Endlich wieder Neues aus Brasilien: Wie der kanadische Gold-Junior Cabral Gold (TSX-V: CBR, WKN: A2JC8S; ISIN: CA1271061022) am Mittwoch mitteilte, führte sein Phase-1-Umkehrbohrungsprogramm am Ziel „Tracaja“ zu bedeutenden Erkenntnissen über das dortige Adersystem. Außerdem wurde in der „Indio“-Zone anhand von Probenentnahmen ein überzeugendes neues Bohrziel verortet. Aus diesen Informationen ergeben sich nun die nächsten Schritte für die Exploration des reiche Ausbeute verheißenden Goldprojekts „Cuiú Cuiú“. Folgebohrungen sollen der frisch entdeckten Mineralisierung jetzt buchstäblich auf den Grund gehen.

Cuiú Cuiú war bereits während des großen brasilianischen Goldrauschs ein extrem ergiebiges Goldgebiet, das größte Seifengoldareal in der drittgrößten Seifengoldregion der Welt. Und doch, so betont Alan Carter, Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender von Cabral Gold, beginne das Explorationsprogramm gerade erst aufzuzeigen, wie groß und hochgradig das Areal tatsächlich sei.

Vielversprechende Funde und Folgebohrungen

Carter bezeichnete die Entdeckung der neuen hochgradigen Quarzsulfid-Mineralisierung bei „Indio“ als sehr vielversprechend. Man werde in den nächsten Wochen weitere Erkundungsbohrungen durchführen. Ebenso stelle die Identifizierung des Adersystems in „Tracaja“ eine bedeutende Entdeckung dar. Man könne die mineralisierte Struktur nun entlang ihres Streichens und Absenkens verfolgen und damit auswerten, welcher Teil der Struktur der Ursprung der hochgradigen Funde an der Oberfläche sei.

Carter fügte hinzu, dass das Erkundungsbohrprogramm parallel zu Folgebohrungen durchgeführt werde, bei denen ein größerer Bohrturm zum Einsatz kommt, mit dem man bereits am Ziel „Machichie“ sehr erfolgreich arbeitet.

Abb1: Cuiú Cuiú-Standortkarte mit den Zielen Indio und Tracaja in Bezug auf die 43-101-konformen MG- und Central-Goldressourcen, sowie die kürzlich identifizierten Ziele Cilmar, Alonso, Medusa und Dona Moca, Quelle: Cabral Gold

Neue Mineralisierung in „Indio“

Das neue Ziel „Indio“ befindet sich etwa 1,5 Kilometer südöstlich der Goldlagerstätte „Moreira Gomes“ und 2,5 Kilometer nordwestlich vom Ziel „Alonso“. Die aktuellen Ergebnisse fußen auf mehreren aktuellen Oberflächen-Schürfproben aus Sulfid-Flotationsmaterial. Nähere Aufklärung sollen Bohrungen bringen, die für die zweite Januarhälfte terminiert sind.

Vorangegangene Ergebnisse von Oberflächen-Flotationsproben aus „Indio“ rangierten zwischen 1,5 und 52,6 Gramm Gold pro Tonne. Die Resultate aus den neuen Quarzsulfid-Proben, die etwa 200 Meter südwestlich entnommen wurden, ergaben Werte von 7.7, 7.9, 13.3 und 29.3 Gramm Gold pro Tonne. In diesem Gebiet war zuvor eine unter Wasser liegende Ader gemeldet worden.

Eine weitere, etwas weiter südlich einer früheren Entnahmestelle gesammelte Probe kam sogar auf 137,8 Gramm Gold pro Tonne. Der Streichen dieser Vene verlaufen ostnordöstlich, nicht ganz parallel zu einem aussagekräftigen Gradienten, der in den erhobenen Magnetdaten eine Linie bildet.

Abb2: Oberflächenproben von hochwertigem Quarzsulfid-Adermaterial mit einem Goldgehalt von bis zu 137,8 g / t Gold, Quelle: Cabral Gold

In den nächsten Tagen sollen in „Indio“ die ersten sechs Löcher entstehen, die auf den historischen Abbau abzielen.

„Tracaja“ – Neue Aderstruktur lokalisiert

 „Tracaja“ liegt 1,8 Kilometer nördlich des Ziels „Medusa“ und wurde zuvor noch nicht mittels Bohrungen untersucht. In dem Gebiet war aber in der Vergangenheit bereits nach Seifengold geschürft worden. Cabral hatte mehrere Quarzaderstrukturen mit reichem Sulfidgehalt identifiziert, die in nordöstlicher Richtung ausgerichtet sind.

