Gleich der erste Versuch erweist sich als Volltreffer: Im Zuge seines laufenden Bohrprogramms in der Adumbi-Lagerstätte in der Demokratischen Republik Kongo legt Loncor Resources (TSX: LN, WKN: A2PSPG, ISIN: CA54179W3093) aus Toronto derzeit Bohrlöcher am Grund einer Tagebaugrube an. Damit soll die Mineralisierung unterhalb des Abbaulevels erforscht und präziser umrissen werden. Jetzt liegt die Auswertung des ersten Bohrkerns vor und zeigt: „LADD001“ ist auf Gold gestoßen – und wie!

Das Ergebnis kommt nicht unerwartet: Dass man im Rahmen des Bohrprogramms in der Lagerstätte Adumbi auf Goldmineralisierungen stoßen würde, war grundsätzlich klar. Sensationell sind indes die Werte, die die Analyse des Bohrkerns hervorbrachte. Mehrere hochgradige Abschnitte wecken Aussichten auf weitere spektakuläre Entwicklungen im Projekt.

Peter Cowley, der Präsident von Loncor, zeigt sich ermutigt von den Bohrergebnissen des ersten Lochs, denn Loncor strebe eine signifikante Erhöhung der Ressourcen inner- und unterhalb des Tagebaus an. Außerdem, so Cowley weiter, werden entlang des 14 Kilometer langen mineralisierten Trends weitere, neue potenzielle Bohrziele untersucht.

Als nächsten Schritt plant Loncor eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung zur Veranschaulichung des positiven wirtschaftlichen Potenzials, das in Adumbi und den benachbarten Lagerstätten im Projekt „Imbo“ enthalten ist.

Labortests bestätigen Goldabschnitte

Das Bohrloch LADD001 war das erste im Rahmen eines auf 7.000 Meter ausgelegten Programms bei der Lagerstätte Adumbi  im östlichen Ngayu-Grünsteingürtel. Das Loch verlief  mit einer Neigung von minus 65 Grad und einem Sollkurs von 220 Grad. Neigung und Kurs wurden in regelmäßigen Abständen von 30 Metern gemessen.

Die untersuchten Bohrkerne wurden in Meterabstand entnommen und halbiert. Die Hälfte der Kerne bearbeitete  die Probenvorbereitungsanlage von Loncor zu Probenmaterial weiter: Nach einer Zerkleinerung erfolgte ihr Versand an ein unabhängiges Labor in Tansania; eine Dependance des international operierenden börsennotierten Warenprüfkonzerns SGS. In den Probenchargen waren zur Qualitätssicherung und Kontrolle Standards, Leerproben und Duplikate enthalten.

Bei SGS wurden anschließend Analysen durch Brandtests an 50-Gramm-Teilproben durchgeführt und im Anschluss Kontrolltests mit dem Screen-Fire-Assay-Verfahren unterzogen, um hochgradige Resultate aus dem Brandtest zu verifizieren.

Die Auswertung des Bohrkerns durch das Labor zeigt, dass bei der Bohrung gleich mehrere Goldabschnitte durchschnitten wurden, darunter beachtliche 20,33 Meter mit 2,47 Gramm Gold pro Tonne aus einer Tiefe zwischen 301,62 und 321,95 Metern (inklusive eines noch höhergradigen Abschnitts von 4,8 Metern zu 5,40 Gramm Gold pro Tonne), ferner 7,33 Meter mit 5,80 Gramm (251,27 bis 258,60 Meter) und 20,77 Meter mit 1,72 Gramm Gold pro Tonne ( 202,58 bis 223,35 Meter). Die Grade sind jeweils ungeschnitten angegeben.

Man schätzt, dass die tatsächlichen Breiten der mineralisierten Abschnitte 82 Prozent der geschnittenen Breite entsprechen. Die Bohrungen konzentrieren sich außerdem auf einen Umriss der Mineralressourcen unterhalb der Tagebaugrube. Dort bleibt die Mineralisierung über eine Streichenlänge von mehr als 600 Metern offen.

Geologie und Ressourcen der Adumbi-Lagerstätte

Die Goldmineralisierung in Adumbi steht in Verbindung mit einem bis zu 130 Meter dicken Stoß aus eingebettetem, gebändertem Eisenstein, Quarzcarbonat und Chloritschiefer. Höhergradige Abschnitte wurden inmitten einer stark veränderten, siliziumhaltigen Schicht gefunden. Diese Einheit, sogenannter „Replaced Rock“, weist strukturelle Verformungen auf und hat das lithologische Gewebe des primären Wirtsgesteins vollständig zerstört. Unter den verbreiteten Sulfid-Anordnungen sind Pyrit, Pyrrotit und Arsenopyrit. Stellenweise ersetzen diese bis zu 20 Prozent des gesamten Gesteins.

