Immer deutlicher wird das Bild, das Cabral Gold (TSX-V: CBR, WKN: A2JC8S; ISIN: CA1271061022) aus Vancouver von seinem Flaggschiffprojekt Cuiú Cuiú in der nordbrasilianischen Provinz Tapajós gewinnt. Wie angekündigt, meldete das Unternehmen am Mittwoch die Resultate der Bohrungen auf der Lagerstätte „Central“, die im Rahmen des sogenannten „Phase-II-Programms“ erhoben wurden.

Vor gut zwei Wochen hatte das Unternehmen bereits beachtliche Werte von der südöstlich gelegenen Bohrstätte „Moreira Gomes“ kommuniziert und weitere Resultate aus der wenige Kilometer entfernten Lagerstätte „Central“ in Aussicht gestellt. Die liegen nun vor: Mit vier Bohrlöchern, die zum Test der Kontinuität hochgradiger Zonen angelegt worden waren, konnten erneut erhebliche Goldgehalte festgestellt werden.

Historische Werte weisen den Weg

Die Goldmineralisierung in Cuiú Cuiú im Bundesstaat Pará verläuft innerhalb breiter deformierter und veränderter Korridore. Bereits vorangegangene Bohrprogramme zwischen 2008 und 2012 hatten auf dem Areal tagebaugeeignete Ressourcen identifiziert. 41 Proben aus 34 Bohrabschnitten hatten Werte von über 10 Gramm Gold pro Tonne ergeben, inklusive einem Dutzend mit mehr als einer Unze pro Tonne. Die höherwertigen Strukturzonen innerhalb dieser Gänge sind charakteristisch, ihrem Verlauf war bislang jedoch nicht weiter nachgegangen worden.

Mit den Diamantbohrungen von Cabral aus dem vierten Quartal 2019 – dem sogenannten „Phase II“-Programm – sollten solche Zonen mit hochgradigen Mineralisierungen innerhalb der Lagerstätten Central und Moreira Gomes näher bestimmt werden. In letztgenanntem Areal wurden kürzlich Spitzenwerte von 7,8 Metern mit 18,5 Gramm und 5,6 Meter mit 13 Gramm Gold pro Tonne festgestellt – Beweise für mindestens zwei hochgradige Zonen.

Belege für das geologische Profil

Insgesamt vier Bohrungen sollten dem Verlauf der Mineralisierung buchstäblich auf den Grund gehen. Zu diesem Zweck wurden die Bohrlöcher planvoll in Bezug zu bereits existierenden historischen Löchern gesetzt. Es handelt sich um die ersten Bohrlöcher, die nach 2012 in Central angelegt wurden. Das Resultat: Drei der vier Bohrungen stießen nicht nur auf vielversprechende Goldgehalte, sondern bestätigten ferner die Hypothesen, die Cabral zum Verlauf der Mineralisierung im Boden hatte.

  • Bohrloch 204-19 im nördlichen Teil der Lagerstätte Central stieß in 128,5 Metern Tiefe auf 17,3 Meter mit 2,1 Gramm Gold pro Tonne, inklusive sechs Metern mit 4,9 Gramm in 130 Metern Tiefe. 204-19 war angelegt worden, um die Abwärtsverlagerung einer höhergradigen Mineralisierung zu erkunden, die von dem zehn Jahre alten Bohrloch 65-10 durchteuft wurde (6 Meter mit 6,7 Gramm Gold pro Tonne). Eine Fortsetzung dieser Zone in tieferer Lage wurde somit bestätigt.
  • Bohrloch 205-19 durchteufte eine obere und eine untere mineralisierte Zone. In 126 Metern befinden sich 39,6 Meter mit 1,3 Gramm Gold pro Tonne, inklusive 3,6 Metern mit 6 Gramm und 2 Metern mit 5 Gramm Gold pro Tonne. In der unteren mineralisierten Zone waren es 62,8 Meter zu 0,8 Gramm Gold pro Tonne in 187 Metern Tiefe, inklusive 0,7 Meter zu 10,7 Gramm, 2,8 Meter zu 5,4 Gramm und 0,5 Metern mit 12 Gramm Gold pro Tonne Erz. 205-19 war auf das südlichste hochgradige Bohrziel gerichtet, dort, wo das historische Loch Nummer 32-08 23,8 Meter mit 8,2 Gramm Gold pro Tonne erreicht hatte. Das Bohrloch diente als Scherenloch bis zum alten Loch 15-07, das mehrere hochgradige Abschnitte kreuzte (2 Meter zu 8 Gramm und 6,7 Meter mit 11,2 Gramm). Die hochgradigen Zonen, die das neue Cabral-Bohrloch dabei schnitt, korrelieren mit Anstieg und Abfall der hochgradigen Zonen der alten Bohrungen.
  • Bohrloch 206-19 schließlich durchteufte 38,5 Meter mit 1,5 Gramm Gold pro Tonne, worin 1,5 Meter mit 6,0 Gramm und 1,6 Meter mit 8,6 Gramm Gold pro Tonne enthalten waren. 206-19 liegt lediglich 125 Meter nordwestlich vom vorgenannten 205-19 und stellt eine Scherenbohrung zur historischen Bohrung 13-07 dar, die ihrerseits mehrere hochgradige Zonen schnitt (10,6 Meter bei 17,7 Gramm und 2 Meter bei 8,4 Gramm pro Tonne).

Damit sind mindestens zwei der vier hochgradigen Abschnitte bestätigt, die das Bohrloch aus dem Jahr 2007 gekreuzt hat.

  • Bohrloch 207-19, noch weiter im Norden und außerhalb der Grenzen der bekannten Lagerstätte, blieb indes ohne nennenswerte Endergebnisse – es handelte sich um eine Testbohrung in einem bislang gar nicht untersuchten Gebiet.

Junior Mining Network

Abb1: Positionen der kürzlich fertiggestellten Bohrlöcher (204-19, 205-19, 206-19 und 207-19) in der zentralen Lagerstätte in Cuiú Cuiú

Positiver Ausblick auf die Ressource

Alan Carter, Geschäftsführer von Cabral Gold, sieht durch diese Ergebnisse die Annahme bestätigt, dass die hochgradige Mineralisierung entlang des Streichens kontinuierlich verläuft. Die Werte ergänzen die Erkenntnisse des Bohrprogramms aus der Lagerstätte Moreira Gomes. Eine ähnliche Ausgangslage sollte sich ebenfalls für Central erhärten. Hervorragende Aussichten für das Projekt: Cabral arbeitet daran, eine hochwertige Ressource für Cuiú Cuiú zu definieren.

Dass Cuiú Cuiú weitere Goldschätze birgt, steht außer Frage: Die Provinz Tapajós, war Schauplatz des größten Goldrausches in der Geschichte Brasiliens. Von den späten Siebzigern bis Mitte der neunziger Jahre waren dort zwischen 30 und 50 Millionen Unzen Seifen-Gold produziert wurden. 2 Millionen davon entfielen auf das Cuiú Cuiú-Gebiet, damals ein „Garimpo“, ein „informelles“ Goldabbaugebiet.