Könnte es mehr als nur diese eine spektakuläre Gold-in-Oxid-Schicht bei „Moreira Gomes“ geben? Nach der Entdeckung jener unerwarteten Mineralisierung auf „Cuiú Cuiú“ brachte Cabral Gold Inc. (TSX-V: CBR, WKN: A2JC8S; ISIN: CA1271061022), gestützt auf Anhaltspunkte aus historischen Daten, die Bohrer an anderen Stellen seines nordbrasilianischen Vorzeigeprojekts in Stellung. Mit Erfolg: am Dienstagmittag gab der Explorer aus Vancouver die neuesten Untersuchungsergebnisse von der laufenden Aufklärungs-Bohrkampagne bekannt. Diesmal sind es elf abgeschlossene Umkehrbohrungen (RC-Bohrungen) am Ziel „Pau de Merenda“, die eine weitere „Goldschicht“ aufdeckten und interessante Gehalte ans Licht brachten.

„Pau de Merenda“ liegt etwa 2,5 Kilometer nordwestlich der bereits definierten Lagerstätte „Central“. Zahlreiche Bohrungen haben dort im oberflächennahen, unverfestigten, verwitterten und oxidierten Saprolith Vererzungen geschnitten. Außerdem wurde eine Reihe zusätzlicher Ziele mit hoher Priorität von Cabral identifiziert, die weitere Gold-In-Oxid-„Deckellagerstätten“ markieren könnten. Derzeit finden weitere Aufklärungsbohrungen am zuvor noch unerprobten Ziel „Mira Boa“ statt.

Geschäftsleitung erwartete „Decken“-Funde

Alan Carter, der Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer von Cabral Gold, zeigte sich hocherfreut über die Bohrergebnisse bei „Pau de Merenda“. Er merkte an, dass man bereits nach der Entdeckung der ersten Gold-in-Oxid-Schicht bei „Moreira Gomes“ davon ausgegangen war, weitere Fundstellen dieser Art auf dem „Cuiú Cuiú“-Areal zu ermitteln. Die ersten Bohrungen bei „Pau de Merenda“, so Carter, seien ein deutlicher Hinweis auf eine weitere hochgradige Schicht mit einigen überdurchschnittlichen Abschnitten. Diese neue Gold-in-Oxid-Decke birgt zudem eine gewisse Möglichkeit, dass sich unterhalb davon eine bedeutende primäre Goldlagerstätte befinden könne. Dem wird Cabral in den kommenden Monaten mit weiteren Bohrungen nachgehen.

„Pau de Merenda“: Historische Löcher und neue Resultate

Nachdem Cabral vor einigen Wochen die „Gold-in-Oxid“-Decke im unverfestigten Boden und Sedimenten oberhalb der Lagerstätte „Moreira Gomes“ identifiziert hatte, waren auf „Cuiú Cuiú“ Ziele überprüft worden, bei denen eine ähnliche Mineralisierung im lockeren Oberflächenmaterial vorliegt.

Eine solche Stelle ist „Pau de Merenda“. Auffällig ist dort eine bedeutende Gold-in-Boden-Anomalie, die seinerzeit durch neun historische Diamantbohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 2.593 Metern untersucht wurde. Aus dem Grundgestein ermittelten diese vielversprechende Bohrergebnisse, etwa 30 Meter mit 1,1 Gramm Gold pro Tonne (CC-19), 47,1 Meter mit 1,8 Gramm (CC-20) sowie 8,5 Meter mit 5,1 Gramm (CC-22).

Interessant sind außerdem die Resultate aus dem historischen Loch CC-82, der am nördlichsten gelegenen Bohrung: Diese ermittelte 28,8 Meter mit 0,35 Gramm Gold pro Tonne – und zwar aus dem unverfestigten Material ab der Oberfläche.

Das legte die Möglichkeiten nahe, dass es hier eine ähnliche Gold-in-Oxid-Schicht geben könne. Aufschluss darüber sollten weitere Bohrungen erbringen.

Die ersten elf Ergebnisse

Cabral Gold brachte daher bei „Pau de Merenda“ insgesamt 21 vertikale RC-Löcher mit einer maximalen Tiefe bis zu 78 Metern nieder. Zum Einsatz kam erneut der AST-SV50-Aufklärungs-RC-Bohrer.

Die Bohrlöcher RC-101 bis RC-113 wurden im Abstand von 100 Metern auf einem Raster oberhalb der Gold-in-Boden-Anomalie angelegt. Zehn dieser insgesamt elf Löcher stießen auf eine Goldvererzung mit einer Mächtigkeit von bis zu 40 Metern. Die Bohrungen deuten auf eine in alle Richtungen offene, ausgedehnte Gold-in-Oxid-Schicht über mindestens 200 mal 400 Meter hin.

Die besten Ergebnisse

Die besten Resultate brachte RC-112 hervor. Diese Bohrung befindet sich nur 25 Meter nordwestlich des erwähnten historischen Diamantbohrlochs CC-20, das damals 47,1 Meter mit 1,8 Gramm Gold im darunterliegenden, nichtoxidierten Grundmaterial schnitt.

RC-112 nun durchteufte seinerseits 40 Meter mit 2,2 Gramm Gold pro Tonne ab der Oberfläche; inklusive einem 7-Meter-Abschnitt zu 9,4 Gramm Gold. Die beiden finalen Bohrmeter enthielten im Schnitt gar 23,8 Gramm Gold pro Tonne; ein Hinweis darauf, dass die Mineralisierung an dieser Stelle in der Tiefe offen ist.

Loch RC-104, 150 Meter nordwestlich von RC-112, ergab ab der Oberfläche 16 Meter mit 1,3 Gramm Gold pro Tonne. Die Ergebnisse der historischen Bohrungen und die aktuellen RC-Bohrungen lassen zudem auf eine nach Nordwesten verlaufende primäre Goldmineralisierung im darunter befindlichen Granitgestein schließen. Dabei könnte es sich um die Quelle der Gold-in-Oxid-Schicht bei „Pau de Merenda“ handeln. Sobald die beiden zusätzlichen Diamantbohrgeräte eingetroffen sind, wird das näher ausgetestet.

Die Resultate der übrigen zehn Bohrlöcher stehen zwar noch aus; es ist aber sicher, dass über diese hinaus noch weitere Bohrungen erforderlich sind, um das Ausmaß der Gold-in-Oxid-Deckschicht zu definieren.

Aufklärungsbohrungen am „Guten Ziel“

Weitere Ziele, die künftig noch auf zusätzliche Gold-in-Oxid-Decken getestet werden sollen, sind „Jerimum Cima“, „Central SE“ und „Central“ selbst.

Das aktuell im Fokus stehende periphere und ebenfalls hochrangige Ziel mit Aussichten auf Gold-in-Oxid-Schichten ist „Mira Boa“, drei Kilometer südwestlich von „Central“. Dort befinden sich zahlreiche historische Seifengold-Abbaustätten, wobei die geologische Quelle dieses Goldes nicht geklärt ist. Bodenproben jedenfalls haben hier eine weitere ausgeprägte Gold-in Boden-Anomalie über einen Verlauf von mindestens zwei Kilometern von Norden nach Süden identifiziert. Gebohrt wurde hier zuvor nicht.

Cabral hat nun jedoch 22 von 25 der vertikalen Bohrlöcher bis in 80 Meter Tiefe abgeschlossen. Die Ergebnisse stehen allerdings noch aus. „Mira Boa“ heißt so viel wie „gutes Ziel“ – die Bohrungen werden zeigen, ob dem so ist.