Gestern erst hatte Skyharbour Resources Ltd. (TSX-V: SYH, WKN: A2AJ7J, ISIN: CA8308166096), der betriebsame Uranexplorer aus Vancouver, den Abschluss des lange vorbereiteten North-Falcon-Point-Deals mit Pitchblende Energy verkündet (wir berichteten). Nun gibt es von einer anderen Earn-in-Unternehmung Neuigkeiten: Azincourt Energy, Projektpartner von Skyharbour und Anwärter auf eine 70-prozentige Beteiligung am Ostteil des Projektes „Preston“, meldet einen Zwischenstand zu den laufenden geophysikalischen Untersuchungen. Die machen Fortschritte.

Wie Skyharbour am Donnerstag mitteilte, hat das Partnerunternehmen Azincourt Energy gemeldet, sein geophysikalisches Explorationsprogram in East-Preston-Projekt sei zur Hälfte abgeschlossen.

Wichtiges Teilziel für Azincourt

Azincourt Energy ist ein kanadisches Ressourcenunternehmen mit Sitz in Vancouver, das auf die Erschließung von Rohstoffen für alternative Energieprojekte spezialisiert ist. Dazu gehört neben Lithium auch Uran. Die Exploration von East Preston ist eines von zwei aktuellen Projekten im Portfolio.

In der Unternehmensmeldung zitiert Skyharbour Alex Klenman, den Vorstandvorsitzenden und Geschäftsführer von Azincourt. Man wisse, heißt es von diesem, dass East Preston viele Ziele biete, bisher aber nur eine Handvoll davon mit Bohrungen getestet wurde. Mit den zusätzlichen Geophysik-Untersuchungen werde die Zielbestimmung erweitert, die Bereiche mit Vorrang verfeinert.

Durch die Untersuchungen solle auch die Investitionsschwelle der Optionsvereinbarung mit den Partnern Skyharbour und dem Dixie Gold Inc. erreicht werden – das sei ein wichtiger Meilenstein für Azincourt. Skyharbour und Dixie halten derzeit jeweils 50 Prozent am Gesamtprojekt Preston.

Halbzeit für elektromagnetische Vermessung

Das laufende Programm beinhaltet eine elektromagnetische Vermessung mit einer horizontalen Schleife (fachsprachlich HLEM: horizontal loop electromagnetic). Diese Untersuchung sieht insgesamt 33 Kilometern zum Schneiden und Vermessen der Linien vor. Seit Ende November wurden 16,5 Kilometer, also exakt die Hälfte der Strecke erforscht.

Geleitet wird das Explorationsprogramm von der Firma Patterson Geophysics aus La Ronge, die durch geophysikalische Analysen von East Preston aus den Vorjahren bereits mit dem Gelände vertraut ist. Die Überwachung der Untersuchungen obliegt Bingham Geoscience aus Saskatoon

Mit der HLEM-Untersuchung werden für spätere Bohrungen jene Zielgebiete präzisiert und priorisiert, die bereits zuvor durch die grundstücksweite VTEM-Untersuchung (versatile time domain electromagnetic) aus der Luft identifiziert wurden. Die mit Diskordanzen verbundenen Uranlagerstätten im Athabasca-Becken sind eng mit leitfähigen Ansammlungen im Grundgebirge assoziiert. Die VTEM-Untersuchungen hatten leitfähige Korridore im East-Preston-Areal identifiziert, die nun durch die HLEM-Untersuchungen enger eingegrenzt werden sollen.

Ursprünglich hätte die HLEM-Untersuchung bereits  im Sommer stattfinden sollen – das war jedoch wegen der Einschränkungen durch die COVID-19-Krise nicht möglich gewesen.

Elektrizität macht Mineralisierungen „sichtbar“

Bei Preston handelt es sich um eine große künftige Liegenschaft in der Nähe der Lagerstätten Triple R (Fission Uranium) und Arrow (NexGen Energy).  Das East Preston-Gelände befindet sich nahe dem Südrand des westlichen Athabasca-Beckens, wo die Ziele oberflächennah, aber außerhalb der örtlichen Sandsteindecke liegen. Die drei unterschiedlichen Korridore haben eine Gesamtstreichenlänge von mehr als 25 Kilometern, es sind mehrere elektromagnetische Leiterabschnitte identifiziert.

Parallel verläuft ein leitender Trend zwischen dem PLS-Arrow-Trend und der Lagerstätte „Centennial“ von Cameco.