Die bereits im November und Dezember erfolgte Entnahme von neunzehn Oberflächen“-Flotationsproben ergab Werte zwischen 24,2 und 165 Gramm Gold pro Tonne mit einem Durchschnittsgehalt von 74,9 Gramm pro Tonne. Diese Proben waren auf einem Areal mit einem Durchmesser von 150 Metern gesammelt worden.

Bei den Phase-I-Aufklärungsbohrungen in diesem Areal stieß man auf eine Richtung Nordosten verlaufende Aderstruktur. Vor Ort sind bislang sieben Löcher um Umkehrbohrverfahren mit einem ASV ST-50 Multipower-Bohrturm angelegt worden. Drei dieser Löcher haben bereits aufschlussreiche Werte geliefert.

Abb3: Detaillierte Karte des Tracaja-Ziels mit der Position der Oberflächen-Flotationsproben (gelbe Dreiecke) und sechs RC-Bohrlöchern

Erste Gehalte aus der Tiefe

Bei Loch 50 handelt es sich um das derzeit nördlichste Loch in „Tracaja“, nördlich der mineralisierten Findlinge. Die Auswertung erbrachte einen Meter zu 0,61 Gramm Gold pro Tonne aus 51 Metern und sieben Meter mit 0,45 Gramm aus 82 Metern Tiefe. Loch 52 wurde 200 Meter südlich dieses Lochs gebohrt und ergab einen Meter zu 0,64 Gramm Gold pro Tonne aus 28 Metern Tiefe. Loch 51 schließlich wies zwei Meter zu 0,70 Gramm Gold pro Tonne aus 55 Metern auf. Es stehen noch die Resultate aus dem Loch 53 aus, mit vom Hauptvenentrend abgehende Querstreichen getestet werden sollten. Die Phase-I-Bohrungen in Tracaja sind damit abgeschlossen.

Die ermittelten Goldwerte sind zwar niedriger als jene aus den Oberflächenproben, doch die Existenz einer mineralisierten Struktur ist überdeutlich und erfordert Folgebohrungen.

Die Proben, die in „Tracaja“ identifiziert wurden, stehen in Verbindung mit Anschwemmungen aus historischem Seifengold-Abbau. Das Areal war über einen Bereich von 950 Metern des nordöstlich verlaufenden Entwässerungssystems bearbeitet worden, wobei der Abbau von einer Stelle ausging, an dem die nun etablierte Nord-Ost-Venenstruktur von einer verborgenen Ost-West-Struktur geschnitten wird – diese wird durch Luftbilddaten belegt.

Dieser Sektor von Cuiú Cuiú war noch nie detailliert bodenmagnetisch nachverfolgt wurden. Das Bodenmagnetik-Verfahren hat die Zielsuche innerhalb des Kernteils des Projektgebiets unterstützt, wo die Mineralisierungen von „Central“ und „Moreira Gomes“ abgegrenzt wurden. Eine solche Untersuchung wird nun auch vor den Phase-II-Bohrungen in „Tracaja“ durchgeführt.

Über Cabral Gold

Cabral Gold ist ein Junior-Rohstoffunternehmen mit Sitz in Vancouver. Der Schwerpunkt der Entwicklung, Exploration und Erschließung von Mineralgrundstücken durch das Unternehmen liegt derzeit in Brasilien. Dort hält Cabral zu 100 Prozent die Rechte am Goldprojekt Cuiú Cuiú, gelegen in der Region Tapajós im Bundesstaat Pará.

Gegenwärtig sind in Cuiú Cuiú zwei Goldvorkommen definiert, dessen nach National Instrument 43-101 angezeigte Ressourcen auf 5,9 Millionen Tonnen zu 0,90 Gramm Gold pro Tonne (entspricht 200.000 Unzen) beziffert sind. Die abgeleiteten Ressourcen machen 19,5 Millionen Tonnen zu 1,24 Gramm Gold pro Tonne (800.000 Unzen) aus.

In Tapajós spielte sich zwischen 1978 und 1995 der größte Goldrausch der brasilianischen Geschichte ab. Etwa 30 bis 50 Millionen Unzen Seifengold wurden hier produziert, etwa 2 Millionen davon allein aus Cuiú Cuiú: Dies war der größte Garimpo (eine semi-offizielle Mine) von Tapajós.