Während Loncor Resources (TSX: LN, WKN: A2PSPG, ISIN: CA54179W3093) in der Demokratischen Republik Kongo seine Exklusiv-Liegenschaften Adumbi und Makapela erkundet, ist Joint-Venture-Partner Barrick Gold ebenfalls nicht untätig. Der Gold-Major ist im Ngayu-Grünsteingürtel auf der Suche nach Projekten, die mittelfristig die Nachfolge seiner Rekordmine Kibali antreten könnten. Ergo wird mit großem Einsatz exploriert und ausgewertet. Wie Loncor mitteilte, hat Barrick soeben ein erstes Zwischenergebnis vorgelegt, das sich ausgezeichnet liest.

Am Montag gab Loncor Resources im Rahmen einer Unternehmensmitteilung ein Update zu den jüngsten Explorationsarbeiten im Ngayu-Grünsteingürtel, wo das Unternehmen sowohl in Eigenregie forscht als auch ein Joint-Venture mit dem Branchenriesen Barrick Gold unterhält. Demnach hat Barrick just aktuelle Explorationsberichte vorgelegt.

Ermutigende Ergebnisse und neue Prioritäten

Peter Cowley, Vorsitzender von Loncor, zeigt sich erfreut über die Resultate. Man sei ermutigt durch die Explorationsergebnisse, die das Joint-Venture von Barrick bislang ergeben habe; speziell über die Generierung neuer Bohrziele mit hoher Priorität. Man freue sich darauf, weitere Ergebnisse von diesen und weiteren vorrangigen Zielen, inklusive Yambenda und Yasua, zu erhalten.

Cowley hat aber auch Neuigkeiten aus dem Hause Loncor: Das erste Loch in der Adumbi-Lagerstätte, an der Loncor 84,6 Prozent Anteil hält, sei fertiggestellt und der mineralisierte Kernabschnitt an ein unabhängiges Labor in Tansania übergeben worden.

Die Explorationsergebnisse im Detail

Barrick hatte ein Scout-Programm für einige mögliche Lagerstätten auf dem Loncor-Areal gestartet und vorrangige Ziele für Folgebohrungen festgelegt, um die Geologie unterhalb der Oberfläche sowie die strukturellen Rahmenbedingungen der Goldmineralisierungen dieser Ziele besser zu verstehen.  Durchgeführt wurden Bohrungen in den Prospekten Medere, Bakpau und Anguluku. Im Rahmen der Exploration wurden weiterhin hochprioritäre Bohrziele in Mokepa und Mongaliema beschrieben. Dort hatte Barrick einige der wichtigsten Grabenergebnisse seit Beginn des Joint-Venture erzielt. Die Updates im Einzelnen:

  • Medere

Die mineralisierte Zone von Medere verläuft von Ost nach West, subparallel und etwa 250 Meter in dem Liegendes  südlich des Makasi-Itali-Trends. („Liegendes“ ist ein bergmännischer Fachbegriff für ein eine Bezugsschicht unterlagerndes Gestein). Die Trends befinden sich längs eines Scherkorridors zwischen Basalt und kohlenstoffhaltigen Metasedimenten, die mit einer 800 Meter langen Bodenanomalie von mehr als 100 ppb Gold zusammenfallen. Vorangegangene Bohrungen entlang des Itali-Mineralisierungstrends wiesen zu einer signifikanten Goldmineralisierung inklusive 38,82 Metern mit 2,66 Gramm Gold pro Tonne sowie 14,70 Metern zu 1,86 Gramm und 3,95 Metern zu 19,50 Gramm Gold pro Tonne aus den Bohrlöchern NIDD0001 beziehungsweise NIDD0004.

Die Tiefe der vollständigen Oxidation überschritt 130 Meter. Barrick hatte drei Kernlöcher angelegt, um die strukturelle Lage dieser Mineralisierung in Medere und ihre Beziehung zum Itali-Trend zu  erfassen, wo der bislang beste Schnittpunkt bei 9,05 Metern mit 3,75 Gramm Gold pro Tonne aus 39,82 Metern lag.