Die abgeleitete Ressource von Adumbi beträgt aktuell 2,19 Millionen Unzen Gold (28,97 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 2,35 Gramm Gold pro Tonne.

Weitere Bohrlöcher in Arbeit

Zielsetzung für das 7.000-Meter-Bohrprogramm ist die Skizzierung zusätzlicher Mineralressourcen für das Imbo-Projekt. Die anstehenden Bohrungen zielen auf mineralisierte Zonen innerhalb einer Tagebaumulde ab.

LADD001 ist dabei nicht das einzige Loch, das die Tiefe nach Gold erforscht. Südöstlich davon ist zwischenzeitlich auch das Kernbohrloch LADD003 fertiggestellt und wird derzeit untersucht. Weiterhin legt Loncor die tieferen Löcher LADD004 und LADD005 an, um die mineralisierten Zone durch Downdip- und Downplunge-Bohrungen zu schneiden.

Das Loch LADD004 zielt auf eine Mineralisierung 150 unterhalb des historischen Bohrlochs S53 aus dem Jahr 2017 ab. Das hatte seinerzeit 23,5 Meter zu 6,08 Gramm beziehungsweise 9,37 Meter zu 3,70 Gramm Gold pro Tonn am Grund des Tagebaus gekreuzt.

Über Loncor Resources Corp

Das kanadische Explorationsunternehmen Loncor untersucht Goldprojekte im Ngayu-Grünsteingürtel im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Das Gebiet weist eine Reihe positiver Indikatoren für Mineralisierungen auf, darunter geologische Faktoren, vormalige manuelle Abbautätigkeit, ermutigende Bohrergebnisse und das Vorhandensein eine Goldressourcenbasis. In nur 200 Kilometern Entfernung liegt die Rekord-Goldmine Kibali des Gold-Majors Barrick Gold, die 2019 einen Output von 814.000 Unzen zu „Gesamtkosten“ von 693 US-Dollar pro Unze erbrachte.

Aktuell unterhält Loncor ein bemerkenswertes Joint-Venture mit eben diesem Branchenriesen: Barrick ist auf der Suche nach potenziellen Nachfolgern für Kibali und bewertet den Ngayu-Grünsteingürtel als besonders interessantes Gebiet. Im Rahmen eines Joint-Venture exploriert Barrick daher etwa 2.000 Quadratkilometer des Loncor-Areals und kann dabei 65 Prozent an allen Entdeckungen verdienen, vorbehaltlich der Anteile der Demokratischen Republik Kongo. Loncor hält den Restbetrag von 35 Prozent. Barrick verwaltet und finanziert die Explorationen vor Ort bis zum Abschluss einer Vor-Machbarkeitsstudie zu Goldentdeckungen, die die Investitionskriterien von Barrick erfüllen; ab diesem Zeitpunkt müsste Loncor seinen Anteil an den Entdeckungen finanzieren, um ihn aufrechtzuerhalten oder zu verwässern.

Loncor besitzt ferner Grundstücke auf dem Ngayu-Grünsteingürtel, die von dem Joint Venture ausgeschlossen sind. So hat Makapela, im 100-prozentigen Besitz von Loncor, eine angegebene Mineralressource von 614.200 Unzen Gold (abgeleitet: 549.600 Unzen Gold). Barrick hält Bezugsrechte an Makapela.

Am Projekt Imbo entfallen 84,68 Prozent der Ressource anteilig auf Loncor. Aktuell werden die kombinierten Ressourcen der Imbo-Lagerstätten Adumbi, Kitenge und Manzako auf 2,5 Millionen Unzen geschätzt (abgeleitete Ressourcen: 30,65 Millionen Tonnen Erz mit 2,54 Gramm Gold pro Tonne).

Ein bedeutender Aktionär von Loncor ist Resolute Mining Limited: Das australische Unternehmen aus Perth besitzt 26 Prozent der ausgegebenen Aktien und hält ein Bezugsrecht, um diesen Anteil aufrechtzuerhalten, sobald Loncor ein vorgeschlagenes Aktienangebot abschließt.