Auf dem Areal wurden bislang drei potenziell leitende Korridore mit einer niedrigen magnetischen Signatur, gebogener Ausrichtung sowie versetzten Brüchen nahe interpretierbarer Verwerfungslinien entdeckt. Das sind klassische Ziele für Diskordanz-Uranablagerungen im Grundgestein.

Es handelt sich allerdings nicht um einfache Grundgesteins-Leiter. Aufgrund ihrer strukturellen Komplexität sind es  definitiv verbesserte, erweiterte Prospektivitätsziele, die Diskordanz-Grundgesteins-Lagerstätten wie „Arrow“ (NexGen) und „Eagle Point“ (Cameco) ähneln. Die Mineralisierungen sind flach, haben jedoch möglicherweise eine erhebliche Tiefenausdehnung.

Die bereits vollzogenen Bodenprospektionsarbeiten und Probenentnahmen haben Anomalien im Ausbiss und Erdboden identifiziert; dazu gibt es bio-geochemische und Radon-Anomalien. All das sind wichtige Anzeiger für Diskordanz-Uranlagerstätten.

Das Earn-in-Abkommen

Skyharbour und Dixie Gold Inc. hatten im April 2017 mit Azincourt Energy eine Vereinbarung abgeschlossen, bei der letztgenannte Partei eine Earn-in-Option zum Erwerb einer 70-prozentigen Beteiligung am östlichen Teil des Uranprojekts „Preston“ erwerben kann. (Für den verbleibenden Teil des Preston-Projekts wurde mit Orano Canada Inc. (vormals Areva) ein ähnliches Agreement geschlossen.)

Im Rahmen dessen hatte Azincourt Stammaktien  ausgegeben und sollte  über einen Zeitraum von drei Jahren Bar- und Explorationsausgaben von insgesamt 3.500.000 CAD für die entsprechende Grundstücksfläche austeilen. Diese Summe setzt sich aus einer Barzahlung über 1.000.000 CAD an Skyharbour und Dixie sowie 2.500.000 CAD für die Explorationsausgaben zusammen. Skyharbour und Dixie hatten weiterhin vereinbart, die Frist für die verbleibenden Zahlungen bis zum 31. März 2021 zu verlängern. Ausstehend sind noch ein kleiner Teilbetrag für die Explorationsausgaben und der Abschluss einer endgültigen Barzahlung von 400.000 CAD. Als Gegenleistung für die Verlängerung hatte Azincourt zusätzliche Stammaktien ausgegeben.

Skyharbour: Weitere Uranprojekte mit starken Partnern

Skyharbour ist mit einem umfangreichen Portfolio von sechs bohrfertigen Uran- und Thorium-Projekten im Athabasca-Becken gut positioniert, um von den aktuellen vorteilhaften Entwicklungen des Uranmarktes zu profitieren und dabei Shareholder-Value für seine Aktionäre zu generieren. Dies geschieht durch Mineralentdeckungen, langfristige Partnerschaften und die Förderung von Explorationsprojekten in geopolitisch günstigen Gesetzgebungen.

Das Flaggschiff des Unternehmens ist das Moore Uranium Projekt, an dem Skyharbour eine hundertprozentige Beteiligung hält. Moore hat bereits ein fortgeschrittenes Explorationsstadium erreicht und verfügt über eine hochgradige Mineralisierung in der „Maverick“-Zone. Highlights der bisherigen Bohrergebnisse sind 6,0 Prozent Triuranoctoxid über 5,9 Meter und 20,8 Prozent über 1,5 Meter aus etwa 265 Metern Tiefe. Übernommen wurde Moore von Denison Mines, einem Unternehmen das zugleich ein wichtiger Skyharbour-Anteilseigner ist. In näherem Umkreis befinden sich das Wheeler-River-Projekt (Denison) und McArthur River (Cameco).

Skyharbour ist weiterhin zu hundert Prozent an dem am Ostrand des Athabasca-Beckens gelegenen South Falcon Projekt beteiligt, dessen abgeleitete Ressource auf 7,0 Millionen Pfund Triuranoctoxid mit 0,03 Prozent und 5,3 Millionen Pfund Thoriumdioxid mit 0,023 Prozent beziffert wird.

Für das nördlich gelegene Projekt „Hook Lake“ (vormals North Falcon) hatte Skyharbour erst dieser Tage eine Earn-In-Vereinbarung mit dem australischen Unternehmen Pitchblende Energy (demnächst Tochtergesellschaft von Valor Resources) unterzeichnet, wonach Pitchblende 80 Prozent des Projektes gegen Barzahlungen von 475.000 CAD und Explorationsausgaben von 3.500.000 CAD binnen Dreijahresfrist verdienen kann.