Das Bohrloch ITDD0003 ist etwa 200 Meter östlich von dem von Loncor gebohrten Loch NIDD0001 entfernt. Der mineralisierte Teil des Itali-Trends ist in östlicher Richtung offen und erfordert weitere Bohrungen.

  • Bakpau

In Bakpau und Anguluku sollten mit den Bohrungen verschiedene geologische Konzepte ausgetestet werden. Bei Bakpau stand die günstige geologische Lage eines mineralisierten Schersystems im Mittelpunkt des Interesses. Dieses befindet sich zum Großteil in einer grobkörnigen Quarz-Monzonit-Intrusion in Kontakt mit geschertem und brekziertem gebänderten Eisenstein.

Indem erneut Proben aus alten Gräben entnommen wurden, konnten weite Zonen von Goldmineralisierungen umrissen werden, unter anderem 70 Meter mit 0,34 Gramm und 33 Meter mit 0,53 Gramm Gold pro Tonne.

Die endgültigen Testergebnisse aus zwei Löchern werden noch erwartet.

  • Anguluku

Bei den Bohrungen in Anguluku war eine komplex gefaltete und schubgebundene Eisensteinsequenz unterhalb einer darüber liegenden gebänderten Eisensteineinheit zu testen. Die Ergebnisse zeigten, dass dieses Prospekt nicht das Potenzial für eine Rang-1-Lagerstätte nach den Filterkriterien von Barrick erfüllt. Demzufolge sind hier keine weiteren Bohrungen vorgesehen.

  • Yambenda und Yasua

Derweil wurde auf dem in Norden gelegenen Yambenda-Yasua-Prospekt die erste Kernbohrinsel mobilisiert. Damit soll ein markanter, neun Kilometer langer gebänderter Eisensteinkamm getestet werden, der im Zusammenhang mit einer Reihe von Gold-in-Boden-Anomalien von über 100 ppb steht. Es werden einige Kernlochabschnitte gebohrt, um die Streichenlänge vollständig auszuwerten.

  • Mokepa

Die Explorationsarbeiten haben neue vorrangige Bohrziele definiert, die potenziell den Rang-1-Status von Barrick in Mokepa  und Mongaliema erreichen.

Das Ziel in Mokepa befindet sich am Nordrand der Hauptdomänengrenze neben einer Gesteinsfalte, die in einer strukturell ähnlichen Umgebung liegt wie die Kibali-Mine von Barrick. Feldkartierung und Grabenbildung definierten einen Korridor aus matrixgestütztem rheologischem Kontrast (Rheologie bezeichnet das Fließverhalten von Materie) und komplexer Geologie. Diese besteht aus gebändertem Eisenstein und Basalt, eingebettet in feinkörnige Sedimente mit mäßiger bis starker Scherung und verbunden mit einer Alterationsassemblierung von Kieselerde, Brauneisenstein, Serizit (einer Glimmer-Varietät) und Boxwork (das ist dünnschichtiger Kalzit mit wabenartigen Strukturen).

Außerdem wurden  erfreuliche Ergebnisse aus den Gräben ADTR0004 und ADRT0005 gemeldet. Beide Gräben liegen etwa 600 Meter voneinander entfernt und zeigen weite Zonen von Goldmineralisierungen: 110 Meter mit 0,50 Gramm Gold pro Tonne sowie 32 Meter mit 0,99 Gramm.

Die Testergebnisse für den Graben ADTR00006, etwa 1,5 Kilometer entfernt, und eine breite Zone von geschertem, veränderten und gebrochenem Eisenstein und Basalt stehen noch aus. Das erste Kernloch bei Mokepa wurde nun in Angriff genommen.

