfte die Aussicht auf eine oberflächennahe Kupferlagerstätte an einem Tier-1-Standort schätzen und entsprechend honorieren.