Schlag auf Schlag geht es weiter mit News vom Goldprojekt „Cuiú Cuiú“. Am  Ziel „Moreira Gomes“ konnte der Explorer Cabral Gold Inc. weitere Bohrergebnisse aus zwei Diamant- und vier Umkehrbohrlöchern gewinnen. Bei der Untersuchung der Basalzone sowie der verwitterten Oxiddeckensequenz durchteuften diese hochgradige Schichten von beachtlichen Längen und Graden – und eine gänzlich unerwartete Erzschicht.

Cabral Gold Inc. aus Vancouver erforscht in Nordbrasilien, im Bundesstaat Pará, sein Flaggschiffprojekt „Cuiú Cuiú“. Während des großen Goldrausches zwischen 1978 und 1995 wurden dort etwa zwei Millionen Unzen Seifengold gefördert. Noch heute hat „Cuiú Cuiú“ mit seinen beiden bereits definierten Lagerstätten hohes Potenzial zu bieten: 200.000 angezeigte und 800.000 abgeleitete Unzen beziffert die aktuell vorliegende Ressourcenschätzung. Doch die ist überholt: Zwischenzeitlich hat Cabral Gold weitere Goldvererzungen lokalisiert, unter anderem eine Gold-in-Oxid-Deckschicht oberhalb der eigentlichen Hauptlagerstätte. Dem wird zurzeit im Rahmen eines Bohrprogramms nachgegangen – mit erfreulichen Ergebnissen.

Bestätigung von hohen Gehalten und neu entdeckte Vererzung

Der Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer von Cabral Gold, Alan Carter, kommentierte die neuesten Auswertungen erfreut. Diese bestätigten, dass es innerhalb der „Moreira Gomes“-Hauptlagerstätte sowohl eine hochgradige Mineralisierung in der Tiefe gebe als auch einen neuen Bereich mit hochgradiger Vererzung in einer Liegendzone. Das sei, so Carter, bislang noch nicht vorgekommen.

Die jüngsten Ergebnisse aus den Umkehrbohrlöchern zeigen weiterhin, dass die die darunter liegende Gold-in-Oxid-Decke ausgedehnt ist und über gute Gehalte verfügt. Es seien, so Carter, am Ziel „Moreira Gomes“ somit bedeutende hochgradige Zonen mit ausgezeichneter Mächtigkeit vorhanden. Ebenso sei das oberflächennahe Oxidmaterial in der Gold-in-Oxid-Decke gehaltvoll.

Diamantbohrprogramm zur „Zonendefinition“

Die beiden neuen Diamantbohrlöcher DDH-15 und DDH-16 waren im Rahmen eines laufenden Programms angelegt worden, mit dem die Abgrenzungen zu den hochgradigen Zonen der bestehenden Lagerstätten von „Cuiú Cuiú“ – „Central“ und „Moreira Gomes“ – definiert werden sollten. Beide Löcher wurden auf dem Abschnitt 553610 gebohrt. Der befindet sich etwa 50 Meter westlich von Sektor 553655, wo im April bereits die Diamantbohrlöcher DDH208 bis DDH211 vorangetrieben worden.

50 Meter östlich von diesem Bereich hatte ein weiteres Loch (DDH-214) erst kürzlich 60 Meter zu 3,5 Gramm Gold inklusive 26 Metern mit 64,6 Gramm Gold aus vierzig Metern Tiefe durchteuft.

Die beiden aktuellen Löcher DDH-215 und DDH-216 wurden von Norden nach Süden gebohrt, um die neigungsauf- und abwärtsgerichtete Kontinuität der Hauptzone der Grundmineralisierung zu testen. Die war bereits im Januar vergangenen Jahres in der Tiefe von Bohrloch DDH-202 durchteuft worden, das 14,2 Meter mit 6,7 Gramm Gold kreuzte. Das historische Bohrloch CC-50 schnitt dort ein 36 Meter langes Intervall mit 2,0 Gramm Gold.

Unerwarteter Fund aus DDH-215

DDH-215 wurde etwa 50 Meter nördlich von jenem Loch DDH-202 gebohrt. Seine Auswertung ergab 17,6 Meter mit 4,1 Gramm Gold je Tonne aus einer Tiefe von 149 Metern, inklusive 4,3 Metern mit 11,3 Gramm pro Tonne. Der aktuellen Interpretation nach ist das dieselbe mineralisierte Zone, die von den erwähnten älteren Löchern getroffen wurde.