  • Mongaliema

Mongaliema ist etwa sieben Kilometer vom 100-prozentigen Loncor-Projekt Makapela entfernt. Das Zielgebiet ist eine Scherzone mit West-Nordwest-Trend innerhalb von veränderten Metasedimenten mit Hornstein-Einheiten nahe dem Kontakt mit einem Dolerit-Intrusiv. Im laufenden Quartal waren geologische Kartierungen, Schneckenbohrungen, Scout-Angrabungen und Grabenarbeiten durchgeführt worden, die ermutigende Erzproben-Ergebnisse von 37,3 Metern mit 1,48 Gramm Gold pro Tonne zutage brachten; zuzüglich mehreren Gesteinsproben aus historischen manuellen Abbautätigkeiten, die Goldmineralisierungen von 14,9; 5,23; 2,9 und 2,43 Gramm Gold pro Tonne aufwiesen. Die Angrabungen, Gräben und Schneckenbohrungen werden weiterhin zur Feststellung des vollen Ausmaßes der Mineralisierung genutzt.

Joint-Venture mit dem Branchenriesen

Barrick verwaltet und finanziert das Joint-Venture mit Loncor, das etwa 2.000 Quadratmeter im Ngayu-Grünsteingürtel abdeckt, bis zum Abschluss einer Vor-Machbarkeitsstudie. Das Projektareal ist etwa 220 Kilometer von Barricks Rekord-Goldmine Kibali entfernt, die im Jahr 2019 beeindruckende  814.000 Unzen zu Gesamtkosten von 693 US-Dollar pro Unze produzierte. Für Barrick ist das Ngayu-Areal also von höchstem Explorationsinteresse. 2020 begann Barrick mit Bestätigungsbohrungen, wobei sechs potenzielle Bohrziele besonders hervorgehoben wurden.

Vorbehaltlich der Forderungen der Demokratischen Republik Kongo würde Barrick 65 Prozent an den Entdeckungen verdienen, Loncor hält den Restanteil von 35 Prozent, muss ab Vorliegen der Vor-Machbarkeitsstudie aber auch seinen Unkostenanteil finanzieren, um den Anteil zu erhalten oder zu verwässern.

Abseits des Joint-Ventures: Loncors Exklusiv-Projekte

Loncor ist ein Goldexplorationsunternehmen mit Sitz in Toronto, dessen Portfolio sich auf den Ngayu-Grünsteingürtel in der demokratischen Republik Kongo konzentriert. Das Ngayu-Projekt zeigt durch seine Geologie, manuelle Abbauaktivitäten in der Vergangenheit, einer vorhandene Goldressource und ermutigenden Bohrergebnisse zahlreiche positive Indikatoren für sein Potential.

Bestimmte Grundstücke im Ngayu-Areal sind aus dem Joint-Venture mit Barrick ausgeschlossen. Dazu gehören die Lagerstätten Adumbi und Makapela, wobei Barrick bei Makapela Bezugsrechte hält.

Adumbi und zwei seiner benachbarten Lagerstätten  verfügen über abgeleitete Mineralressourcen von 2,5 Millionen Unzen Gold (30,65 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 2,54 Gramm Gold pro Tonne), wobei gemäß der Beteiligung am Projekt 84,68 Prozent auf Loncor entfallen.

Makapela ist im 100-prozentigen Besitz und hat eine angegebene Mineralressource von 614.200 Unzen Gold (2,20 Millionen Tonnen bei einem Gehalt von 8,66 Gramm Gold pro Tonne) und eine abgeleitete Mineralressource von 549.600 Unzen Gold (3,22 Millionen Tonnen bei einem Gehalt von 5,30 Gramm Gold pro Tonne.

Ein wichtiger Aktionär mit einem Anteil von 26 Prozent an den ausstehenden Aktien ist Resolute Mining Limited aus Perth. Das Unternehmen hält ein Bezugsrecht, um seinen Anteil an Loncor aufrecht zu erhalten, wenn Loncor ein vorgeschlagenes Aktienangebot abschließt.