Ausrüstung und Personal sind an ihren Plätzen, nun kann es losgehen: Wie Loncor Resources (TSX: LN, WKN: A2PSPG, ISIN: CA54179W3093) aus Toronto am Mittwoch in einer Meldung bekanntgab, haben die Bohrungen im östlichen Teil des Ngayu-Grünsteingürtels in der Demokratischen Republik Kongo begonnen. Dort hält der Goldexplorer aus Toronto unter anderem 84,88 Prozent am „Imbo“-Projekt.

Bei Imbo handelt es sich um ein 122 Quadratkilometer umfassendes Areal, auf dem die Teilprojekte Adumbi (die Schlüsselmineralisierung), Kitenge und Manzako liegen. Diese drei benachbarten Lagerstätten verfügen gemeinsam über abgeleitete Ressourcen von 30,65 Millionen Tonnen zu einem Pro-Tonne-Gehalt von 2,45 Gramm Gold, das entspricht etwa 2,5 Millionen Unzen. Doch es gibt mehr: Erst kürzlich hatte Loncor etwas abseits der Adumbi-Lagerstätte neue Trends entdeckt. Wie viel Gold sich in Imbo zusätzlich verbirgt, soll jetzt durch Bohrungen geprüft werden.

Bohrprogramm geht in die Tiefe

Bei der aktuell anlaufenden Kampagne sind Kernbohrungen vorgesehen, die die Mineralressourcen der Adumbi-Lagerstätte erhöhen sollen. Diese beläuft sich aktuell auf 2,19 Millionen Unzen, abgeleitet aus 28,97 Millionen Tonnen mit einem Goldgehalt von jeweils 2,35 Gramm. Die Bohrung konzentriert sich auf Bereiche unterhalb der bekannten Tagebaugruben; dort ist die tiefer gelegene Mineralisierung über eine Streichenlänge von mehr als 600 Metern offen. Es sind jedoch dichter platzierte Löcher nötig, um die zusätzlichen Ressourcen zu ermitteln.

Der nächste Schritt zur PEA-Studie

 Geschäftsführer Arnold Kondrat erklärt, dass durch dieses Bohrprogramm eine deutliche Erhöhung der Ressourcen inner- und unterhalb des Adumbi-Tagebaus angestrebt werde. Wenn sich dabei die Erwartungen des Unternehmens erfüllen, werde im nächsten Zug eine PEA-Studie (eine Untersuchung zur vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung) angefertigt. Diese solle das Potenzial bestätigen, dass Loncor in Adumbi und den benachbarten Lagerstätten vermutet.

Auch Barrick bohrt im Grünsteingürtel

 Die Liegenschaften von Loncor befinden sich lediglich 220 Kilometer von der durch den Branchenriesen Barrick Gold betriebenen Mine „Kibali“ entfernt, die im vergangenen Jahr eine Rekordproduktion von 814.000 Unzen hervorbrachte. Die Nähe zu Kibali und die Ähnlichkeit der Geologie begründet das Interesse des Major Players am Ngayu-Gürtel und führt für Loncor zu einer fruchtbaren Partnerschaft: Über ein Joint Venture ist Barrick zu 65 Prozent an den Entdeckungen auf den Liegenschaften von Loncor beteiligt, vorbehaltlich der Anforderungen der Demokratischen Republik Kongo.

Barrick hebt sechs priorisierte Bohrziele hervor, die seit 2020 auch erforscht werden. Die Abmachung sieht vor, dass Barrick die Explorationen finanziert, bis eine Vormachbarkeitsstudie vorliegt. Die verbleibenden 35 Prozent gehen an Loncor, wobei das Unternehmen sich ab diesem Zeitpunkt an den Explorationskosten beteiligen muss.

Exklusivprojekt Makapela

Ausgeschlossen von dem Joint-Venture-Abkommen sind einzelne vielversprechende Liegenschaften, so die erwähnte Lagerstätte Adumbi und das etwa 60 Kilometer entfernten Makapela. Letztgenanntes Gebiet ist zu 100 Prozent im Besitz von Loncor (Barrick hält allerdings Bezugsrechte). Makapela hat eine angegebene Ressource von 614.000 Unzen Gold (2,20 Millionen Tonnen zu je 8,66 Gramm Gold) und eine abgeleitete Ressource von 549.600 Unzen (3,22 Millionen Tonnen zu 5,30 Gramm).

Über Loncor Resources

Das Torontoer Unternehmen Loncor Resources ist ein Goldexplorer, der in der Demokratischen Republik Kongo im sogenannten Ngayu Greenstone Belt aktiv ist. Geologie, vielversprechende Bohrergebnisse und die vorhandene Goldressourcenbasis belegen, dass das Gebiet mit ausgesprochen vielversprechendem Potential ist. Im Jahr 2010 erwarb Loncor daher das Projekt „Ngayu“ mit einer Gesamtfläche von 2.010 Quadratkilometern. An der Entwicklung ist Barrick Gold als Joint-Venture-Partner beteiligt.

Das Management-Team verfügt über umfassende Erfahrungen im Bergbau in diesem Land. Der australische Goldproduzent Resolute Mining hält 26 Prozent der ausstehenden Loncor-Aktien und besitzt weiterhin ein Bezugsrecht, um seine Anteilige Beteiligung an dem Unternehmen aufrechtzuerhalten. Ein weiterer Anteilseigner ist der US-Top-Gold-Mayor Newmont.