Das zweite Dutzend ist voll: Wie Cabral Gold (TSX-V: CBR, WKN: A2JC8S; ISIN: CA1271061022) am Donnerstag meldete, enthält auch die vierundzwanzigste Gesteinsprobe aus dem neu entdeckten Teilgebiet „Alonso“ im Cuiú Cuiú-Projekt vielversprechende Mineralisierungen – nicht nur goldene. Das spornt an: Damit es noch schneller vorangeht mit der Bewertung der Lagerstätte, hat das Unternehmen aus Vancouver jetzt ein eigenes Reverse-Circulation-Bohrgerät angeschafft.

In der Region Tapajós im brasilianischen Bundesstaat Pará exploriert das kanadische Juniorunternehmen Cabral Gold potenzielle Gold-Lagerstätten in seinem Cuiú Cuiú-Projekt. Neben den bekannten Zielen Central und Moreira Gomes war dort erst kürzlich das Areal Alonso in den Fokus des Interesses gerückt. Was die Tests an dort genommenen Bodenproben zutage bringen, bestätigt nicht allein hochgradige Mineralisierungen. Nun gibt es weitere Resultate der jüngsten Probenentnahmen und einen Überblick über die Explorationsfortschritte in der erst kürzlich identifizierten Goldlagerstätte.

Vierundzwanzig Proben – fantastische Werte

Die im Fokus stehende Probe Nummer 30002 war am 11. Februar 2020 gesammelt worden und enthielt 82,0 Gramm Gold pro Tonne. Es handelt es sich um das vierundzwanzigste Testexemplar aus dem Zielgebiet. Die allen Samples gemessenen Goldwerte betrugen zwischen 11,6 und 200,3 Gramm Gold pro Tonne, das ergibt einen Durchschnitt von 91,7 Gramm pro Tonne.

Abb 1: Gold-, Silber- und Kupferwerten aus ersten Proben des kürzlich identifizierten Alonso-Ziel in Cuiú Cuiú, Quelle: Cabral Gold

Anomale Silber- und Kupfergehalte

In in den Gesteinsproben wurden allerdings nicht nur Gold festgestellt. Die Stichproben enthielten zusätzlich anomale Werte von Silber, bis zu  90 Gramm pro Tonne, bei einem Durchschnitt von 31 Gramm.

Noch spannender ist der gemessene Kupfergehalt. Der bewegt sich in einem Bereich bis  1,13 Prozent – durchschnittlich 0,31 Prozent. Fünf der Proben übertreffen 0,8 Prozent. Der gemessene Maximalwert übersteigt alle Ergebnisse, die im Cuiú Cuiú Projekt jemals genommen wurde. Zwar sind aus den Prospekten Machichie und Guarim ebenfalls erhöhte Werte bekannt – dennoch ist der Kupfergehalt der Alonso-Proben sehr ungewöhnlich. Kupfer ist in der Tapajós Region nämlich kein allzu verbreitetes Metall.

Der Porphyrquelle auf der Spur

Alan Carter, Vorsitzender von Cabral, bestätigt, dass zum einen die neuen Werte aus der Alonso-Zone die Hinweise auf eine hochgradige Goldzone weiter bekräftigen. Die Kupfer- und Silberwerte wiesen ferner auf eine nahegelegene kupferhaltige Porphyrquelle hin. Das ist gut möglich: Ringsum interessieren sich Minenbetreiber für das Übergangsmetall. Eldorado Gold hatte eine Porphyr-Kupfermineralisierung definiert, die 8 Kilometer nordwestlich der Goldlagerstätte Tocantinzinho liegt. In der Palito-Mine fördert Serabi Gold Gold und Kupfer. Und auch Anglo American hatte vor drei Jahren 2,5 Millionen Hektar abgesteckt, nachdem 550 Kilometer weiter südlich (im Jaca-Projekt) eine Kupferlagerstätte entdeckt worden war. All diese Mineralisierungen stehen im geologischen Zusammenhang mit dem sogenannten Santa Patricia Korridor, der 17 Kilometer südöstlich von Alonso verläuft.

Gold im Boden, Gestein und Flusssediment

Unweit des Gebietes, aus dem die untersuchten Felsbrocken stammen, wurden des Weiteren erhebliche Goldmengen in Muldenkonzentraten aus den Wasserabläufen aus dem Alonso-Gebiet entnommen. Das Ergebnis: Die Goldanomalie in den Sedimenten ist höher als angenommen. Auch hier sind einige der Werte zu den höchsten bisher in diesem Gebiet gemessenen. Potenziell weisen diese Erkenntnisse auf parallel verlaufende Strukturen hin. Das erweitert das Zielgebiet noch einmal.

Ferner wurde ein Bodengitter mit insgesamt 298 Proben über einer Gesamtfläche von zwei mal 0,8 Kilometern angefertigt. Die Samples wurden in einem Abstand von 100 mal 50 Metern entnommen

Die in gut einem Kilometer westlich der Gesteinsproben gefundenen Quarzblöcke werden aktuell noch geochemischen Tests unterzogen. Ebenfalls stehen regionale Ergebnisse aus dem Gebiet Cilmar aus. Dort, etwa 7 Kilometer von Alonso entfernt, hatten große Goldnuggets die Aufmerksamkeit der Geologen erregt.

Aufklärungsbohrungen geben weitere Hinweise darauf, eine dünne Abdeckungssequenz Grundgestein mit Mineralisierungen verdeckt. Mit  detaillierten Schneckenbohrungen will Cabral diese mineralisierten Strukturen näher bestimmen.

Investition in den Maschinenpark

Umso dringlicher war die Anschaffung der neuen Maschine: ein ASV Scout ST-50 RC-Bohrgerät. Dieses ist in der Lage, mittels Umlaufzirkulation in bis zu 200 Meter Tiefe vorzudringen. Das Gerät wird nicht nur die Bewertung des Alonso-Ziels vereinfachen, sondern ebenfalls für weitere Bohrungen in den in der Moreira-Gomes- und Central-Lagerstätte zum Einsatz kommen.

Für alle weiteren Explorationsarbeiten eröffnet diese Anschaffung neue Möglichkeiten. Tests in regionalen Zielen können preisgünstiger und schneller durchgeführt und die Explorationen zügig und kostengünstig vorangetrieben werden.

Die Maschine ist gebraucht, aber in fast neuwertigem Zustand. Der Kaufpreis betrug 125.000 USD inklusive einiger Wartungskosten. Zum Vergleich: Ankauf und Import eines neuen Bohrgerätes hätten mit etwa 1,2 Millionen USD zu Buche geschlagen.

Die RC-Kosten sollten  nach Schätzungen des Unternehmens zirka 10% von Diamantbohrungskosten betragen. Das sind ungefähr 24 CAD pro Meter, geochemische Analyse inbegriffen. Verfügbar sein wird das Bohrgerät im zweiten Quartal 2020. Derzeit befindet es sich zur Wartung in Itaituba.

Die Arbeit geht weiter

Indes versucht das Cabral-Explorationsteam weiterhin, die Größe des Mineralisierungs-Fußabdrucks“ in Alonso zu bestimmen. Die ausstehenden Analyseergebnisse der restlichen Quarzblöcke, die Proben aus dem Bodengitter und den Sedimenten sowie die Resultate der Schneckenbohrung werden im März erwartet.

Wer die Samples aus dem Alonso-Ziel mit eigenen Augen betrachten möchte, hat dazu vom 1. bis 4. März 2020 die Gelegenheit: Cabral betreibt auf der Prospectors and Developers Conference in Toronto einen Stand.