In der Tiefe stieß DDH-215 zudem auf Überraschendes, nämlich eine zweite mineralisierte Zone, die 18,1 Meter mit 4,3 Gramm Gold pro Tonne aus 198,9 Metern Tiefe inklusive einem Meter mit 45,1 Gramm Gold pro Tonne aus 210,5 Metern enthielt. Bei dieser Entdeckung scheint es sich um eine Liegendzone südlich der Hauptgoldlagerstätte von „Moreira Gomes“ zu handeln, die von früheren Bohrlöchern verfehlt wurde.

Auf der entgegengesetzten Seite von DDH-202, etwa 25 Meter südlich, stieß Bohrloch DDH-216 in zwei Metern Tiefe auf 39 Meter zu 0,3 Gramm Gold pro Tonne. Darin enthalten sind 19,0 Meter mit 0,5 Gramm Gold pro Tonne ab 16 Metern Tiefe innerhalb der Gold-in-Oxid-Decke. In 81,0 Metern durchteufte das Loch 9,0 Meter zu 1,0 Gramm Gold pro Tonne. Möglichweise handelt es sich bei dieser Kreuzung um eine aufwärts geneigte Erweiterung der „Moreira Gomes“-Hauptlagerstätte.

Umkehrbohrungen zum Testen der „Golddecke“

 Auch die Ergebnisse der vier Umkehrbohrlöcher RC65 bis RC68 aus demselben Abschnitt bei „Moreira Gomes“ (in 300 Metern westlicher Entfernung vom Diamantbohrloch DDH-215) ergaben positive Werte aus der Gold-in-Oxid-Decke sowie saprolitisiertem (tiefenverwittertem) und oxidierten Grundmaterial.

Nach der Entdeckung der signifikanten Gold-in-Oxid-Deckschicht hatte Cabral Gold den Einsatz des größeren der vorhandenen RC-Bohrgeräte neu disponiert: Es sollte die oberflächennahe goldhaltige mineralisierte Deckschicht anbohren. Der Bohrer hatte daraufhin in einem Bereich 300 Meter westlich der aktuell mit Diamantbohrungen untersuchten Stellen vier Umkehrbohrlöcher ausgeführt.

Der Abschnitt 55310 (300 Meter westlich von DDH-215) war bisher nur durch das historische Diamantbohrloch CC-46 untersucht worden. Das hatte innerhalb der darunterliegenden Lagerstätte 8 Meter zu 1,4 Gramm Gold und 38,8 Meter zu 0,9 Gramm Gold in Oxiden ermittelt sowie 28,4 Meter mit 1,3 Gramm Gold pro Tonne geschnitten.

Ergebnisse rund um historische Bohrung

RC-65 wurde dabei 40 Meter nördlich von dem historischen Bohrloch CC-46 angelegt. Es durchteufte 51,0 Meter zu 0,8 Gramm Gold pro Tonne. Beim Großteil davon handelt es sich um goldhaltige Oxiddecke und verwittertes mineralisiertes Material.

Das Loch RC-66 wurde weitere 40 Meter nördlich von RC-65 angesetzt und gab 75,0 Meter zu 0,6 Gramm Gold pro Tonne ab der Oberfläche zurück, wobei die oberen 47 Meter ebenfalls goldhaltiges Oxiddeckenmaterial darstellten. Leider musste diese Bohrung aufgrund technischer Schwierigkeiten abgebrochen werden, bevor Grundgestein erreicht wurde.

Nach ähnlichem Muster wurde RC-68 südlich vom historischen Loch angelegt. Es schnitt 18 Meter mit 1,4 Gramm Gold ab der Oberfläche und 20 Meter mit 0,9 Gramm aus 24 Meter (jeweils aus Oxidmaterial) sowie 19,0 Meter zu 0,3 Gramm pro Tonne aus der Tiefe in Hartgestein. Das war eine Überraschung, mit der niemand gerechnet hatte. Diese untere Vererzung aus Loch RC-68 könnte ein Hinweis auf eine weitere mineralisierte Zone im Grundgestein von „Moreira Gomes“ sein.