Wenn Bodenschätze gehoben werden, wird nicht einfach drauflos gebohrt. Explorationen zielen eingangs auf präzises Verständnis der Geologie und wahrscheinlichen Lage der Vererzungen im Boden ab; Dinge, die sich heute mit moderner Technik untersuchen lassen – sogar aus der Luft. Wie Skyharbour Resources Ltd. (TSX-V: SYH, WKN: A2AJ7J, ISIN: CA8308166096) am Dienstag meldete, hat das Partnerunternehmen Valor Resources Limited nun die seit Anfang April laufende detaillierte Überflugvermessung des Projektes „Hook Lake“ (vormals „North Falcon Point“) abgeschlossen.

Valor Resources Limited ist ein in Australien börsennotiertes Explorationsunternehmen, das Uranprojekte im kanadischen Athabasca-Becken in der Provinz Saskatchewan erwirbt. Valor hat auf Basis einer endgültigen Vereinbarung die Option, 80 Prozent an „Hook Lake“ zu verdienen, indem Explorationsausgaben in Höhe von 3.500.000 CAD, Barzahlungen über 475.000 CAD innerhalb eines Drei-Jahres-Zeitraums und die Erstausgabe von 233.333.333 Unternehmensaktien an Skyharbour geleistet werden. Abgeschlossen wurde dieser Deal im Oktober vergangenen Jahres.

Luftvermessung und Bestandsdaten

Die Arbeiten sind jetzt im vollen Gange: Das Gelände von „Hook Lake“ wurde mit Low-Level-Magnet- und VLF-EM-Vermessungen (niederfrequente elektromagnetische Messungen) untersucht. Diese Analysen aus der Luft waren so angelegt worden, dass das gesamte Areal in einem Linienabstand von 75 Metern und insgesamt 5.100 Linienkilometern abgedeckt wurde.

Als geologischer Berater für dieses Unternehmen war die Firma TerraLogic Exploration Inc. aus Cranbrook (British Columbia) beauftragt worden. TerraLogic wird im Folgenden ebenfalls die endgültige Verarbeitung und Interpretation der Daten vornehmen und weitere Empfehlungen für die Zielauswahl und Explorations- und Bohrprogramme am Boden geben. Diese Auswertung dürfte voraussichtlich sechs Wochen in Anspruch nehmen.

Das Projektgebiet „Hook Lake“ wurde bereits zuvor mittels Luft- und Bodengeophysik, mehrphasigen Diamantbohrkampagnen, geochemischen Probeentnahmen und bodengestützten Prospektionen untersucht. Deren Ergebnisse sind in einer umfangreichen geologischen Datenbank zusammengefasst. Auch dieses Datenmaterial wird bei der Auswahl von Explorationszielen einbezogen werden.

Auf Basis der Luftvermessung und der historischen Daten sollte plangemäß im Juni oder Juli 2021 ein Phase-Zwei-Grundlagenprogramm eingeleitet werden. Notwendig sind wahrscheinlich weitere Untersuchungen der Bodengeophysik und geochemische Tests sowie eine geologische Kartierung und Oberflächenprospektion zur Abgrenzung der Bohrziele für das Phase-Drei-Bohrprogramm. Details hierzu werden zur gegebenen Zeit bekanntgegeben. Derweil ist die Einholung der erforderlichen behördlichen Genehmigungen für diese Arbeiten im Gange.

Hook Lake: Hochgradige Mineralisierungen in „Zone S“

Das Projekt „Hook Lake“ befindet sich in Nord-Saskatchewan, nur 60 Kilometer östlich der Uranmine „Key Lake“. Es erstreckt sich über eine Fläche von 25.846 Hektar und beherbergt einige beachtenswerte Uranvorkommen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Bereich „Hook Lake/ Zone S“: Dort hatten Tests aus Grabenproben einen hochgradigen Oberflächenaufschluss mit Gehalten bis zu 68 Prozent Triuranoctoxid ermittelt. Eine biochemische Untersuchung aus dem Jahr 2015 reagierte zudem positiv auf Anomalien nordöstlich entlang des Streichens.

Ein Areal mit interessanten Zielgebieten

Ein weiteres interessantes Ziel auf „Hook Lake“ ist „Nob Hill“, eine bruchkontrollierte Uranmineralisierung des Venentyps. Aus dem Oberflächenaufschluss ergaben sich Stichprobenresultate zwischen 0,130 und 0,141 Prozent Triuranoctoxid-Gehalt. Mehrere Diamantbohrungen durchteuften Intervalle von 0,5 Metern mit bei zu 422 ppm Uran.

Eine ähnliche Venentyp-Mineralisierung gibt es am Ziel „West Way“ innerhalb einer von Norden nach Osten verlaufenden Scherzone. Oberflächenproben mit variablen Werten ergaben bis zu 0,475 Prozent Triuranoctoxid; Bohrungen kreuzten in der Tiefe Anomalien von Kupfer, Nickel, Kobalt, Arsen, Vanadium, Uran und Blei.

In einer in einem Bruch beherbergten sekundären Mineralisierung in Kalziumsilikaten findet sich am Ziel „Grid T“ eine 100 mal 20 Meter große Zone mit anomaler Radioaktivität (bis 800 ppm Uran).

Des Weiteren liegen in den Arealen „Alexander Lake- “ und „Thompson Lake Boulder Field“ und „Alexander Lake Nordost“ diverse Felsbrocken, die erhebliche Werte zwischen 360 und 4.800 ppm Uran aufweisen und eine nähere Untersuchung erfordern.

Geschäftsleitung prognostiziert Newsflow

Jordan Trimble, Vorstand und Geschäftsführer von Skyharbour Resources zeigte sich in einem Statement sehr zufrieden mit dem Fortschritten sowohl von Valor als auch weiteren Partnerunternehmen, die momentan im Zuge von Joint-Venture- beziehungsweise Earn-In-Abkommen verschiedene Projekte des Unternehmens vorantreiben. Man freue sich auf die weitere Arbeit von Valor auf „Hook Lake“, wo ein mehrphasiges Explorationsprojekt stattfindet. Dies sollte zu einem stetigen Nachrichtenfluss und Beschleunigung zusätzlich zu den Skyharbour-eigenen Explorationen und Bohrungen führen. Skyharbour führt auf seinem zu 100 Prozent gehaltenen Flaggschiffprojekt „Moore Lake“ seinerseits Explorationen und Bohrungen durch.