Erst in den letzten Wochen hatte Cabral Gold (TSX-V: CBR, WKN: A2JC8S; ISIN: CA1271061022) die Bohrergebnisse der Goldlagerstätten „Central“ und „Moreira Gomes“ verkündet. Ab sofort gesellt sich ein weiterer Name hinzu: Mit „Alonso“ ist für den Goldexplorer aus Vancouver überraschend ein neues Zielgebiet ins Spiel gekommen. Erste Oberflächenproben lassen darauf schließen, dass es hier ebenfalls um eine extrem vielversprechende Fundstätte geht.

Obwohl es sich bei Cabrals Projekt Cuiú Cuiú im nördlichen Brasilien um einen ehemaligen „garimpo“, ein informelles Abbaugebiet des Tapajos-Goldrausches von 1978 bis 95 handelt, hält das Gelände immer neue Überraschungen bereit.

Der Fund bei Alonso

Während die Bohrprogramme in Central und Moreira Gomes liefen, wurden in einem weiteren Abschnitt von Cuiú Cuiú Bodenerkundungen durchgeführt – mit herausragenden Resultaten. Dreiundzwanzig Gesteinsproben wurden aus dem bislang unbeachteten Zielgebiet entnommen. Die Samples aus Oberflächenblöcken lieferten Werte zwischen 11,6 und 200,3 Gramm Gold pro Tonne, bei einem Durchschnitt von 91,7 Gramm pro Tonne.

Abb1: Goldwerte aller am Alonso-Ziel gesammelten Gesteinsproben, Quelle: Cabral Gold

Seifengold führt auf die Spur

Goldnuggets und eine nach Westnordwest tendierende magnetische Trendanomalie hatten das Interesse des Cabral-Geologenteams auf sich gezogen. Gesucht wurde die Quelle von Nuggets, die im etwa neun Kilometer nordöstlich gelegenen Sektor Cilmar gefunden wurden. Die Untersuchungen führten zur Identifizierung des Alonso-Ziels, wo Quarzader-Blöcke mit sichtbarem Gold zu finden waren. Deren Prüfung brachte die neuen Werte zutage.

Weitere, sehr ähnliche Felsbrocken aus Quarzader-Gestein liegen in einer Entfernung zwischen 100 und 950 Metern in westsüdwestlicher Richtung. Die Testergebnisse hierfür stehen aktuell aus.

Nicht nur das: Selbst die Bäche, die 1,5 Kilometer gen Westen vom Fundort aus entspringen, zeigen anomale Goldwerte im Wasser. Alles deutet darauf hin, dass die Quelle dieser hochgradigen Mineralisierung sich in der Nähe befinden sollte. Der Alonso-Fundstelle liegt nur drei Kilometer entfernt von der Moreira Gomes-Lagerstätte.

Historische Bodenprobenentnahmen waren diesem Ziel bereits nah; allerdings wurde lediglich  eine einzige anomale und mäßig spektakuläre Bodenprobe mit 25 ppb Gold genommen – 140 Meter westlich neben den neuen Fundstellen.

Abb2: Cuiu Cuiu-Positionskarte zeigt die vorhandene Lagerstätten MG und Central incl. Bohrlöcher sowie Ziele und Position der neuen Alonso-Fundstätte, Quelle: Cabral Gold

Erfreuliche Neuigkeiten für das Projekt

Geschäftsführer Alan Carter zeigte sich am Dienstag in einem Statement begeistert: die Oberflächenergebnisse seien „beispiellos“. Zwar sei es aktuell zu früh für weitere Spekulationen. Doch allein das goldhaltige Wasser im Kontext mit den Bodenproben sei ein deutlicher Hinweis darauf, dass es sich bei Alonso um ein substanzielles Ziel handeln könne. Zusammen mit den vorangegangenen Bohrlochergebnissen aus Central und Moreira Gomes bestätigen die Funde eine signifikante hochgradige Mineralisierung. Carter gratulierte dem Explorationsteam vor Ort persönlich zur Entdeckung des „aufregenden neuen Ziels“.

Cabral wird im Folgenden versuchen, die Grundfläche des Alonzo-Zielgebiets näher zu bestimmen. Hierbei wird ein Raster für die Bodenprobenentnahme erstellt und das Flusssediment näher untersucht. Gegebenenfalls werden weiter Flachschneckenbohrungen nötig sein, um der Mineralisierung auf die Spur zu kommen.

Cabral und der goldene Boden

Cabral exploriert seit 2018 das Gebiet von Cuiú Cuiú im Bundesstaat Para. Das Unternehmen stützt sich dabei auf historische Bohrdaten aus den Jahren 2006 bis 2012. Damals wurden für die Lagerstätten Central und Moreira Gomes 5,9 Millionen Tonnen Erz mit 0,90 Gramm Gold pro Tonne – das entspricht 200.000 Unzen – gemeldet sowie 19,5 Millionen Tonnen zu 1,24 Gramm pro Tonne abgeleitet.

Zwischenzeitlich konnten mehrere Bohrprogramme abgeschlossen werden, die die hochgradigen Mineralisierungen bei Machichie (3,4 Meter zu 36,9 Gramm) und Morro de Lua (2,8 Meter zu 19,5 Gramm) Gold pro Tonne nachwiesen. Die jüngsten Bohrungen bei Moreira Gomes (7,6 Meter mit 18,5 Gramm) und Central 5,6 Meter zu 13 Gramm) Goldgehalt pro Tonne bewiesen zusätzlich die Weiterführung der Mineralisierung entlang des Streichens.